Lade Login-Box.
Topthemen: Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

 

Volvo: Signal gegen Rasen – und stets ein Auge auf den Fahrer

Erst war es ein selbst auferlegtes Tempolimit von 180 ab 2021 - jetzt legt Volvo in Sachen Sicherheit noch einmal nach. Künftig will der schwedische Autobauer auch verhindern, dass Fahrer vom Verkehrsgeschehen abgelenkt werden oder unter Drogen oder Alkohol Unfälle verursachen. Die Pläne gehören zur Vision 2020, nach der ab diesem Zeitpunkt niemand mehr in einem neuen Volvo-Modell getötet werden soll.



Mit Kameras und anderen Sensoren im Fahrzeug will Volvo verhindern, dass fehlende Konzentration schwere Folgen hat.  

Mit Kameras und anderen Sensoren im Fahrzeug will Volvo verhindern, dass fehlende Konzentration schwere Folgen hat. Das System beobachtet den Zustand des Fahrers und greift notfalls ein, sollte dieser nicht auf Warnsignale reagieren. Nach Angaben von Volvo würde das Fahrzeug in einem solchen Fall zuerst die Geschwindigkeit vermindern, danach die Einsatzzentrale von "Volvo on Call" verständigen und in einem letzten Schritt das Auto abbremsen und sicher parken.

Als Indizien für Übermüdung oder Rausch-Zustände gelten fehlende Lenkbewegungen über einen längeren Zeitraum, geschlossene Augen oder extrem von der Straße abschweifende Blicke, das Fahren von Schlangenlinien sowie sehr lange Reaktionszeiten. Die Einführung der Kameras samt zugehöriger Software soll Anfang der 2020er-Jahre starten.

Mit dem "Care Key" will Volvo das Autofahren ebenfalls sicherer machen: Volvo Fahrer können damit eine Höchstgeschwindigkeit festlegen, wenn sie ihr Auto verleihen. Der neue Schlüssel kommt ab dem Modelljahr 2021 in allen neuen Volvo Modellen serienmäßig zum Einsatz.

"Wenn es um Sicherheit geht, wollen wir lieber Unfälle vermeiden, statt ihre Folgen zu reduzieren", sagt Henrik Green, Senior Vice President für Forschung und Entwicklung bei der Volvo Car Group. Dazu gehöre auch der spektakuläre Schritt, die Höchstgeschwindigkeit aller neuen Fahrzeuge ab dem Modelljahr 2021 auf 180 Stundenkilometer zu begrenzen.

Volvo-Boss Håkan Samuelsson hatte erst kürzlich erklärt, eine Diskussion über Verantwortung im Straßenverkehr starten zu wollen. Es gehe dabei um die Frage, ob Automobilhersteller das Recht oder vielleicht sogar die Pflicht hätten, Technik in ihren Autos zu installieren, die das Verhalten der Fahrer positiv verändert.

Wie ernst es Volvo mit diesem Anliegen ist, zeigt eine weitere Offensive. So veröffentlichen die Schweden ihre langjährigen Sicherheitserfahrungen in der Unfallforschung erstmals in einer zentralen, frei zugänglichen digitalen Bibliothek. Dieses Wissen steht damit der gesamten Automobilindustrie zur Nutzung offen. Die Ankündigung fällt mit dem 60. Geburtstag der vielleicht wichtigsten Erfindung in der Automobilsicherheit zusammen: dem von Volvo eingeführten Dreipunkt-Sicherheitsgurt. Der hat seither mehr als eine Million Menschenleben gerettet.

Autor

Wolfgang Plank

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
28. 03. 2019
17:45 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Autofahren Autofirmen Debakel Fahrzeuge und Verkehrsmittel Kameras und Photoapparate Sensoren und Sensortechnik Tempolimit Unfallforschung Volvo
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema

08.03.2019

Sicherheit ab Werk: Volvo begrenzt seine Autos künftig auf 180

Bereits ab kommendem Jahr sollen die Neuwagen von Volvo nicht mehr schneller als 180 fahren. » mehr

03.07.2019

Abarth 595 esse esse: Pieks, pieks

Bei Fiat sind sie gerade mächtig in Feierlaune. Stolze 120 Jahre bauen sie dort schon Autos, weswegen die Italiener diverse Jubiläumsmodelle und eine schwarz-weiße Sonderlackierung aufgelegt haben. Und gleichzeitig blick... » mehr

17.05.2019

Range Rover Evoque: Der kleine Lord

Was tun, wenn ein neues Modell ansteht, das alte aber längst Kult-Status genießt? Richtig: Am besten nichts. Allenfalls geht man mit höchster Behutsamkeit zu Werk. Land Rover hat das beim Evoque beherzigt. » mehr

21.06.2019

Schlechte Karten, Greta…

Vom Standort Deutschland redet die GroKo viel, vom Klima kaum. Es fehlt die Debatte um gute Ideen. » mehr

05.04.2019

Das böse Nichtstun

Alle reden von Klimarettung, aber keiner stößt sie an. Am allerwenigsten der Bundesverkehrsminister. » mehr

10.05.2019

Brennpunkt Zelle

Die Zahl will Ferry Franz einfach nicht in den Kopf: Fünfeinhalb Terawattstunden sauberen Strom hat die Republik 2017 durch Stillstand verloren. Eingebüßt, weil Windkraft-Anlagen bei Sturm gestoppt wurden. Nicht etwa, um... » mehr

Autor

Wolfgang Plank

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
28. 03. 2019
17:45 Uhr



^