Lade Login-Box.
Topthemen: Gebietsreform: Das ändert sich in SüdthüringenMobilität und EnergieFußball-Tabellen

 

Bei Cannabiskonsum droht immer Führerscheinverlust

Cannabis macht fahruntüchtig. Deshalb droht Autofahrern, die die Droge konsumiert haben, der Führerscheinentzug. Ist die Fahrerlaubnisbehörde bereits informiert, lässt sich die Strafe nicht mehr abwenden.



Cannabis
Wer Cannabis raucht, sollte sich anschließend nicht hinters Steuer setzen. Bestraft wird das Vergehen in der Regel mit dem Entzug der Fahrerlaubnis.   Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Wer Drogen wie Cannabis nimmt und sich ans Steuer setzt, muss in der Regel nicht nur mit Strafen und Fahrverbot, sondern später meist auch noch mit Entzug der Fahrerlaubnis rechnen.

Macht der Betroffene geltend, das Regelfahrverbot stelle für ihn eine besondere persönliche wirtschaftliche Härte dar, so kann der darauf gestützte Einspruch nicht allein mit dem Argument abgelehnt werden, die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungslage sei gut. Das geht aus einem Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Bamberg hervor, auf das der ADAC hinweist (Az.: 3 Ss OWi 980/18).

Wegen einer Autofahrt unter der Wirkung von Cannabis sollte ein Mann ein Bußgeld von 500 Euro zahlen und bekam zusätzlich ein einmonatiges Fahrverbot. Er legte gegen das Fahrverbot Einspruch ein. Der Getränkeausfahrer würde seinen Job deswegen verlieren. Doch das Gericht sah darin keine besondere Härte. Es sei bei günstiger Arbeitsmarktlage unproblematisch, einen vergleichbaren Job zu finden.

Das OLG wies den Fall zur erneuten Verhandlung an das Amtsgericht zurück. Denn die Argumentation zur Arbeitsprognose sei eine bloße Vermutung. Das Gericht müsse unter anderem konkrete Tatsachen feststellen, dass der Betroffene eine neue Arbeit in Aussicht hat. Die allgemein gute Beschäftigungslage reicht als Argument nicht aus.

Die Fahrerlaubnis dürfte der Mann später aber dennoch verlieren. Denn wie die Rechtsabteilung des ADAC mitteilt, werden rechtskräftige Entscheidungen bei Drogenkonsum der Fahrerlaubnisbehörde mitgeteilt. Eine Entziehung der Fahrerlaubnis droht. Die Fahreignung muss bei gelegentlichem Konsum durch eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) nachgewiesen werden.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
28. 09. 2018
04:54 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
ADAC Arbeitsmarktsituation Autofahrer Fahrverbote Führerschein Marihuana Oberlandesgericht Bamberg
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Oberlandesgericht Bamberg

27.04.2018

Innerorts vor Steigung zu schnell überholt: Fahrverbot gilt

In einer Ortschaft dürfen Autofahrer vor einer Steigung nicht zu schnell überholen. Wer dagegen verstößt, riskiert ein Fahrverbot. In einem Fall konnten selbst plausible Argumente die Sperre nicht verhindern. » mehr

Rote Ampel

01.02.2019

Von Fußballübertragung abgelenkt und bei Rot mitgezogen

Das Überfahren einer roten Ampel kann mit einem Fahrverbot geahndet werden - vor allem wenn man durch sein Radio abgelenkt war und deshalb einen Unfall verursacht hat. Auch eine Berufung auf den sogenannten Mitzieheffekt... » mehr

Raser auf der Autobahn

16.03.2018

Raser-Fahrverbot bleibt trotz freiwilliger Schulung bestehen

Auf viele Verkehrsverstoße droht lediglich ein Bußgeld. Auf überhöhte Geschwindigkeit kann aber ein Fahrverbot folgen. Wurde es einmal verhängt, haben es Raser schwer, die Strafe noch zu verhindern. Eine freiwillige Schu... » mehr

Mobiles Halteverbotsschild

26.04.2019

Fahrer muss Umgebung auf mobile Halteverbotsschilder prüfen

Um mobile Halteverbotsschilder gibt es immer wieder Streit. Wer ein Ticket erhält oder sogar Abschleppkosten zahlen muss, bezweifelt manchmal, dass sich das Schild in Sichtweite befand. Auch das Verwaltungsgericht Koblen... » mehr

Blinker setzen

29.03.2019

Abbiegender Vordermann muss alleine haften

Im Straßenverkehr muss man vor dem Abbiegen blinken. Das weiß jeder Autofahrer. Doch wer haftet, wenn dies nicht rechtzeitig geschieht? » mehr

Rotlicht

26.01.2018

Rotlichtverstoß an sich hebenden Bahnschranken

Am Bahnübergang zu warten, ist lästig. Deswegen fahren manche schon dann drüber, wenn sich die Schranken erst zu heben beginnen. Das ist zwar trotzdem ein Rotlichtverstoß, doch die Verkehrssünder kommen besser weg. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
28. 09. 2018
04:54 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".