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Leuchter steigt mit dem Golf GTI in die Top-Liga WTCR auf



Leuchter steigt mit dem Golf GTI in die Top-Liga WTCR auf  

Für Fans der Rallycross-WM sind es aktuell schwere Zeiten. Titelträger VW hat wie andere Hersteller den Ausstieg aus der WRX-Serie erklärt, der für 2021 geplante Neustart mit E-Autos steht in den Sternen, und der deutsche Veranstalter am Estering hat 2019 freiwillig auf das WM-Prädikat verzichtet.

Trotzdem gibt es in dem Trauer-Szenario auch Gewinner: VW etwa verfügt plötzlich über freie Renningenieure, deren Kompetenz man im Tourenwagen-Cup TCR bestens gebrauchen kann. Denn sehr frei nach Hildegard Knefs bekanntem Lied wird der alte Golf langsam grau. Und auf der Piste ist es wie im Leben: Irgendwann drängen Jüngere nach vorne.

Unbestritten sind die Meriten des Golf. Er ist das erfolgreichste Auto der TCR-Serie. Die ist seit 2015 weltweit auf dem Vormarsch. Vier Türen, zwei Liter Hubraum, Frontantrieb. Den Rest regelt die "Balance of Performance". Zwei halbstündige Rennen pro Wochenende: Wer im ersten siegt, muss im zweiten zuladen oder Leistung drosseln. Das sorgt für Spannung.

Alles wie gemacht für den GTI. Basis-Aggregat, Lader vom Golf R dazu, dicke Backen, große Bremse, Käfig, fertig. Gleich in seiner Premieren-Saison 2016 feierte der 330 PS starke Debütant den Titel. Auch 2017 hieß das Siegerauto – mittlerweile auf 350 PS erstarkt: Golf TCR. So hätte es aus Sicht von VW gerne weitergehen dürfen. Dummerweise ist kaum etwas im Motorsport so alt wie das Auto des Vorjahres.

Und so siegte 2018 im Weltcup WTCR der Hyundai i30N. Der Wagen ist neuer – vor allem aber gezielter auf den Renneinsatz hin entwickelt als der Großserien-Golf. Pikant: Ausgerechnet das mit VW so erfolgreiche Engstler-Team holte sich Anfang der Saison zwei der babyblau lackierten Koreaner in den Fuhrpark. Aus Sicht von VW die Schattenseiten des Kundensports. Rennställe kaufen eben, was gerade siegfähig erscheint.

Der Golf TCR muss auch 2019 noch in der aktuellen Ausbaustufe verbleiben. So schreibt es – aus Kostengründen – das Reglement vor. 2020 aber wird VW den brandneuen Golf 8 GTI auf die Räder stellen. Auch wieder als TCR-Auto. Und dann sind es die anderen, die mit dem Alter zu kämpfen haben…

Trotzdem will VW im letzten Jahr der Homologation sowohl in der deutschen Serie wie in der WTCR auf Augenhöhe kämpfen. Mit dem Plus an Personal und dem WRX-Budget stehen die Chancen nicht schlecht. Vor allem aber wird zum Saison-Auftakt am
6./7. April in Marrakesch ein deutscher Fahrer im VW-Quartett sein. Benjamin Leuchter (Foto) wechselt aus der TCR Germany in die Top-Liga. Der 31-Jährige zählt seit Jahren zur VW-Familie und hat an der Entwicklung des Golf TCR von Beginn an mitgearbeitet.

Mit im Team von Sébastien Loeb Racing, das die Einsätze koordiniert, sind der Marokkaner Mehdi Bennani, der Brite Rob Huff und der Schwede Johan Kristoffersson. Der war 2017 und 2018 Weltmeister – im Rallycross.

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Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
22. 02. 2019
11:00 Uhr

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Automobil- und Rennsport Frontantrieb Hyundai Sébastien Loeb VW
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22. 02. 2019
11:00 Uhr



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