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Polo R5 – VW kehrt zurück in den Rallyesport

In den heiligen Hallen derer, die sich dem Motorsport verschrieben haben, wird fleißig hantiert und homologiert. Längst hat sich herumgesprochen, dass sich mit "R5"-Autos Geld verdienen lässt – Allrad-Fahrzeuge, die unterhalb der freizügigen WM-Boliden die zweite Ebene des weltweiten Rallyesports bilden: Vierzylinder-Turbo, maximal 1,62 Liter Hubraum, 1230 Kilo Mindestgewicht. Etwa 650 davon sind weltweit unterwegs.



 

Der Abstand der eher seriennahen Quertreiber nach ganz oben ist vom Weltverband FIA vorgeschrieben. Ein fahrfertiger R5 kostet um die 180 000 Euro, ein siegfähiger 230 000 Euro. Plus Mehrwertsteuer. Das ist viel Geld und trotzdem im Vergleich günstig. Ein WRC verschlingt locker das Dreifache. Damit die Kosten nicht ausufern, dürfen sich die R5-Hersteller generell innerhalb der Konzern-Regale bedienen.

Wie in der Serie sehen Skoda Fabia, Hyundai i20, Peugeot 208 oder Ford Fiesta im R5-Trimm aber dann doch nicht aus. Für breitere Räder braucht es wuchtigere Kotflügel, für mehr Luft größere Einlässe, für schnelleres Schalten ein sequenzielles Getriebe. Die Fahrgast-Zelle ist eine im Wortsinn. An die 40 Meter kunstvoll verschweißtes Stahlrohr, zwei Schalensitze, Gurte, Feuerlöscher – Komfort ist nun mal nicht die Kernkompetenz eines Rallyeautos.

Bislang ist der Skoda Fabia das Maß der Dinge. Aber es erwächst Konkurrenz. Bei der französischen Rallye du Var an diesem Wochenende geht erstmals ein Citroën C3 R5 als Vorauswagen an den Start. Das Vorgängerauto war nicht so erfolgreich wie gewünscht, entsprechend groß ist der Druck bei den Franzosen. Auch die malaiische Marke Proton will 2018 mit einem R5-Fahrzeug einsteigen. Der Iriz wurde in Großbritannien entwickelt und soll in Kürze die offiziellen FIA-Weihen erhalten.

Vor allem aber blicken alle nach Hannover. Denn mit VW-Motorsport tritt ein Team in der R5-Kategorie an, das bis zu seinem abrupten Ausstieg viermal in Folge die Rallye-WM nach Belieben dominierte. Die Mitbewerber ahnen nichts Gutes: Federführend bei der Entwicklung des Polo GTI R5 ist Technik-Chef François-Xavier Demaison – der Mann, der auch für den Polo WRC verantwortlich war. Das neue Auto zu schlagen, könnte hart werden.

Die Arbeiten bei VW laufen auf Hochtouren, erste Testfahrten sind noch in diesem Jahr auf dem konzerneigenen Testgelände Ehra-Lessien geplant. Danach muss sich der Renner auf Schotter und im Schnee beweisen. Die sportliche Premiere steht bereits fest: Unmittelbar nach der Homologation soll der 270 PS starke Polo R5 Mitte August 2018 bei der Rallye Deutschland über die Wertungsprüfungen jagen.

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Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
23. 11. 2017
19:00 Uhr

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23. 11. 2017
19:00 Uhr



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