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Google will sich bei Geräten auf wenige Bereiche beschränken

Google will sich als Gerätehersteller etablieren. Damit riskiert der Internet-Riese einen Konflikt mit langjährigen Hardware-Partnern. Eigene Technik wie das Smartphone Pixel soll aber helfen, die Nutzung von Googles Diensten voranzubringen.



Googles Smartphone Pixel
Im vergangenen Herbst brachte Google das Smartphone Pixel heraus. Bei seinem Geräteangebot will sich der Konzern auf Schlüssel-Bereiche konzentrieren. Foto: John G Mabanglo  

Google will sein Geräteangebot beschränken. «Wir werden nicht hunderte Produkte haben, wir werden uns auf einige wenige Schlüssel-Bereiche fokussieren», sagte der Chef der Google-Gerätesparte, Rick Osterloh, auf dem Mobile World Congress in Barcelona.

Das seien unter anderem Smartphone und vernetzte Lautsprecher. Dabei gehe es auch darum, Googles Dienste und Plattformen wie den Assistenten mit künstlicher Intelligenz mit Hilfe von Hardware voranzubringen. «Was wir nicht machen werden, ist ein Gerät in einem Bereich herausbringen, in dem Google nicht engagiert ist.» Das gelte auch für China, obwohl es ein riesiger Smartphone-Markt sei: «Da Google in China kein Service-Geschäft hat, ergibt es für uns auch keinen Sinn, dort Smartphones zu verkaufen.»

Google brachte im vergangenen Herbst das Smartphone Pixel und den vernetzten Lautsprecher Google Home auf den Markt. In beiden ist der Google Assistant integriert, den der Konzern mit der Zeit in möglichst viele Geräte bringen will. Kunden beklagen sich allerdings darüber, dass bestimmte Google-Geräte kaum verfügbar sind. So ist das Pixel-Smartphone mit 128 Gigabyte Speicher schon seit Wochen «nicht auf Lager».

Ob das Hardware-Geschäft profitabel ist, sei zunächst einmal zweitrangig, sagte der Google-Manager: «Unser Fokus liegt nicht auf finanziellen Kennzahlen, sondern darauf ein gutes Produkterlebnis zu gestalten und es für mehr Nutzer verfügbar zu machen.» Damit ist Osterlohs Sparte in einer deutlich komfortableren Position als die vielen Hersteller von Geräten mit dem Google-System Android, die in einem brutalen Wettbewerb meist nur kleine oder gar keine Gewinne einfahren.

Google riskiert mit dem eigenen Geräte-Angebot, seine langjährigen Hardware-Partner zu verärgern. Der Internet-Konzern stellt ihnen einerseits Android zur Verfügung, konkurriert nun aber auch direkt mit den Herstellern. «Wir wollten Verbrauchern zeigen, wie das bestmögliche Google-Erlebnis aussieht», begründete Osterloh den Einstieg ins Hardware-Geschäft. Das sei auch das gemeinsame Thema bei Googles Geräteangebot insgesamt: «Fast alle unsere Produkte spiegeln diese Strategie wider.» Die Technologie habe eine Stufe erreicht, auf der man Software und Hardware in vielen Fällen zusammen entwickeln müsse.

Google konzentriere sich auf Premium-Geräte mit aktuellen Innovationen, der Vorstoß in günstigere Produktklassen sei derzeit nicht geplant. Zugleich werde es regelmäßig neue Google-Smartphones geben, versicherte Osterloh. Er wollte auf Anfrage keine Angaben dazu machen, ob der Pixel-Hersteller HTC weiterhin der Fertiger bleibe.

Es werde mit der Zeit über Produktkategorien hinweg stärker eine einheitliche Linie beim Design geben, was die Geräte wiedererkennbar machen solle.

Google prüfe eine Produktion in den USA, sagte Osterloh. Der Manager war früher unter anderem beim Handy-Pionier Motorola, der Werke im Heimatland hatte. «Und ich kann ihnen mit meiner Erfahrung sagen, dass es ein schwieriges Unterfangen ist.» Das liege unter anderem daran, dass sich die meisten Zulieferer in Asien befänden.

Osterloh schloss nicht aus, dass Google in Zukunft eine Computer-Uhr unter dem eigenen Namen herausbringt. Zur Idee einer Neuauflage der Datenbrille Google Glass äußerte er sich hingegen skeptisch - weil dies nicht zum aktuellen Dienste-Angebot von Google passe.

Die Notebook-Marke Pixel ließ Google unterdessen vorerst auslaufen: Die erste Generation sei ausverkauft und aktuell keine weitere geplant, sagte Osterloh.

«Google ist nicht als Verbraucherelektronik-Firma bekannt», räumte der Manager ein. «Wir haben angefangen, eine Marke und einen Ruf dafür aufzubauen, aber wir stehen noch am Anfang.»

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dpa

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Veröffentlicht am:
03. 03. 2017
12:35 Uhr

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