Lade Login-Box.
Sommerausklang in Südthüringen zum Digital-Abo
Topthemen: Freies Wort hilftCoronavirus in ThüringenFolgen Sie uns auf Instagram

 

Bundesregierung beschließt Meisterpflicht für zwölf Berufe

Handwerksberufe bieten jungen Menschen großes Potenzial, Karriere zu machen. Wer in bestimmten Zweigen aufsteigen will, muss in Zukunft aber auf jeden Fall einen Meisterbrief erwerben.



Meisterbrief
Die schwarz-rote Koalition will in einigen Handwerksberufen wie Fliesenleger, Orgelbauer oder Raumausstatter die Meisterpflicht wieder einführen.   Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Bundesregierung hat sich auf die Wiedereinführung der Meisterpflicht für zwölf Berufe geeinigt. Das Kabinett stimmte einem entsprechenden Gesetzesentwurf von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zu.

«Das Handwerk ist innovativ, regional verankert und erschließt durch seine leistungsfähigen Unternehmen neue Märkte», sagte der Minister. «Dies muss durch einen sachgerechten Ordnungsrahmen begleitet und zukunftsfest gemacht werden.» Betroffen sind unter anderem Fliesenleger, Böttcher und Raumausstatter.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) bezeichnete den Gesetzentwurf als «richtigen und notwendigen Akzent für mehr Qualität und Qualifizierung im Handwerk». Meister sorgten für Wissenstransfer und seien Vorbild für Auszubildende, sagte ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer. Auch der Zentralverband Deutsches Baugewerbe begrüßte den Beschluss. «Damit ist der Weg frei, die Fehlentwicklungen der Vergangenheit zu korrigieren», sagte Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa.

Im Rahmen der Agenda 2010 hatte die Rot-Grüne Bundesregierung 2003 den Meisterzwang für 53 Handwerke aufgehoben.

Die Zulassungspflicht wird in folgenden Handwerken wieder eingeführt:

- Fliesen-, Platten- und Mosaikleger - Betonstein- und Terrazzohersteller - Estrichleger - Behälter- und Apparatebauer - Parkettleger - Rollladen- und Sonnenschutztechniker - Drechsler und Holzspielzeugmacher - Böttcher - Raumausstatter - Glasveredler - Orgel- und Harmoniumbauer - Schilder- und Lichtreklamehersteller.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
10. 10. 2019
09:49 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Agenda 2010 Auszubildende Baubranche Berufe CDU Handwerk Handwerksberufe Karriere und beruflicher Werdegang Minister Peter Altmaier Regierungseinrichtungen der Bundesrepublik Deutschland Wirtschaftsminister Zentralverband des Deutschen Handwerks
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Erstes Ausbildungsgehalt

08.07.2020

Wie viel verdient man in der Ausbildung?

In der Ausbildung verdienen viele junge Menschen zum ersten Mal ihr eigenes Geld. Doch nicht jeder Azubi bekommt gleich viel, und oft reicht die Vergütung kaum zum Leben. Was dann? » mehr

Monika Hackel

03.08.2020

Was die Ausbildung in seltenen Berufen bringt

Eine Lehre als Bürstenmacherin oder Instrumentenbauer: Kann das Zukunft haben? Einige Ausbildungen sind mittlerweile äußerst selten. Warum sie dennoch keine verschwendete Liebesmühe sein müssen. » mehr

Begleiter für Azubis

15.07.2019

Wie man zum Ausbilder wird

Jedes Handwerk verlangt seinen Meister? Nicht ganz. In Deutschland gibt es auch Handwerksberufe, die ohne Meisterbrief auskommen. Wer bildet die Lehrlinge dann aus? Und wie wird man eigentlich Ausbilder? » mehr

Kundenkontakt

27.01.2020

Mit 30 in die Ausbildung: Was ist anders?

Der Durchschnittsauszubildende ist knapp 20 Jahre alt. Die Zahl derer, die sich erst deutlich später für eine Lehre entscheiden, steigt aber. Wie ist das - als Mittdreißiger unter Schulabsolventen? » mehr

Duale Ausbildung

12.08.2020

Duale Ausbildung weiter auf Schrumpfkurs

Für Arbeitsminister Heil gehört die duale Ausbildung zum Markenkern Deutschlands. Aber immer weniger junge Menschen entscheiden sich für die Kombination aus betrieblicher Ausbildung und Berufsschule. Corona dürfte die Si... » mehr

Zweijährige Ausbildungen

07.07.2020

Was hinter zweijährigen Ausbildungen steckt

Der Großteil der dualen Ausbildungen dauert drei Jahre - genauso lange wie ein Bachelor. In manchen Berufen aber kann man schon nach zwei Jahren den Abschluss erhalten. Gibt es Unterschiede? » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
10. 10. 2019
09:49 Uhr



^