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Mitsubishi L200: Kerl mit Kante

Ginge es nach dem Anschein, man könnte bei jedem dritten Auto glauben, es tauge für eine mittelschwere Expedition. Dabei sehen die meisten Fahrer in einem bekiesten Parkplatz schon die abenteuerlichste aller Offroad-Aktivitäten.



Mitsubishi L200: Kerl mit Kante   » zu den Bildern

Was womöglich klüger ist, denn in tieferem Geläuf ist für Crossover und Co. schnell Ende Gelände. Oft genug ohne Allrad, selten mit wirklicher Bodenfreiheit – und wenn doch, ist das gute Stück meist viel zu schade. Also lieber gepflegt zu Kita, Supermarkt und vor die Oper, als mit verschränkten Achsen durch Kiesgruben, verwurzelte Waldpfade und Bachbette. An derlei Herausforderungen wagt man sich dann doch besser mit einem richtigen Raubein …

Für alle, die wirklich neben der Spur sein wollen oder müssen, bringt Mitsubishi seinen Pick-up L200 jetzt in sechster Generation. Stolze 5,30 Meter lang, mit wuchtiger Front "Dynamic-Shield", vier Zentimeter abgesenkter Haube, LED-Licht – und am kantigen Heck ragen die Rückleuchten nun bis Oberkante Klappe. Ein Design wie aus dem vollen Stück gefräst. Die Botschaft: Hier steht ein Typ fürs Grobe.

Was nicht verwundert: Nur etwa jeder zehnte L200 wird privat bewegt, alle anderen verrichten irgendwo einen harten Job. Robust und zuverlässig kommt man da traditionell weiter als mit dem geschmeidigen Auftritt. Ein Motor, zwei Kabinen – das muss reichen. Die Version "Club Cab" mit 2+2-Sitzen (ab 29 690 Euro) gibt es ausschließlich mit Handschaltung, die fünfsitzige Doppelkabine (ab 31 490 Euro) auch mit Sechs-Stufen-Wandler. Wer’s richtig kommod schätzt. In der Top-Variante (ab 43 390 Euro) bietet der L200 sogar Lederausstattung samt elektrischer Sitzverstellung, beheizbares Lenkrad und eine Kamerasicht aus der Vogelperspektive.

Je nach Ausstattung warnen Assistenten vor toten Winkeln, helfen beim Parken und bremsen zur Not. Wem da bereits die Weichspülung des rustikalen Japaners schwant – keine Sorge: Achtern bleibt’s bei blattgefederter Starrachse und ordentlich Nutzlast. Auf die 1,47 Meter breite und mindestens 1,52 Meter tiefe Ladefläche darf gut eine Tonne, an den Haken ein Hänger bis 3,1 Tonnen. Das ESP ist für alle Fälle vorbereitet. Apropos: Die Bremsen vorne hat Mitsubishi größer dimensioniert, hinten aber blieb’s bei den etwas altmodischen Trommeln.

Der 2,2-Liter-Turbodiesel mit 150 PS und 400 Nm erfüllt nicht nur die aktuell schärfste Norm, er bewegt das gut zwei Tonnen schwere Gefährt auch ordentlich. Insgesamt schlägt sich der L200 auf der Straße höchst achtbar und gerät dank präziser Lenkung und straffer Abstimmung auch in schnellen Kurven kaum aus dem Lot. Erfreulich: Trotz drei Metern Radstand braucht man für eine 180-Grad-Wende nur 11,80 Meter Raum.

Abseits des Asphalts allerdings liegt das wahre Terrain des L200. Sperrbare Hinterachse und zuschaltbarer Allradantrieb sind Serie, ab der Ausstattung "Plus" gibt’s zusätzlich Bergabfahrhilfe, Gelände-Untersetzung und eine Sperre fürs Mitteldifferenzial. Da wühlt der Schlechtwegerich dann, dass es eine Freude ist. Einfach Gas geben – fertig ist der Vortrieb. Bei 20 Zentimetern Bodenfreiheit und 50 Zentimetern Wat-Tiefe ist man sogar fürs Gröbste gerüstet. Zumal man einstellen kann, ob man auf Sand, Schotter, Schnee oder Geröll unterwegs ist.

Über Gefährte im Offroad-Look kann man da nur milde lächeln.

Autor

Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
11. 10. 2019
11:11 Uhr

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11. 10. 2019
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