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Toyota RAV4: Nummer 5 schwebt

Er ist der Begründer eines ganzen Segments. Auch wenn es nicht exakt seinen Namen trägt. Als "Recreational Active Vehicle 4WD" war der Toyota RAV4 1994 Vorfahr all derer, die heute unter SUV firmieren.



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In knapp 25 Jahren liefen 8,5 Millionen Exemplare vom Band. Deutlich kantiger und mit Raum-Plus startet aktuell die fünfte Generation. Dank dreier Zentimeter mehr Achsabstand und abgesenkter Bauteile ist Toyotas Jüngster bei weiterhin 4,60 Metern Länge innen ordentlich aufgegangen.

Weil der Tank längs vor die Hinterachse rückte, liegt die Gewichtsverteilung nicht nur zwischen Bug und Heck nahe am Optimum, sondern auch zwischen links und rechts. Vorne wie hinten sitzt man höchst auskömmlich, dennoch packt der RAV4 hinter vollem Gestühl noch 580 Liter weg, umgeklappt sind es bei ebener Fläche fast 1,7 Kubikmeter.

Eher unüblich bei derlei Autos hat Toyota dem Diesel abgeschworen. Für Vortrieb sorgt althergebracht noch ein 175 PS starker Benziner – rund 90 Prozent aller Kunden
aber dürften sich für den Hybrid-Antrieb entscheiden. Bestens bekannt aus dem Prius, auf dessen moderner Plattform der RAV4 jetzt als erstes SUV steht.

In Summe leisten der Motor mit vier Kolben (2,5 Liter) und der mit Wicklung 222 PS – das ist zum Vorgänger ein Plus von 25. Jedenfalls in der Allrad-Version. Frontgetrieben muss man mit 218 auskommen. Aber da fällt ja auch der hintere E-Motor weg. Den offiziellen Verbrauch gibt Toyota mit 4,4 Litern an, übertreibt man es nicht, ist eine Fünf vor dem Komma machbar.

Der Sparfuchs kommt da voll auf seine Kosten, muss dafür aber mit eher moderater Beschleunigung leben. Auch weil das stufenlose Getriebe strammen Durchtritt mehr mit Drehzahl quittiert denn mit Spurt. Immerhin: In guten acht Sekunden geht’s auf Landstraßen-Tempo und mit etwas Anlauf bis 180. Und so ist der RAV4 eher was zum Dahinschweben. Kommodes Interieur, Fahrwerk und Lenkung nicht zu straff – und viel Ruhe.

Das im Vergleich zum Vorgänger weniger wuchtige und deutlich tiefergelegte Armaturenbrett wirkt aufgeräumt und überall finden sich Ablagen. Lobenswert: Flachere Motorhaube, schmalere A-Säulen und nach unten gewanderte Außenspiegel lassen mehr Sicht auf die Straße zu.

Apropos: Rückblickend betrachtet eröffnet sich eine völlig neue Perspektive. Statt in den Spiegel kann man wahlweise in eine Kamera-Ansicht schauen. Eine Technik, die aus den Le-Mans-Prototypen stammt. Vorteil des künstlichen Auges: Man sieht auch was, wenn’s bis unters Dach voll ist.

Sicherheit ist serienmäßig. Dank Kamera und Radar hält der RAV4 Spur, Tempo und Abstand, greift auch mal hilfreich ins Lenkrad und zur Not bremst er selbstständig. Und zwar für Fußgänger und Radfahrer. Sogar nachts. Zur Sicherheit gesellt sich Komfort: Je nach Ausstattung sind auch Panoramadach, belüftete Sitze, induktive Ladeschale und bis zu fünf USB-Buchsen an Bord.

Gelände kann der RAV4 übrigens nach wie vor. Zumindest in der Allrad-Version. Dabei variiert die Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse zwischen 100:0 und 20:80. Eher ein Scherz ist dagegen die Fahrmodus-Taste. Da kann man "Sport" drücken, bis der Schalter bricht – der Wagen ist so was von eco. Egal, was das Display zeigt. Darf man ruhig dazu stehen in diesen Zeiten…

Los geht’s bei 29 990 Euro für den reinen Benziner, die Hybrid-Variante kostet ab 32 990 Euro und für Hybrid plus Allrad ruft Toyota ab 37 990 Euro auf. Offenbar kein schlechtes Angebot. Mit 1835 Kunden in Deutschland haben im Januar schon doppelt so viele unterschrieben wie erwartet.

Autor

Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
15. 02. 2019
12:00 Uhr

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15. 02. 2019
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