Topthemen: Der NSU-ProzessMobilität und EnergieGebietsreformFußball-Tabellen

 

Apple startet Verkauf seines HomePod-Lautsprechers

Im boomenden Markt der vernetzten Lautsprecher haben Sonos, Amazon und Google die ersten Akzente gesetzt. Nun steigt Apple mit dem HomePod ein. Können die Kalifornier ähnlich wie bei den Tablet-Computern erneut von hinten den Markt aufrollen?



HomePod
Apples HomePod will bei den Nutzern mit einer besonders guten Sound-Qualität punkten. Foto: Marcio Jose Sanchez/AP   Foto: dpa

Apple hat am Freitag (9. Februar) seinen vernetzten Lautsprecher HomePod in den Handel gebracht und steigt damit in einen bisher von Sonos, Amazon und Google besetzten Markt ein. Ähnlich wie bei der Konkurrenz kann der HomePod Musik abspielen und auf Sprachbefehle reagieren.

Apple will bei den Nutzern allerdings mit einer besseren Sound-Qualität als bei den Rivalen punkten. Zugleich kann Apples Assistenzsoftware Siri auf dem Gerät zum Start weniger als Amazons Alexa in den Echo-Lautsprechern und der Google Assistant in den Home-Geräten des Internet-Konzerns. Unterdessen ist der Preis mit 350 Dollar deutlich höher als bei den meisten Konkurrenz-Lautsprechern.

Als erste konnten am Freitag Kunden in Australien den HomePod ausprobieren, er kommt zum Debüt auch in Großbritannien und den USA auf den Markt. Der Start in Deutschland und Frankreich ist ohne konkreteren Termin für Frühjahr angekündigt.

Apple hatte den HomePod erstmals im Juni vorgestellt und wollte ihn ursprünglich noch bis Ende vergangenen Jahres herausbringen. Der Konzern konnte den Zeitplan jedoch nicht halten. Laut Medienberichten brauchte die Software länger - und an ihr wird weitergearbeitet. So ist zum Start ist die angekündigte Möglichkeit, zwei HomePods zu einem Paar zusammenzuschalten, noch nicht vorhanden. Und auch die Software AirPlay 2, mit der mehrere Lautsprecher in verschiedenen Räumen besser gesteuert werden können, ist noch nicht fertig. Die Funktionen sollen per Software-Update nachgereicht werden.

Amazon hatte den Markt für vernetzte Lautsprecher mit sprechenden Assistenten an Bord seit dem Start des ersten Echo-Modells Ende 2014 praktisch im Alleingang etabliert, Google folgte 2016 mit seinem Home-Gerät. Beide Unternehmen bauten inzwischen das Sortiment mit verschiedenen Modellen aus und versuchen zudem, ihre Assistenzsoftware in alle möglichen Geräte anderer Anbieter zu bringen, vom Kühlschrank bis zum Rauchmelder.

Apple arbeitete an dem HomePod bereits seit sechs Jahren und betont, dass es zuallererst ein Gerät für hochwertige Musik-Wiedergabe sein soll. Die HomePod-Software soll den Klang automatisch an die Akustik des Raums anpassen. In dem zylindrischen Lautsprecher steckt ein Ring aus sieben Hochtönern, die für einen räumlichen Sound zuständig sind.

Die Konkurrenz-Plattformen versuchen gerade auch, bei der Tonqualität nachzulegen. Google brachte den Lautsprecher Home Max heraus, der mit 399 Dollar noch teurer ist. Und Amazons Assistentin Alexa findet sich jetzt auch in einem Modell des Lautsprecher-Spezialisten Sonos.

Analyst Jun Zhang von Rosenblatt Securities prognostiziert einen guten Absatz für den HomePod-Lautsprecher. Apple werde in diesem Jahr davon sechs Millionen Stück absetzen. Der Experte geht davon aus, dass Apple noch in diesem Jahr eine kleinere HomePod-Variante einführen wird, die weniger als 150 Dollar kostet.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
09. 02. 2018
16:25 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Amazon Apple Dollar Google Kalifornier Lautsprecher Tablet PC Verkäufe Wirtschaftlicher Markt
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Pencil im Einsatz

16.11.2018

Das neue iPad Pro ist ein Super-Tablet

Video-Bildschirm, E-Book-Reader, Fotoalbum, Spielkonsole: Das iPad von Apple kann viele Rollen übernehmen. Mit der neuen Generation des iPad Pro betont Apple erneut, wie ein Tablet-Computer produktiv und kreativ eingeset... » mehr

Google Assistant

31.08.2018

Google macht seinen Assistant zweisprachig

Google spielt im Wettbewerb der Sprachassistenten mit Amazon und Apple seine Stärken beim maschinellen Lernen aus. Sein Assistant kann jetzt fließend zwischen zwei Sprachen wechseln. » mehr

Echo Dot

21.09.2018

Amazon lässt Alexa vernetztes Zuhause steuern

Amazons sprechende Echo-Lautsprecher mit der Assistentin Alexa an Bord waren nur der erste Schritt. Jetzt wird eine Vision für ein Zuhause erkennbar, in dem Dutzende Alexa-Geräte miteinander vernetzt sind. Dazu gehört ei... » mehr

Sprachassistenten auf der IFA

29.08.2018

Rund jeder Achte hat einen smarten Lautsprecher

Neue Technologien setzen die Trends in der Unterhaltungselektronik. So manche digitale Sprachassistenten setzen sich dabei bemerkenswert schnell im Markt durch. Aber auch Anwendungen für erweiterte Realität gewinnen an B... » mehr

IFA 2017

28.08.2018

Lautsprecher mit Ohren als Türöffner für Amazon und Google

Der Lautsprecher hört zu: Die sprechenden Assistenten von Amazon und Google breiten sich zur anstehenden IFA auch in teurer Hifi-Technik aus. Ob es ein bleibender Trend wird, muss sich aber noch zeigen - auch angesichts ... » mehr

HomePod von Apple.

30.05.2018

Apple bringt HomePod-Lautsprecher nach Deutschland

Ursprünglich wollte Apple seinen vernetzten Lautsprecher HomePod bereits im vergangenen Jahr veröffentlichen. Doch die Entwicklung verzögerte sich, und das Gerät konnte erst in diesem Februar auf den US-Markt gebracht we... » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
09. 02. 2018
16:25 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".