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Lexus UX: Voll auf Zack

Womöglich kommt beim Anblick des neuen UX auch ein paar Leuten von Lexus der Helm eines Samurai in den Sinn. Offiziell jedoch soll dessen wie mit einem Schwert gezeichnete Front rein gar nicht an einen edlen japanischen Krieger erinnern, sondern für Diabolo stehen.



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Worunter man das seiltanzende Spielgerät vermuten kann, ein Luftpistolen-Projektil – aber eben auch den Fürsten der Finsternis. Beelzebubs höllenfeuriger Dreizack jedenfalls könnte kaum teuflischer aussehen, was der Bezeichnung Grill nicht nur optisch eine neue Dimension bescheren würde.

Am Heck geht’s ebenso kantig zu. Sogar die Rückleuchten des Kompakt-SUV tragen stolz Finne – der Aerodynamik wegen. Davon abgesehen gibt sich der "urbane Eroberer" von Toyotas Nobel-Marke höchst unsatanisch. Vorne thront man erhaben wie der Tenno. In schicken Sitzen eingefasst hinter einem auf den Fahrer zugezirkelten Cockpit und umgeben von fernöstlichem Feinsinn. Auch hinten herrscht auskömmlich Raum, die Klima-Luft strömt geruchsfrei, und für satt ins Schloss fallende Türen bemühen sie bei Lexus kunsthandwerkliche Takumi-Meister. Warum sollte nicht auch im Auto gelten, was die Japaner Omotenashi nennen: Gastfreundschaft?

Schließlich ist der UX für entspanntes Fortkommen gedacht. Akzeleriert wird er als 250h darum von einem Hybrid-Antrieb. Dem Zwei-Liter-Benziner (152 PS) verhilft ein Motor mit Wicklung zu insgesamt 184 PS. Allerdings beschränkt sich die reine Elektro-Fahrt auf zwei bis 3 Kilometer, weil sich die Japaner für eine Stecker-Version nicht erwärmen können. Dauerhaft Sprit gespart werde mit klassischen Hybriden, heißt es bei Lexus – nicht mit Plug-In-Technologie.

Gepaart ist das Doppelherz-Mobil mit einem stufenlosen CVT-Getriebe, das wunderbar sanft sortiert, vom Spurten aber eher wenig hält. Immerhin reicht es bei gut 1,6 Tonnen Leergewicht für Tempo 100 in 8,5 Sekunden. Eine Allrad-Version ist im Angebot, der hintere E-Motor sorgt indes nur für Traktion beim Anfahren und Stabilität bei plötzlichem Ungemach. Zu dauerhafter Arbeit im Gelände ist er nicht gedacht.

Während die Lenkung höchst präzise reagiert, ist auch beim Fahrwerk Komfort der Maßstab. Für Freunde der strafferen Abstimmung hält die Version "F Sport" nicht nur optische Reize bereit, sondern auch härtere Federbeine samt 18-Zöllern. Wer es – entgegen den Zeichen der Zeit – doch lieber stromlos schätzt, kann den UX 200 mit einem 171-PS-Beziner ordern. Kleines Bonbon in Sachen Vortrieb: Der erste Gang ist dort mechanisch übersetzt, erst danach geht’s per Gliederkette weiter.

Das bessere Paket liefern die Hybriden. Schon weil sie nicht zu unnötiger Eile verleiten – bei Tempo 177 wird sowieso abgeregelt. Dann lieber die himmlische Ruhe genießen und bestens geschirmt gegen den Lärm der Straße dahingleiten. Behütet von diversen Assistenten. Bereits ab Werk bremst der UX 250h bei Gefahr, hält artig Spur, Tempo und Abstand, erkennt Radfahrer am Tag – und Fußgänger sogar bei Nacht.

Vom 16. März an steht der UX im Schaufenster. Ab 33 950 Euro ist man dabei, Hybrid kostet ab 35 900 Euro, Allrad ab 39 200 Euro. In der Top-Ausstattung "Luxury Line" indes steht dann schon eine Fünf vorne.

So oder so bekommt man serienmäßig eine ordentliche Portion Exklusivität. Die anderen müssen also nicht ständig das Gefühl haben, womöglich sei doch der Teufel hinter ihnen her.

Autor

Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
28. 02. 2019
18:15 Uhr

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