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Ford "Active": Trio mit vier Backen

Wer auf flach steht und klassisch schlank, hat es derzeit nicht leicht beim Autokauf. Der Trend nämlich macht einen auf Hochsitz und dicke Backen. Was mindestens so aussieht, als könne man vom Fleck weg zu einer Expedition aufbrechen, liegt in der Käufergunst weiter vorne denn je.



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Bei Ford haben sie das natürlich registriert und zu den üblichen SUV die "Active"-Versionen der Straßenmodelle gestellt – mehr Luft nach unten, die Radläufe kunststoffbeplankt, Dachreling und ein Hauch von Unterfahrschutz. Den Anfang machte Anfang des Jahres der Fiesta, bald darauf stieß unterhalb der kleine Ka+ dazu, und seit wenigen Tagen ziehen sie im Werk Saarlouis auch dem neuen Focus die Federbeine lang.

Das reicht natürlich im Ernstfall nicht, um ungestüm vom rechten Weg abzukommen, aber dafür sieht das erhabene Trio in seinem Abenteuer-Look richtig schick aus – und eben nicht so, als habe man ihm nur schnell ein Outdoor-Jäckchen übergeworfen. In Sachen Design haben sie bei Ford gerade ein glückliches Händchen.

Unterm Blech wartet ohnehin mehrfach Preisgekröntes. Der 1,2-Liter-Dreizylinder im Ka+ Active leistet wahlweise maue 70 oder auskömmliche 85 PS – und erstmals spendiert Ford seinem Kleinsten auch einen 1,5-Liter-Turbodiesel mit souveränen 95 PS. Das Fahrwerk bleibt trotz 15-Zöllern und spezieller Abstimmung für Europa sehr weich, dafür gibt’s schicke Sitze mit Ziernähten, schwarzen Himmel – und extra dicke Türdichtungen lassen den Lärm da, wo er hingehört: draußen. Der Preis startet bei 13 490 Euro.

Beim Fiesta Active tun Drei-Zylinder Dienst, die aus dem Hubraum einer Milchtüte 85, 100, 120 und 140 PS anreichen. Vor allem die beiden Top-Versionen zeigen sich überaus spritzig, holen zu Beginn des Vortriebs nur kurz Luft und werden auch jenseits von 3000 Umdrehungen akustisch nicht aufdringlich. Für die kleiner werdende Schar der Diesel-Anhänger hält Ford immerhin noch Vierzylinder mit 85 und 120 PS bereit.

Ausgezeichnet gelungen ist das Fahrwerk. Mit geänderter Achsgeometrie lässt sich der Fiesta Active schön auf Kurs trimmen. Für den Fall, dass man tatsächlich mal neben der Spur sein muss, hilft ein "Rutschig"-Modus bei der Suche nach Grip. Der Frachtraum ist mit 311 Litern nicht üppig, bei umgeklappter Rücklehne lässt sich aber immerhin ein guter Kubikmeter wegpacken.

Die Spur hält der Fiesta Active ab Werk, den Rest kann man zu fairen Preise zubuchen. Für maximal 600 Euro etwa bewahrt er Tempo und Abstand, erkennt Fußgänger, Verkehrszeichen sowie müde Lider – und zur Not bremst er auch. Für etwas mehr äugt er obendrein in Querverkehr und tote Winkel. Der Einstieg beginnt samt schickem Sportgestühl bei verlockenden 17 950 Euro. Wer aber Fahrfreude auf dem Zettel hat, sollte ab 19 150 Euro kalkulieren.

Richtig komfortabel wird’s beim Focus Active. Er bietet Benziner von 125 bis 182 PS sowie zwei Diesel mit 120 und 150 PS. Üppige Assistenz, Konnektivität 18-Zöller und Angenehmes mehr lassen sich ebenfalls ordern. Und wer Sperriges zu transportieren hat – als Kombi-Version Turnier packt der Schlechtwegerich fast 1,7 Kubikmeter weg. Los geht’s bei 25 300 Euro, Marktstart ist Anfang kommenden Jahres.

Wer gepflegten Vortrieb schätzt, sollte nicht ganz unten einsteigen. Das Plus an Leistung lässt sich dann nämlich auch per überaus sanfter Acht-Stufen-Automatik sortieren. Zusätzlich zu den serienmäßigen Fahrmodi "Normal", "Sport" und "Eco" gibt’s im Active noch die "Rutschig"-Variante wie im Fiesta sowie eine Extra-Einstellung für Matsch oder Feldwege.

Wäre ja auch jammerschade, einen Active nur auf Asphalt zu fahren…

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Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
29. 11. 2018
17:45 Uhr

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