Lade Login-Box.
Topthemen: Gebietsreform: Das ändert sich in SüdthüringenMobilität und EnergieFußball-Tabellen

 

Intels Update-Fehler betrifft nicht jeden Rechner

Geringe Geschwindigkeitseinbußen: Mehr negative Auswirkungen sollten die Software-Updates zum Schließen der Anfang Januar bekannt gewordenen Prozessor-Sicherheitslücken eigentlich nicht bringen. Doch nun warnt Intel vor Aktualisierungen, weil Computer verrückt spielen.



Updates nicht installieren
Intel hat Nutzer vor der Installation seiner Sicherheitsupdates gewarnt. Dies betrifft aber nicht alle Rechner.   Foto: Nicolas Armer/dpa

Neustarts und mögliche andere unvorhersehbare Verhaltensweisen des Rechners: Aus diesen Gründen warnt Intel vor der Installation der jüngsten eigenen Software-Updates, die eigentlich die Prozessor-Sicherheitslücken «Meltdown» und «Spectre» stopfen sollten. Aber nicht jeder ist betroffen.

Intels aktuelle Warnung ist nur auf Rechner bezogen, in denen Prozessoren mit Haswell- oder Broadwell-Architektur arbeiten. Zudem können Nutzer die Intel-Updates gar nicht direkt installieren und damit beeinflussen. Die Aktualisierungen laufen maßgeblich über die Betriebssysteme, teils gibt es auch Updates für Browser oder andere Programme.

Bei Prozessoren mit Haswell- oder Broadwell-Architektur handelt es sich im Wesentlichen um Core-i-Chips der vierten und fünften Generation, die man an der ersten Zahl der vier- bis fünfstelligen Prozessornummer hinter i3, i5 oder i7 erkennt. Beim Core-i3-4160 handelt es sich beispielsweise um einen Haswell-, beim i3-5015U um einen Broadwell-Chip. Darüber hinaus gibt es aber etwa auch mobile Celeron-Prozessoren mit Broadwell-Architektur, die gegenüber den Core-i-CPUs in Leistung und Funktionen beschnitten sind.

Bislang haben nur Entwickler von Linux-Betriebssystemen wie Ubuntu oder von Programmen wie der Virtualisierungs-Software VMWare das jüngste Intel-Update zurückgezogen. Ubuntu-Nutzer, die Probleme mit ihrem Rechner haben, können etwa manuell eine frühere Paketversion des Betriebssystems einspielen, empfiehlt Entwickler Canonical.

Für Windows-Betriebssysteme hat Microsoft allerdings noch keine Sicherheitspatches zurückgezogen. Hier gilt auch weiter die Empfehlung, automatische Updates zu aktivieren. Über diese Funktion werden nicht nur Schwachstellen gestopft, sondern fehlerhafte Flicken im Zweifel auch wieder zurückgezogen oder korrigiert.

Funktionierenden Ersatz für das mangelhafte Update will Intel eigenen Angaben nach so schnell wie möglich liefern. Eine frühe Version eines neuen Updates sei bereits im Praxistest. Auch wenn bislang keine Angriffe bekannt geworden sind, sollten Nutzer letztlich nicht vergessen, wie wichtig die Updates sind: Die Sicherheitslücken, die auch Prozessoren vieler anderer Hersteller betreffen, ermöglichen es Angreifern schließlich unter Umständen, den sonst gut geschützten Arbeitsspeicher (RAM) auszulesen - inklusive aller sensiblen Daten von Passwörtern bis hin zu persönlichen Informationen.

Aufschluss darüber, welcher Prozessor im eigenen Rechner steckt, gibt etwa unter Windows 10 ein Klick mit der rechten Maustaste auf das Windows-Logo ganz unten links. Im sich öffnenden Kontextmenü muss man dann mit der linken Maustaste «System» auswählen, damit die Information erscheint.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 01. 2018
13:12 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Intel Microsoft Mikroprozessoren Sicherheitslücken Software-Updates Wikipedia
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Prozessoren

15.05.2019

Updates gegen Zombieload-Lücken bei Intel-Chips

Nach den Sicherheitslücken Spectre und Meltdown im vergangenen Jahr ist nun eine neue Klasse von Schwachstellen in vielen Intel-Prozessoren entdeckt worden. Wie groß ist die Gefahr? Und können Anwender ihre Rechner schüt... » mehr

Huawei Matebook 13

11.03.2019

Huawei Matebook 13 und Apple Macbook Air im Vergleich

Huawei will auch bei Notebooks in der Spitzenliga mitspielen. Dafür schickt der chinesische Hersteller das neue Matebook 13 ins Rennen. Es ist nicht nur rein optisch eine Herausforderung für Apples Macbook Air. Ein Vergl... » mehr

Intel

29.08.2018

Neue Intel-Chips vernetzen mehrere Sprachassistenten

Bisher waren Alexa, Google Assistent und Cortana wohl eher Konkurrenten. Doch das könnte sich bald ändern. Denn neue Chips von Intel sollen die Sprachassitenten zusammenbringen. » mehr

Apple Facetime Panne

01.02.2019

Gravierende Sicherheitslücke in Apple Facetime ist behoben

Apple hat eine schwere Sicherheitslücke in Facetime geschlossen. Über die Gruppentelefonie-Funktion konnten andere Nutzer unbemerkt mithören. Auf den Apple-Servern wurde der Fehler nun beseitigt, das Software-Update folg... » mehr

Facetime

29.01.2019

Apple deaktiviert Facetime-Gruppenanrufe wegen Abhörlücke

Apple versucht, sich mit einem strikten Datenschutz-Versprechen von Facebook und Co abzuheben - umso unangenehmer ist für den Konzern eine Panne, durch die das iPhone zur Abhör-Wanze werden konnte. Der Konzern will den F... » mehr

Cybersicherheit

05.01.2018

Sicherheitslücke bei Computerchips trifft Milliarden Geräte

Ganze Generationen von Computerchips sind anfällig für Attacken, mit denen Passwörter und Kryptoschlüssel gestohlen werden können. Die Tech-Branche beeilt sich, Computer, Smartphones und Cloud-Server sicherer zu machen. ... » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
23. 01. 2018
13:12 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".