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Das Helferlein: Toyota Proace City

Natürlich stammt die Idee aus Vor-Corona-Zeiten - doch die akute Zunahme des innerstädtischen Lieferverkehrs dürfte Toyota mit Freude sehen.



Toyota Proace City   » zu den Bildern

Wollen die Japaner doch verstärkt bei leichten Nutzfahrzeugen einsteigen. Drei von vier gewerblichen, so ihre Ermittlungen, haben weniger als 2,8 Tonnen. Neben dem rustikalen Pick-up Hilux und dem Proace Mittelklasse-Transporter zielt der Proace City deshalb auf jene, die in Sachen Last und Leute auf einen Hochraum-Kombi schwören.

Das Projekt ist eine Kooperation. Basis ist der Malocher im PSA-Konzern: Freund all derer, die ordentlich was zu packen haben, aber noch keinen Bus brauchen. Als Peugeot Partner, Citroën Berlingo und Opel Combo firmieren die Nützlinge dort seit vielen Jahren. Nun kommt also noch ein japanischer Ableger dazu.

Besonders hat Toyota Handwerker, Lieferanten und Selbstständige im Auge. Und weil bei diesem Publikum die Ansprüche unterschiedlicher kaum sein können, ist das Platz-Konzert entsprechend vielstimmig. Je nach Bedarf kommt der Proace City mit zwei Längen (4,40 und 4,75 Meter). Als Kastenwagen oder Van mit Seitenscheiben. Bepackt wird über seitliche Schiebe-Einlässe sowie Klappe oder Türen am Heck. Wer’s nicht ganz so karg schätzt oder einen Shuttle-Dienst unterhält – als "Verso" gibt es eine Velour-Version mit bis zu sieben Sitzen in beiden Längen.

Bei maximal einer Tonne Zuladung lassen sich zwischen 3,3 und 3,9 Kubikmeter Fracht transportieren – und sogar der kurze Proace City fasst zwei Europaletten. Besonders pfiffig: Entscheidet man sich vorne für die klappbare Dreier-Sitzbank, lässt sich am Rande Sperriges wie Leitern oder Rohre bis 2,70 Meter (Langversion: 3,05 Meter) verstauen. Weiterer Vorteil: Der mittlere Sitz verwandelt sich per Drehen zur Arbeitsfläche. In jedem Fall wartet das Cockpit mit diversen Ablagemöglichkeiten auf – von Münzfach und Cupholdern bis zur 15-Liter-Box in der Mittelkonsole.

Wie schon bei den Brüdern im Busse schlagen unter der Haube des Proace City französische Herzen. Zur Wahl stehen ein Dreizylinder-Benziner mit 110 PS sowie ein 1,5 Liter-Diesel mit 75, 102 und 130 PS. Wichtig für die Wartung: Die Selbstzünder müssen nur alle 40 000 Kilometer zum Kundendienst, der Benziner alle 20 000.

Innerorts kommt man mit den kleinen Triebwerken durchaus gut voran, wer jedoch öfters zügig fährt oder gerne mal mit voller Hütte, sollte sich weiter oben orientieren – schließlich sind schon leer gut 1,4 Tonnen zu bewegen. Vorteil des Top-Modells: Hier gibt es sechs statt fünf Gänge, wahlweise eine höchst angenehme Acht-Stufen-Automatik. Und damit auf der Baustelle nichts schieffährt, lässt sich die Traktionskontrolle auf Wunsch auch für Matsch oder Sand einstellen – nur Allrad ist nicht im Angebot.

Los geht’s bei 19 301 Euro (netto 16 220 Euro). Bestseller dürfte die Variante "Duty Comfort" mit Klimaanlage und zweiter Schiebetür werden, (netto ab 19 765 Euro). Mit dabei ist dann ein Beladungssensor, der anzeigt, wenn 90 Prozent des Gewichtslimits erreicht sind. Je nach Ausstattung lassen sich bis zu 1,5 Tonnen achtern an den Haken nehmen.

Schon ab Werk hält der Proace City die Spur, erkennt Fußgänger und bremst bei Gefahr. Darüber hinaus ist gegen Aufpreis allerlei Annehmliches im Angebot wie etwa Rückfahrkamera, Abstandstempomat, Parkassistent sowie seitliche Sensoren, die warnen, bevor man sich hässliche Dellen in die Flanke fährt. Der Berufsalltag kann schließlich hart sein.

Autor

Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
23. 05. 2020
11:15 Uhr

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