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Opel: Neuer Schub für alte Garde

Fast hat man sich schon daran gewöhnt. Opel, das ist jetzt was mit Peugeot, Citroen und DS. Auf alle Fälle irgendwie französisch. Dabei vergisst man schnell, dass die mit dem Blitz so ein klein wenig auch noch amerikanisch sind.



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Schließlich wurden Bestseller wie Astra und Insignia zu einer Zeit entwickelt, da Opel noch zu General Motors gehörte. Bei allem Streben nach Zukunft – ein bisschen muss man sich in Rüsselsheim auch noch mit der Vergangenheit beschäftigen.

Und weil beide Modelle noch gar nicht so lange auf dem Markt sind, gilt es auch hier Entwicklungsarbeit zu leisten. Zumindest noch für die nächsten fünf, sechs Jahre. Wer würde schon in einem rollenden Museum unterwegs sein wollen?

Beim Astra etwa hat Opel die Motoren-Palette um einen neuen Top-Diesel erweitert. Mit SCR-Kat und selbstverständlich nach neuester Euro-Norm 6d-Temp. Über eine zweistufige Zwangsbeatmung setzt das 1,6-Liter-Aggregat muntere 150 PS frei, die dem Astra zu höchst gepflegtem Vortrieb verhelfen. Dabei muss man noch nicht mal kräftig treten – das maximale Drehmoment von 350 Nm lässt sich schon knapp über der Leerlaufdrehzahl abrufen.

Wer’s doch lieber sportlich schätzt – in geschmeidigen neun Sekunden ist man aus dem Stand beim Tempo 100, rauf geht’s zügig bis 225. Wem das im üblichen Straßenverkehr nicht reicht, der hat womöglich eine ganze Salve von Schüssen nicht gehört. Den neuen Bi-Turbo verbaut Opel im Fünftürer sowie im Sports Tourer. Ab 27 720 Euro ist man dabei

Zudem bietet der Astra jede Menge Fahr-Assistenz – vor allem aber ist er das erste Auto seiner Klasse, bei dem sich auf Wunsch LED-Matrix-Scheinwerfer ordern lassen. Das ist nächtens wie Fahren mit Dauer-Fernlicht. Nur dass die Strahlen, die andere blenden würden, gleichsam automatisch ausgeschnitten werden. Und vor jeder Menge Stauraum fährt man auch her. Der Sports Tourer packt bis zu 1630 Liter weg.

Auch dem Flaggschiff der Marke hat Opel ein neues Triebwerk spendiert. Der 1,6-Liter-Benziner (Foto) leistet 200 PS und verhilft dem Insignia zu souveränen Fahrleistungen. Zusammen mit dem schön gestuften Sechs-Gang-Schaltgetriebe starten die Preise bei 35 195 Euro. Allerdings ist die Sechs-Stufen-Automatik nicht nur aus Gründen der Bequemlichkeit eine Überlegung wert. Mit dabei ist dann nämlich das adaptive FlexRide-Fahrwerk. Es passt die Dämpfung in Sekundenbruchteilen an, lässt sich aber auch in den Stufen "Sport" oder "Tour" vorwählen.

Auch im Innenraum hat Opel noch einmal nachgelegt. Für alle Insignia-Modelle ist ab sofort das Infotainment-System der neuen Generation bestellbar. Beim Navi Pro stehen jetzt neben der Verkehrsführung auch vernetzte Dienste wie Parkmöglichkeiten oder Spritpreise in Echtzeit zur Verfügung. Und die Grafik ist deutlich schärfer geworden.

In Sachen Elektrifizierung indes ist die Zukunft eindeutig französisch. Bis 2020 will Opel vier E-Modelle einführen – darunter der neue Corsa, der in der kommenden Generation auch als reines Batterie-Fahrzeug zu haben sein wird, sowie der Grandland X als erster Plug-in-Hybrid der Marke. Bis Strom auch wirklich in jede Baureihe kommt, wird es wohl 2024 werden.

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Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
08. 11. 2018
17:30 Uhr

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