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Erste Tankstellen mit schnellem 5G-Mobilfunk ausgerüstet

Die ersten beiden Tankstellen in Deutschland haben jetzt ein schnelles 5G-Mobilfunknetz. Mit dessen Hilfe können Autofahrer direkt an der Zapfsäule bezahlen. Das ist nur eine von mehreren Anwendungen.



Hannes Ametsreiter
Hannes Ametsreiter, Geschäftsführer von Vodafone Deutschland, will mit der fünften Mobilfunkgeneration 5G nun auch Tankstellen vernetzen. Die erste Kooperation startete der Telekommunikationsanbieter mit dem Energiekonzern Total.   Foto: Valèry Kloubert/Vodafone/dpa

Autotankstellen sollen mit der fünften Mobilfunkgeneration 5G in großem Stil vernetzt werden. Der Telekommunikationsanbieter Vodafone und der französische Energiekonzern Total haben am Montag in Düsseldorf und Erfurt die beiden ersten 5G-Tankstellen in Europa online geschaltet.

An den mit 5G verbundenen Tankstellen sollen die Kunden künftig direkt an der Zapfsäule bezahlen können. Zudem soll ihnen ein schnelles lokales Mobilfunknetz (WLAN) zur Verfügung gestellt werden. Total betreibt in Deutschland rund 1200 Tankstellen.

Über die 5G-Leitungen sollen auch die Preisanzeigen und digitalisierte Werbetafeln gesteuert werden. Technisch wird die Lösung mit einem stationären 5G-Router («Gigacube 5G») umgesetzt, der das 5G-Signal aus dem Mobilfunknetz empfängt und an einen Netzverteiler auf der Tankstelle übergibt.

5G führe nicht nur in riesigen Industriehallen zu Wettbewerbsvorteilen, sagte Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter. «Die neue Mobilfunktechnologie wird auch dort gebraucht, wo wir es nicht auf Anhieb vermuten - sogar beim Tanken.» Durch leistungsfähigere Bandbreiten könnten digitale Dienste zügig und störungsfrei angeboten werden, erklärte Thomas Strauß, Tankstellendirektor bei Total Deutschland.

Das an Tankstellen geltende Handy-Verbot wegen der leicht entflammbaren Akkus in den Smartphones ist auch an den 5G-Stationen gültig. Die Kunden können ihre Geräte aber in den Kassenräumen einsetzen, die häufig auch kleine Supermärkte und Cafés sind.

Die Auktion der Frequenzen für den superschnellen Funkstandard war im Juni 2019 nach einer langen Bieterschlacht zu Ende gegangen. Insgesamt 6,55 Milliarden Euro hatten die Mobilfunkkonzerne zusammen dafür gezahlt. In der Startphase stehen vor allem 5G-Anwendungen in der Industrie im Vordergrund. Für das Jahr 2020 erwarten Experten aber auch einen Schub von Anwendungen für private Nutzer.

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dpa

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Veröffentlicht am:
10. 02. 2020
11:32 Uhr

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10. 02. 2020
11:32 Uhr



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