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So wechseln Sie auf Winterräder

Der Oktober läutet klassischerweise die Winterreifensaison ein. Mit ein wenig Geschick und dem richtigen Werkzeug können Autofahrer die Räder auch in Eigenregie tauschen. Doch Vorsicht ist oberstes Gebot.



Winterreifen selber wechseln
Wechselballett für winterliche Reifen: Vier mal Beinchen hoch, Rädertausch und wieder runter.   Foto: Bodo Marks/dpa-tmn

Die Winterräder selbst zu montieren ist kein Hexenwerk. Aber Sicherheit geht vor und richtiges Werkzeug darf auch nicht fehlen. So sollten ein Drehmomentschlüssel, ein Radkreuz und besser ein sogenannter Rangierwagenheber parat sein, rät der Auto Club Europa (ACE). Der Wagenheber aus dem Bordwerkzeug ist nur ein Notbehelf. Im Zweifel lieber die Fachwerkstatt beauftragen.

Bevor es losgehen kann, sucht man sich ein ruhiges Plätzchen fernab der Straße, etwa auf einem Parkplatz mit ausreichend Bewegungsspielraum. Ideal ist eine Schrauberwerkstatt. Doch auf jeden Fall muss der Untergrund eben sein. Ist der Wagen aufgebockt: Niemals Arme oder Beine oder sich gar komplett unter das Auto legen - selbst dann nicht, wenn es etwa noch zusätzlich gesichert ist. Die Handbremse ist anzuziehen und bei Automatik-Autos schiebt man den Wählhebel auf «P».

Haben Sie alle Schrauben locker?

Los geht's: Zunächst alle Schrauben eines Rades mit dem Radkreuz lockern - aber noch nicht rausschrauben. Den Wagenheber in der dafür vorgesehenen Aufnahme ansetzen. Dafür finden sich in der Regel Einkerbungen an der Unterseite des Autos zwischen Vorder- und Hinterrad. Maßgeblich sind dabei aber entsprechende Hinweise im Bordbuch des Autos. Das Auto anheben. Sobald die Räder den Boden nicht mehr berühren, ist es hoch genug. Jetzt die Schrauben ganz lösen, diese aber aus Sicherheitsgründen niemals fetten oder ölen.

Nun das Rad von der Achse nehmen. Zur Orientierung können Sie mit Kreide auf die Sommerreifen schreiben, wo die Räder montiert waren - etwa «HR» für «hinten rechts». Jetzt das Winterrad auf die Achse heben und die Schrauben erstmal nur leicht mit der Hand andrehen. Mit dem Radkreuz werden sie danach etwas fester gedreht. Wenn das über Kreuz gemacht wird, kann sich das Rad nicht verziehen.

An jeder Ecke die Prozedur wiederholen

Erst jetzt den Wagen wieder runterlassen und das Rad am Boden stehend am besten mit einem Drehmomentschlüssel festschrauben. So lassen sich die Schrauben einfach mit der exakt erforderlichen Kraft anziehen. Mit wie viel Drehmoment angezogen werden muss, steht im Bordbuch. Das Ganze noch dreimal und die Räder sind getauscht. Jetzt noch den Reifendruck überprüfen und die Schrauben sicherheitshalber nach 50 bis 100 Kilometern Fahrt noch mal überprüfen.

© dpa-infocom, dpa:201015-99-960169/2

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dpa

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Veröffentlicht am:
15. 10. 2020
18:14 Uhr

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15. 10. 2020
18:14 Uhr



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