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Fünf Winter-Todsünden mit dem Wagen

Sobald Väterchen Frost wieder auf dem Beifahrersitz hockt, fühlt sich mancher Autofahrer unwohl am Steuer. Da helfen nur gute Strategien, um Kälte, Eis und Schnee richtig zu begegnen.



Eine Frau füllt Scheibenreiniger ein
Im Winter empfiehlt es sich, Scheibenreiniger mit Frostschutz zu nutzen.   Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Der Winter ist längst da - zumindest kalendarisch. Höchste Zeit also für Autofahrer, allerletzte Vorkehrungen zu treffen - und zu wissen, wie man sich bei Kälte verhält. Der Tüv Süd nennt fünf Winter-Todsünden, um die Autofahrer eine große Kurve machen sollten:

- Kein Wischwasser-Frostschutz: Sind das Wischwasser oder die Düsen der Scheibenreinigungsanlage eingefroren, wird die Fahrt auf winterlichen Straßen schnell zum gefährlichen Blindflug. Matsch, Spritzwasser und Salzschlieren können den Windschutzscheiben ordentlich zusetzen.

Deshalb gilt: Füllstand bei jedem Tankstopp checken und beim Nachfüllen darauf achten, dass das Wischwasser mindestens bis minus 10 Grad vor Frost geschützt ist, besser noch bis minus 20 Grad.

- Türschlossenteiser im Auto, Eiskratzer im Keller: Wer so schlecht vorbereitet ist, kann nach einer frostigen Nacht lange darauf warten, losfahren zu können. Ein oder mehrere Fläschchen mit Türschlossenteiser gehören in Jacken, Taschen oder Rucksäcke.

Der Eiskratzer sollte im Handschuhfach liegen. Dort machen sich auch Anti-Beschlagtücher für die Innenscheibe und eine Taschenlampe gut. Und wer schon einmal im Winter im Stau stand, hat nun sicher eine warme Decke und Handschuhe auf der Rückbank liegen.

- Wagen erst mal warmlaufen lassen: Bloß nicht, sondern gleich losfahren und Dinge wie Scheiben freikratzen vorher bei abgeschaltetem Motor erledigen.

Denn sind Motor und Katalysator kalt, ist nicht nur der Benzinbedarf besonders hoch, sondern auch der Schadstoffausstoß. Als Faustformel für einen warmgefahrenen Motor und das Erreichen normaler Leistung bei normalem Verbrauch gelten vier Kilometer Fahrt.

- Heckscheiben- und Sitzheizung durchlaufen lassen: Bringt gar nichts. Die Heckscheibenheizung stellt man aus, sobald sie nicht mehr beschlagen ist. Die Heizung für Sitze - falls vorhanden - wird gleich ausgeschaltet, sobald der Motor warm gelaufen ist.

Denn ist der Motor warm, gibt die normale Heizung für die Innenraumluft genügend Wärme ab und kostet nicht zusätzlich Energie. Anders bei der Sitzheizung: Sie bringt bei warmem Motor keinen zusätzlichen Nutzen mehr, verbraucht aber zusätzlich Strom.

- Feuchtigkeit mit dem Gebläse herausbefördern: Besser nicht. Statt das Gebläse und die Heckscheibenheizung lange laufen zu lassen, ist es ökonomischer, die Klimaanlage kurz arbeiten zu lassen.

Diese entfrostet und entfeuchtet den Innenraum wirksam, sorgt also auch dafür, dass Beschlag von den Scheiben verschwindet. Wegen des Mehrverbrauchs gilt aber auch bei der Klimaanlage: Auf den sparsamen Einsatz setzen und ausschalten, sobald die Feuchtigkeit weg ist.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
27. 12. 2019
14:38 Uhr

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27. 12. 2019
14:38 Uhr



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