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Manta, Manta: Der Kult-Rochen von Opel wird 50

Namen aus der Fauna sind Ende der 1960er tierisch in Mode. Vor allem in Amerika. Auf den Straßen fahren Mustang, Cobra, Spider und Stingray. Da will Opel bei seinem Konkurrenzmodell zum Ford Capri (Insel - wie langweilig, so heißt auch Westdeutschlands billigstes Wassereis am Stiel) nicht nachstehen und klebt 1970 der Coupé-Version des Ascona einen silbernen Rochen an die Kotflügel: Die Geburtsstunde des Manta.



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Für Opel in doppelter Hinsicht eine Premiere. "Das Auto, das wir Ihnen heute präsentieren, stempelt kein anderes Modell zum alten Eisen, sondern gesellt sich zu unserem bisherigen Programm als wirkungsvolle Ergänzung und zur Deckung eines neu entstandenen Bedarfs", heißt es im Pressetext von damals.

Eine kluge Entscheidung. Familientaugliche Coupés liegen im Trend, schon im ersten vollen Verkaufsjahr 1971 setzt Opel vom Manta 56 200 Exemplare allein in Deutschland ab, bis 1984 sollen es weltweit knapp eine halbe Million werden. Ein 1,6-Liter-Motor mobilisiert 68 PS – in der S-Ausführung sogar 80. Später kommt noch der 1,9-Liter aus dem Opel Rekord mit 90 PS.

Mit dem Berlinetta ergänzt eine luxuriöse Variante das Programm – mit heizbarer Heckscheibe, Halogen-Licht und Vinyldach. Basis für den späteren Kult-Status aber ist der Manta SR: Neben kürzerer Übersetzung, mattschwarzer Motorhaube und Rallyestreifen sind ein Drehzahlmesser sowie eine Konsole mit Uhr, Amperemeter und Öldruck-Anzeige an Bord.

Im März 1974 erscheint das Topmodell GT/E, dessen 1,9-Liter-Einspritzer 105 PS leistet. Wegen der nur einjährigen Bauzeit werden lediglich 5252 Stück verkauft – für 12 500 D-Mark. Ein letztes Sondermodell "Black Magic" läuft in schwarzer Lackierung mit orange und roten Zierstreifen vom Band.

Fünf Jahre nach der Premiere debütiert mit dem Manta B der nächste Teufelsrochen – als Coupé mit Stufenheck und später auch als Combi-Coupé CC mit Fließheck und großer Heckklappe. Die Leistungsspanne liegt zunächst zwischen 55 und 144 PS.

Schnell entwickelt sich das Modell zum Tuning-Objekt schlechthin. Stärkster und seltenster Vertreter der Baureihe ist der 1981 vorgestellte Manta 400. Scheibenbremsen (vorne innenbelüftet) und ein Sperrdifferential gehören zum Lieferumfang. Serienmäßig leistet der 2,4-Liter-Vierventiler 144 PS, je nach Ausbaustufe sind es im Rallye-Trimm bis zu 272. Bis 1984 entstehen 245 Exemplare.

Einen Rekord hält der Manta B bis heute: Kein anderes Modell mit dem Blitz bleibt länger unverändert. Von 1975 bis 1988 verlassen rund 557 000 Modelle die Hallen – dann macht der Rochen Platz für den Calibra.

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Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
27. 07. 2020
23:03 Uhr

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Veröffentlicht am:
27. 07. 2020
23:03 Uhr



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