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Kia Picanto: Zwerg Tigernase holt tief Luft

Er ist der Flotte unter den Flitzern. Freund aller Pizza-Kuriere und Altenpflegerinnen. Zu Hause tief in der City. Da, wo die Wege eng und die Lücken klein sind. Das soll sein Revier auch bleiben, nur besser aussehen soll er dabei ...



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Für die dritte Generation hat Kia seinem Zwerg eine neue Tigernase modelliert, vor allem aber Chic verpasst. Ganz ohne Scheu soll der Picanto ein wenig nach oben schielen.

Tief Luft geholt hat er schon: Bei gleich gebliebenen Abmessungen gibt es dank längerem Radstand mehr Platz. Und zwar für Lasten wie für Leute. Vorne sitzt man im 3,60 Meter kurze Picanto höchst komfortabel, hinten zumindest dann, wenn man nicht mehr als 1,80 Meter misst. Der Laderaum steckt spitzenmäßige 255 Liter weg, umgeklappt gar mehr als einen Kubikmeter – bei ebenem Boden.

Und nach Luft giert Kias Kleinster weiter. Ein für City-Cars gewaltiger Kühl-Einlass lässt ihn zusammen mit den stechenden Scheinwerfer-Augen sportlich-aggressiv dreinblicken. Kein Zweifel: Da nimmt jemand die Konkurrenz ins Visier. Weiteres Indiz: Einen Notbrems-Assistenten, verschiebbare Mittelarm-Lehne und beheiztes Lenkrad gibt es als Sonderausstattung – an der Auto-Basis alles nicht selbstverständlich.

Edlen Luxus indes darf man zwar nicht erwarten, dafür wird im preislich hart umkämpften A-Segment viel zu genau kalkuliert. Dennoch wirkt der Innenraum schick und alles andere als hartplastikbieder. Dafür sorgt eine pfiffig genarbte Oberfläche, die das komplette Armaturenbrett aussehen lässt, als sei es weich umschäumt. Sogar ein mehrseitig beleuchteter Theater-Spiegel verbirgt sich in der linken Sonnenblende. Immerhin sitzen in knapp zwei von drei Picantos Frauen am Steuer.

Basis-Triebwerk ist ein Ein-Liter-Benziner mit 67 PS. Der schnurrt für einen Dreizylinder angenehm ruhig, ist allerdings eher eine Empfehlung für vorrangig Stadt. Jenseits des Ortsschildes fehlt ihm ein wenig der Schwung. Wer also auch gerne mal über Land fährt, ist mit dem 1,2-Liter-Vierzylinder und 84 PS sicher besser bedient. Der kommt zügig voran und kann auch im normalen Autobahnverkehr prima mithalten. Die 0,2 Liter Mehrverbrauch sind für das Plus an Fahrspaß gut investiert. Für noch zügigeres Fortkommen bietet Kia ab Herbst einen Ein-Liter-Turbo mit 100 PS – das Stärkste, was je im Picanto verbaut wurde.

Serienmäßig fährt Zwerg Tigernase mit einem Fünf-Gang-Schaltgetriebe, für den 1,2-Liter gibt’s auf Wunsch auch eine Vier-Stufen-Automatik. Das Fahrwerk ist eher komfortabel abgestimmt, kommt aber auch mit schnelleren Kurvenfolgen sehr gut klar und wählt erst erfreulich spät den wimmernden Weg Richtung Bogenausgang.

Die neue Lenkung macht den Picanto wendiger. Für den auf 9,40 Meter geschrumpften Wendekreis des Knirpses sind nur mehr 2,8 Umdrehungen nötig. Es dürfte allerdings gerne noch etwas direkter gehen. Erfreulich für Englücken-Parker: Eine Rückfahr-Kamera gibt’s auf Wunsch auch – allerdings nur im Paket mit dem Navigationssystem.

In der Basisversion startet Kias Jüngster bei 9990 Euro. Klingt nach der üblichen Hommage an den Komfort-Verzicht, erweist sich aber als völlig ausreichend, wenn man Klimaanlage (890 Euro) und Notbremse (590 Euro) zubucht. Picanto "mit allem" bietet die GT-Line für 14 990 Euro. Auch das ist noch kein Vermögen. Und das Beste zum Schluss: Auch auf den Picanto gibt Kia eine Hersteller-Garantie von sieben Jahren (oder 150 000 Kilometer). Für einen Zwerg ist das echt riesig.

Autor

Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
07. 04. 2017
11:45 Uhr

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07. 04. 2017
11:45 Uhr



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