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Der Coupé-Coup: Hyundai i30 jetzt auch als Fastback

Es ist nicht lange her, da fiel einem bei Hyundai billig ein - und fünf Jahre Garantie. Das fanden die Koreaner gut, mittlerweile aber wollen sie mit ihren Autos - und besonders dem i30 - auch das Herz treffen. Technisch haben sie das mit dem 275 PS starken i30 N eindrücklich unter Beweis gestellt - das Signal in Sachen Anblick folgt jetzt: ein schneidiger Fünftürer mit Coupé-Linie. Eine Premiere bei den Kompakten.



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Eigentlich führt das ein wenig in die Irre. Schließlich bedeutet "Coupé" etwas Abgeschnittenes. Die brutale Verkürzung dessen, was vorher irgendwie zu lang war. Gemeint hingegen ist sportliche Eleganz mit Schräge. Etwas Feines demnach. Und so schwingt sich der i30 Fastback zum elegantesten Modell der Baureihe auf. Duckt sich drei Zentimeter tiefer, zieht sich dafür aber achtern zwölf Zentimeter auf 4,45 Meter – und zum Glück auch wuchtig in die Breite. Da ist dem Team um Chef-Designer Thomas Bürkle ein echter Coup gelungen.

Innen wartet Hyundais Schickster mit guter Verarbeitung und ordentlich Platz auf. Sofern man da sitzt, wo ein Coupé den meisten Spaß macht: vorne. In zweiter Reihe sind Passagiere unterhalb von 1,80 Meter klar im Vorteil. Eine kühne Linie fordert eben auch Opfer. Immerhin reicht es für sehr ordentliche 450 bis 1351 Liter im Gepäckabteil.

Für Vorschub sorgen zwei Benziner. Vorerst. Ein Drei-Zylinder mit dem Hubraum dreier Bierdosen setzt 120 PS frei. Ordentlich, mit nur kurzem Luftholen des Laders und, dank guter Dämmung, auch jenseits von 3000 Umdrehungen nicht aufdringlich. Eine Brennkammer zusätzlich, 20 PS plus und deutlich mehr Geschmeidigkeit liefert der 1,4-Liter-Turbo. Die 900 Euro Aufpreis ist der Fahrspaß allemal wert.

Die sechs Gänge lassen sich gewohnt exakt sortieren, und auch die für den großen Motor alternative Sieben-Gang-Doppelkupplung macht ihren Job gut. Die größten Stärken aber zeigt der i30 Fastback im Handling. Steifes Chassis, straffe Dämpfer, bis zu 18 Zoll große Räder, eine schön direkte Lenkung und ein nicht zu sensibles ESP lassen selbst schnelle Kurven erfreulich entspannt durcheilen. Das hat was.

Zum guten Gefühl trägt bei, dass der i30 Fastback ab Werk automatisch die Spur im Blick hat, über die Aufmerksamkeit des Fahrers wacht und zur Not auch bremst. Je nach Ausstattung oder gegen Aufpreis erkennt er zudem Fußgänger und Verkehrszeichen und wahrt artig Tempo und Abstand. Für ein paar Sekunden rollt er sogar teilautonom dahin und hält sich mittig in der Bahn. Das ist in diesem Segment schon eine Ansage.

Die Türen öffnen sich ab 22 200 Euro, doch womöglich könnte sich ein klein wenig Warten auf den Sommer auszahlen. Freunde des Diesels bekommen dann einen Selbstzünder mit 136 PS, alle anderen den i30 Fastback N – die Verschmelzung aus Kraft und Form, aus 250 PS und Coupé. Ein echtes Dach-Geschoss.

Autor

Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
02. 02. 2018
13:30 Uhr

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02. 02. 2018
13:30 Uhr



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