Lade Login-Box.
Topthemen: Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

 

Wichtige Lernstrategien für die Prüfungsphase

Sieben Prüfungen in zwei Wochen und eine Projektarbeit steht auch noch an: In solchen Phasen hilft Studenten und Azubis eine gute Lernstrategie. Wie die aussieht? Drei Experten geben Tipps.



Lernen multimedial
Verschiedene Medien zu nutzen, hilft dabei, Lerninhalte besser zu behalten. Mit Laptop und handschriftlichen Zusammenfassungen kommen Studierende gut durch die Prüfungsphase.   Foto: Franziska Gabbert » zu den Bildern

Vor der Prüfung ist nach der Prüfung: In der Klausurenphase oder kurz vor dem Abschluss kommen viele ins Schwitzen - egal ob Studierende, Azubis oder Berufsschüler. Dabei gilt es, besonders in diesem Zeitraum einen kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht verrückt zu machen.

Wie das am besten geht? Mit guten Lernstrategien. Dazu gehört, sich erstmal einen Überblick über den Stoff zu verschaffen. «Wer einfach daraufloslernt, bei dem besteht die große Gefahr, sich zu verzetteln», sagt Martin Krengel , Lerncoach und Buchautor aus Berlin.

Lernstoff sortieren und Fragestellungen prüfen

Grundsätzlich gilt: Dem Gehirn hilft es, wenn Verbindungen und Assoziationen hergestellt werden. Bereits Bekanntes lässt sich leichter erinnern und einprägen. Sehr wichtig sei es, den Lernstoff zunächst einmal logisch zu gliedern, optimalerweise mit möglichst vielen Verknüpfungen zu bereits bestehendem Wissen, sagt daher Werner Heister . Er ist Professor an der Hochschule Niederrhein und hat ein Buch zum Thema geschrieben.

Wer einen Überblick hat, orientiert sich an einigen Leitfragen. Was wird verlangt und worin liegt das Ziel der Prüfung? Prüflinge sollten sich zudem fragen: Welche Methoden brauche ich, um mich dem jeweiligen Ziel zu nähern? «Die Lernschritte beim Vokabellernen sind ganz andere als wenn sich ein Studierender auf eine Logik-Klausur vorbereitet», sagt Lerncoach Krengel. Es kann sich lohnen, bereits im Vorhinein bei Kommilitonen oder anderen Azubis nachzufragen, wie Fragestellungen in den Prüfungen aufgebaut sind.

Themenblöcke bilden

Wer das alles herausgefunden hat, teilt sich den Lernstoff am besten in Themenblöcke ein. «Umfangreiche Stoffmengen sind leichter verdaulich, wenn sie in kleinere Portionen aufgeteilt werden», sagt Sabine Köster, Leiterin der Psychotherapeutischen Beratungsstelle des Studierendenwerkes Karlsruhe.

Entsprechend sollten Schüler und Studenten von vornherein am Ball bleiben, indem sie Vorlesungen oder den Unterricht vor- und nachbereiten. Idealerweise markiert man sich relevante Texte, und erstellt eigene Zusammenfassungen. Was zunächst nach viel Arbeit klinge, spare an anderer Stelle Frust und Zeit. Denn Lernstoff, den man sich in eigenen Worten erarbeitet, stehe einem sicherer zur Verfügung als noch so schöne Formulierungen in einem didaktisch durchdachten Lehrbuch, erklärt Köster.

Für Abwechslung sorgen

Beim Lernen ist es zudem wichtig, verschiedene Methoden zu kombinieren. Nur über den Büchern sitzen und auswendig lernen - das wird auf lange Sicht monoton. «Das Gehirn ist von Hause aus sehr neugierig und eher gelangweilt, wenn man Lernstoff nur gebetsmühlenartig wiederholt», so Werner Heister.

Das Gehirn lerne richtig gut, wenn die zu lernenden Aspekte von unterschiedlichen Seiten, in unterschiedlicher Form und mit unterschiedlichen Medien beleuchtet würden. Demzufolge lässt sich zum Beispiel die Methode der Mindmap gut am PC nutzen, da man in Struktur Bilder, Audios oder auch Videos gut verlinken kann.

Gutes Zeitmanagement

Stressig wird es immer dann, wenn sich Studierende oder Berufsschüler auf mehrere Prüfungen gleichzeitig vorbereiten müssen. Am wichtigsten hierbei: vorausschauendes Zeitmanagement. «Bei anspruchsvollem und komplexem Lernstoff lassen sich Lücken meist nicht in einer nächtlichen Hauruckaktion schließen, auch wenn sich diese Strategie früher bei einfacherem Stoff bewährt hat», so Köster.

Grundsätzlich hilft dann ebenfalls ein Lernplan mit konkreten Lernzielen und definierten Arbeitszeiten für die verschiedenen Prüfungen. Karteikarten unterstützen beim regelmäßigen Lernen.

Veröffentlicht am:
13. 05. 2019
05:07 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Buchautorinnen und Buchautoren Bücher Hochschule Niederrhein Hochschulen und Universitäten Johann Wolfgang von Goethe Kommilitonen Lehrbücher Professoren Schüler und Studenten Schülerinnen und Schüler Studentinnen und Studenten Vorlesungen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Hanne Bergen

05.08.2019

Worauf es beim Motivationsschreiben ankommt

Persönliches statt Floskeln: Das ist wohl die wichtigste Regel beim Motivationsschreiben für die Uni-Bewerbung. Wer überzeugend schreibt, kann manchmal sogar fehlende Voraussetzungen ausgleichen. » mehr

Studienabbruch

22.10.2018

Was Studienabbrecher bedenken müssen

Die Vorlesungen sind langweilig und die Seminare laufen auch nicht wie gewünscht - Studierende entscheiden sich nicht immer gleich für das richtige Fach. Was gilt es bei einem Abbruch zu beachten und was passiert mit Kin... » mehr

Mark-Cliff Zofall

19.08.2019

Wann Berufsorientierungstests weiterhelfen können

Orientierungstests sollen Schul- oder Hochschulabsolventen bei der Berufswahl helfen. Aber bringen sie wirklich was? Und wie erkennt man gute Angebote? » mehr

Sicheres Karrieresprungbrett?

08.07.2019

Ist ein MBA ein sicheres Karrieresprungbrett?

Ein Master of Business Administration, kurz MBA, gilt als Garant für einen Karriereschub. Doch welche Voraussetzungen sind dafür nötig, und haben Absolventen wirkliche bessere Aussichten? » mehr

Nadine Linkes

01.07.2019

Besser ein Studium oder eine Ausbildung beginnen?

Ärzte oder Juristen müssen studiert haben. Klar. Doch nicht in allen Berufen ist der Zugang so eindeutig geregelt. Wer sich zwischen Ausbildung und Studium entscheiden kann, hat die Qual der Wahl. Wie trifft man die best... » mehr

Der Streit ums Zentralabi

26.07.2019

Worum geht es beim Streit ums Zentralabi?

Sticheleien zwischen den Bundesländern über «Billig»- und «Elite»-Abis gibt es seit Jahren - verbunden mit der Debatte, wie fit Deutschlands Abiturienten eigentlich fürs Studium sind oder sein müssten. Schon in den 1990e... » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
13. 05. 2019
05:07 Uhr



^