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Gute E-Tretroller haben ihren Preis

Der ADAC hat Elektrotretroller zum Kaufen getestet. Was taugen die Scooter zwischen 549 und 2399 Euro? Über die Hälfte ist «gut», doch auch der teure Testsieger ist nicht perfekt. Einer fällt durch.



E-Tretroller im Test
Ein entscheidendes Kriterium bei E-Tretrollern ist die Reichweite. Doch oft weichen die Modelle hierbei von den Herstellerangaben ab.   Foto: Christophe Gateau/dpa/dpa-tmn

Neue Plage für Großstädte oder innovative Mobilität? Am E-Tretroller scheiden sich die Geister. Doch wer so einen Tretroller mit Elektromotor nicht nur mieten, sondern privat kaufen will, muss für gute Qualität tief in die Tasche greifen.

Das hat der ADAC in einem Test von acht Modellen zwischen 549 und 2399 Euro ermittelt. Die teuersten drei Roller stehen am Ende auf dem Treppchen. Sie schneiden wie noch ein weiterer «gut» ab. Ein Roller für 799 Euro ist «mangelhaft» und fällt durch. «Befriedigend» sind drei Scooter, darunter der billigste auf dem vorletzten Platz.

Der teuerste Roller wird mit der Note 1,9 Testsieger und ist «gut». Der «BMW X2 City» kostet 2399 Euro und punktet unter anderem mit seiner Verarbeitung, gut dosierbaren hydraulischen Bremsen und komfortablen Luftreifen mit 16 Zoll. Und als einziger im Test hat er einen austauschbaren Akku.

Auch der Testsieger ist nicht perfekt

Nachteile: Das gewöhnungsbedürftige Fußpedal zum «Gas geben». Zudem ist er mit 21,2 Kilo der zweitschwerste im Test. Bei der gemessenen Reichweite weicht er fast rund ein Drittel von den Herstellerangaben ab. Das verhinderte ein «sehr gut», so der ADAC.

An zweiter Stelle liegt der «Egret Ten V4» für 1649 Euro mit «gut» (2,0). Dahinter schneiden der «Metz Moover» für 1998 Euro und der «IO Hawk Exit-Cross» für 1199 Euro «gut» (beide 2,5) ab. Die Modelle im preislichen Mittelfeld von 549 bis 1249 Euro schneiden «befriedigend» ab (3,3 bis 2,6).

Am Schlusslicht brachen Teile

Das Schlusslicht für immerhin 799 Euro ist «mangelhaft» (5,0). Recht kleine Vollgummireifen, abrupter Antrieb und eine schlecht dosierbare Trommelbremse am Vorderrad machen den Roller instabil. Im Test brach die Feder am Vorderraddämpfer und beim Überfahren eines Bordsteins versagte der Klappmechanismus.

Wie lassen sich die Roller sichern?

Einzig am Testsieger lässt sich mit Hilfe einer Pin der Antrieb sperren, was ein unbefugtes Losfahren verhindern soll. An fünf Modellen finden sich Haken. Damit lassen sie sich mit einem Schloss an festen Gegenständen sichern.

Im Test nennen die Hersteller zwischen 20 und knapp 50 Kilometer als Reichweite. Die gemessenen Werte wichen aber «teils drastisch» davon ab, so der ADAC. Und auch ein Blick auf die zulässigen Fahrergewichte ist wichtig: Sie reichen im Test von 88 bis 129 Kilo. Da kann es für schwere Menschen zum Teil schon eng werden.

Auch das Gewicht des Rollers selbst ist im Alltag wichtig: Vor allem Pendler sind auf ein geringes Eigengewicht der Roller und einen einfachen Klappmechanismus angewiesen. Zwei Roller im Vergleich wiegen über 20 Kilo. «Für einen Transport in Bus und Bahn eindeutig zu viel», resümiert der ADAC.

Wer einen Roller kaufen will, sollte nicht auf eine Probefahrt verzichten und sich ein Modell mit möglichst großen Rädern aussuchen. Sie sorgen für eine stabilere Fahrweise. Hydraulische Bremsen an beiden Rädern sind ein weiteres Plus für die Sicherheit.

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dpa

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Veröffentlicht am:
12. 11. 2019
09:34 Uhr

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12. 11. 2019
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