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Google startet Job-Suche in Deutschland

Google-Anwender können künftig auf der Plattform des Internetriesen gezielter nach Jobangeboten suchen. Die Verlegerverbände befürchten eine Verzerrung im Markt der Stellenanzeigen, obwohl auch Verlage mit Google bei der neuen Job-Suche kooperieren.



Google
Jobsuchende bekommen nun auch Unterstützung von Google. Mit einer neuen Funktion sollen bald hunderttausende Stellenanzeigen zur Verfügung stehen.   Foto: Marc Müller

Google bietet nun auch in Deutschland die gezielte Suche nach Stellenausschreibungen an. Zum Start der neuen Funktion seien Job-Anzeigen hunderter Partner, darunter Verlagshäuser wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Südwestdeutsche Medienholding sowie Jobbörsen wie Xing, LinkedIn und Monster verfügbar, kündigte der Internet-Konzern an.

Über Suchbegriffe wie «Jobs in meiner Nähe» oder «Bäcker Stellenanzeigen» listet Google im oberen Bereich der Ergebnisse entsprechende Vorschauen auf die Stellenausschreibungen der Partner auf. Mit Filtereinstellungen lassen sich die Ergebnisse etwa nach Voll- oder Teilzeitjobs, der Wunschstadt oder der gesuchten Branche sowie der eigenen Fähigkeiten und Ausbildung weiter präzisieren.

Für das neue Angebot will Google mit Partnern kooperieren, so dass hunderttausende Stellenanzeigen verfügbar sein sollen. Für das Karrierenetzwerk Xing sei das eine Möglichkeit, das eigene Stellenmarkt-Angebot noch bekannter zu machen, sagte Jens Stief, Geschäftsführer der Abteilung E-Recruiting bei Xing bei der Vorstellung in Berlin. «Wir erwarten uns von der Partnerschaft mit Google, dass noch mehr jobsuchende Menschen zu uns finden.»

Eine gezielte Jobsuche bietet Google bereits seit 2017 in den USA an. Inzwischen ist sie nach eigenen Angaben in 120 Ländern verfügbar, darunter Kanada, Großbritannien und Spanien. Über die bisherigen Partner hinaus soll die Funktion für alle Webseiten offen stehen. Entwicklern stellt Google eine Anleitung zur Verfügung, wie sie ihre Anzeigen auf ihren eigenen Seiten in die Google-Suche integrieren können.

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) wiesen auf die Risiken hin, die ihrer Ansicht nach von «Google for Jobs» ausgehen. Die Europäische Kommission habe bereits mehrfach festgestellt, dass Google in verschiedenen Bereichen seine Marktmacht missbrauche, eigene Dienste bevorzuge und damit dem Wettbewerb sowie Verbrauchern geschadet habe. «Wir vertrauen daher darauf, dass die Wettbewerbsbehörden das neue Angebot von Google genau beobachten und, falls nötig, eingreifen werden», teilten die Verbände gemeinsam mit.

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dpa

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Veröffentlicht am:
22. 05. 2019
14:22 Uhr

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22. 05. 2019
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