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Wie Frauen im Sommer Stilsünden vermeiden

Mal ehrlich: Andere schaut jeder gerne kritisch an. Der Rock ist zu kurz, das Shirt zu knapp. Und man selbst? An heißen Sommertagen neigen viele doch auch oft dazu, zu den knappsten Klamotten zu greifen. Gut sieht das nicht immer aus.



Frau mit Top
Herausschauende BH-Träger sind sicher nichts Peinliches mehr, aber stilvoll ist ein deutlich anderer Trägerverlauf als der des Oberteils.   Foto: Franziska Gabbert » zu den Bildern

Sonne satt und ein Lebensgefühl wie im Süden - der Sommer ist einfach die schönste Zeit des Jahres. Aber er bedeutet auch Schweiß, klebende Klamotten und manchmal auch zu wenig Stoff. So können Frauen sommerliche Modeflops verhindern:

FÜSSLINGE SCHAUEN AUS DEN BALLERINAS

Um Schweißfüße im Schuh zu vermeiden, greifen viele im Sommer weiterhin zu Socken. Dabei sind Füßlinge immerhin schon kleine Varianten, die aber trotzdem aus Ballerina oder Slipper herausschauen können - ein modisches No-go, findet Claudia Schulz vom Deutschen Schuhinstitut in Offenbach. Sie rät daher, im Zweifel doch lieber barfuß in den Schuh zu steigen und Schweiß mit Fußdeo oder Babypuder entgegenzuwirken.

Die Expertin hat noch einen Tipp für Füße an heißen Tagen: Wenn diese gerne mal anschwellen, sollte man sie so oft wie möglich hochlegen. «Darüber hinaus sollte man an sehr heißen Tagen auf Sandaletten mit dünnen Riemchen verzichten.» Das gelte auch für Kunstleder allgemein. «Stattdessen ist man mit weichen Ledersandalen gut beraten, weil sich Leder, im Gegensatz zu Kunststoffen, ausdehnen kann. Praktisch sind auch Sandalen mit Elastikeinsätzen», so Schulz.

RÖLLCHEN ZEICHNEN SICH UNTER DER ENGEN KLEIDUNG AB

Instinktiv greift man an heißen Tagen zu dünnen, kurzen und engen Klamotten - ganz nach der Devise: Je weniger Stoff, desto angenehmer. Doch das stimmt gar nicht, sagt Stilberaterin Katharina Starlay aus Wiesbaden. «Was dabei oft vergessen wird: Gerade in sehr heißen Ländern wie Indien wird eher mehr Kleidung getragen - Stoff schützt nämlich vor Hitze.» Tatsächlich handhaben wir das hierzulande anders. Dabei ist das nicht immer vorteilhaft. «Vor allem im Berufsleben sollte man sich auch im Hochsommer an einige Moderegeln halten. Die kürzeste Rocklänge im Business liegt nach wie vor eine Handbreit über dem Knie» erklärt Starlay.

Und auch in der Freizeit kann der ultrakurze Minirock, aber auch die sehr knappe Shorts wenig figurschmeichelnd sein. Starlay findet: «Das Bein muss dafür gemacht sein, und damit sind nicht nur Länge und Form gemeint. Viele Frauen wollen auch Besenreiser nicht zeigen, welche bei Wärme stärker sichtbar werden, und wollen diese auch schützen.» Dazu kann man sich in knappen Röcken nicht so gut bewegen oder elegant hinsetzen. Starlay empfiehlt als bessere Alternative: «weich fließende Hosen aus sommerlichen Stoffen».

Auch dünne und knappe Oberteile haben deutliche Nachteile. Die Gourmet-Röllchen - im Englischen liebevoll «love handles» genannt - zeichnen sich an der Hüfte ab. Ein bisschen mehr Weite macht hier letztlich optisch mehr her. «Und: Man sollte sich ruhig auch einmal hinsetzen, um zu sehen, wie das neue Sommerkleid oder das Top dann wirken», rät Starlay. Der Oberkörper wirkt dann natürlich ganz anders, als wenn man sich baucheinziehend am Spiegel betrachtet.

DER BH ZEICHNET SICH DEUTLICH AB

Was dicke Pullover verbergen, bringen eng anliegende Tops aus dünnen Sommerstoffen ans Licht: BHs schneiden ein, weil sie nicht passen, oder der Stoff kann das Bindegewebe nicht stützen. Ein Problem, das viele Frauen haben, auch die schlanksten. Die Folge: Es bilden sich Röllchen am Rücken und an den Seiten.

«Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Unterbrustweite schmal genug gewählt wird und den Torso umschließt, ohne einzuengen», erklärt Starlay. «Die Körbchen dagegen sollten nicht zu knapp gewählt werden, allerdings auch nicht abstehen.» Und: Beim Verschluss immer die mittleren Häkchen wählen.

Ein passender BH lässt somit den Oberkörper besser proportioniert wirken, außerdem fällt er selbst kaum auf unter dem Shirt. Denn wer will schon, dass seine Unterwäsche im Alltag zu erahnen ist.

Dabei spielt auch die Farbe eine Rolle. Der übliche Rat lautet: «Wer im Sommer helle Töne oder Weiß trägt, entscheidet sich am besten für hautfarbene Unterwäsche», sagt Starlay. Aber auch diese fällt oft noch auf, denn schon kleine Nuancen zwischen Stoff und Haut machen den Unterschied. Dabei bieten inzwischen viele Hersteller ganze Nude-Kollektionen mit einer breiten Palette von Hauttönen an, die sich optimal auf den eigenen Hautton abstimmen lassen.

Ausgenommen von allem dem ist natürlich der Trend zur Transparenz: Ganz oder teilweise durchsichtige Oberteile sind aktuell groß in Mode, darunter wird der BH durchaus bewusst sichtbar eingesetzt.

BH-Träger sind auch so eine Sache: Sicher ist es kein großer Staatsakt mehr, dass sie aus dem Oberteil herausschauen, manchmal lässt sich das auch bewusst einsetzen. Aber ein deutlich anderer Trägerverlauf als der des Oberteils lässt sich vermeiden. Entweder durch Trägeralternativen aus dem Handel, die sich anklippen lassen, oder Spangen, die die Träger zusammenziehen.

Es gibt auch hausgemachte Lösungen, die auf die Schnelle helfen: Etwa bei Oberteilen mit überkreuzten Trägern die BH-Träger mit einer Büroklammer auf gleicher Höhe zusammenziehen. Oder man näht eine kleine Schlaufe , die sich mit Druckknöpfen öffnen und schließen lässt, in die Innenseite des Oberteils. Sie hält den herausrutschenden BH-Träger an der gewünschten Stelle.

Veröffentlicht am:
12. 07. 2018
09:51 Uhr

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dpa

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12. 07. 2018
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