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TGE: Aller MAN-Laster Anfang

Praktisch muss so ein Teil sein, robust und zuverlässig. Heißt ja nicht ohne Grund Nutzfahrzeug. Emotionen sind da eher kein Kriterium. So dachte man lange. Und dann das: ein Kastenwagen im Drift, schwarze Reifen-Striche in der Werkhalle. Ein Werbespot, klar. Doch er zeigt: Nur nützlich war gestern. Im neuen MAN TGE darf Freude aufkommen. Sogar im harten Alltag. Weil auch ein Transporter mehr bewegen soll als nur Pakete, Werkzeug oder Menschen.



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Für MAN ist der leichte Laster Neuland. Mehr als 100 Jahre haben sie dort die dicken Dinger gebaut. Hinauf bis zu 44 Tonnen. Aber da war eben auch der Kundenwunsch nach flink und wendig. Und so haben sie im Konzern gemeinsam getüftelt. VW drängte mit dem Crafter nach oben, MAN erweitert mit dem baugleichen TGE sein Portfolio nach unten. Er wird bei den Münchnern aller Laster Anfang.

In die Quere wollen sie sich dabei nicht kommen. Schon, weil MAN den Lkw unter den Transportern bieten will. Mit dem Wissen um spezielle Aufbauten und einem riesigen Netz aus Werkstätten, Vor-Ort-Service und Notdienst rund um die Uhr. Wenn eben kein Irgendwie-Ersatz-Auto hilft, sondern nur die Blitz-Reparatur am Kühl-Aggregat.

Wie beim Crafter sind auch beim TGE aller guten Dinge drei: Es gibt Kasten, Kombi und Pritsche; drei Längen (5,99, 6,84 und 7,40 Meter), drei Dachhöhen (2,34, 2,58 und 2,80 Meter) und mit Front-, Heck- und Allradantrieb drei Konzepte. Bewegt wir alles von Diesel-Motoren, die zwischen 102 und 177 PS leisten. Und natürlich gibt es da noch die vielen Sonderlösungen für den Einsatz auf Baustellen, im Kommunalbetrieb oder mit Blaulicht.

Es fährt sich schick im TGE. Nicht nur wegen des modernen Cockpits, sondern vor allem, weil der Sitz zig-fach verstellbar ist, auf Wunsch mitschwingt oder den Rücken massiert. Dazu gibt es jede Menge Raum für Handy, Paketscanner, Laptop, Wasserflaschen, Kaffeebecher, Zollstock, Taschenlampe, Handschuhe und all die anderen Dinge, die man den Arbeitstag über eben so braucht. Auch an USB- und 12-Volt-Steckdosen herrscht kein Mangel.

Die Motoren, allesamt Zwei-Liter-Diesel mit SCR-Kat, machen ihren Job unaufgeregt und nur wenig hörbar. Für den innerstädtischen Lieferdienst tut’s sicherlich der schwächste, hat man Schweres oder Eiliges im Kreuz, darf’s gerne auch stärker sein. Die Kraft sortiert sich von Hand über sechs Gänge oder automatisch in acht Stufen. Die Federung ist zweckmäßig straff und erfreulich wankstabil. Am Ende sorgen die Fahrwerke schon fast für Pkw-Gefühl. Da macht dann sogar ein leichter Laster Lust.

Möglich wird das unter anderem auch, weil – erstmals in einem Transporter – die Servolenkung elektromechanisch arbeitet. Damit hält der TGE auf Wunsch ein Gespann stabil, findet in und aus Parklücken, bremst zur Not – und falls es stürmisch wird, hilft bei Kasten und Kombi der Seitenwind-Assistent. Ebenfalls im Angebot: Abstands-Tempomat, Rückfahrkamera und Sensoren, die warnen, bevor man sich hässliche Dellen in die lange Flanke fährt.

Mit Frontantrieb steckt der geräumigste TGE 18,4 Kubikmeter weg. Das entspricht sechs Euro-Paletten oder neun Roll-Containern – bei maximal vier Tonnen Zuladung. So viel darf auch der Allrad verfrachten. Heckgetrieben packt er sogar 5,5 Tonnen. Wichtig für Werkstattfahrzeuge und andere Schwerarbeiter: Per Nebenabtrieb lassen sich am Getriebe bis zu 40 kW Leistung abnehmen.

Preise nennt man in München nicht. Einen MAN kauft man schließlich nicht im Showroom, sondern maßgeschneidert. Der Kastenwagen mit 102 PS dürfte sich aber ab 28 730 Euro netto öffnen.

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Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
19. 05. 2017
19:45 Uhr

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Emotionen und Gemütszustände Frontantrieb MAN AG Nutzfahrzeuge Servolenkungen VW
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19. 05. 2017
19:45 Uhr



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