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Drei ungewöhnliche Sportideen

Snowboarden im Wohnzimmer üben? Und Golfen mit Frisbees? Das geht! Denn Sportartikel-Hersteller lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen.



Scheibe für Frisbee-Golf
Der Putter ist beim Frisbee-Golf die dickste Scheibste. Sie kommt zum Einsatz, wenn der Fangkorb nicht mehr weit entfernt steht.   Foto: Tom Nebe/dpa-tmn » zu den Bildern

Frisbee spielen ist ein alter Hut? Nicht, wenn es dabei ums Einlochen statt ums Fangen geht: Dann wird daraus Frisbee-Golf. Das ist eine der etwas ungewöhnlicheren Ideen, die bei der Sportartikelmesse Ispo zu sehen waren. Drei Beispiele:

Golf mit Frisbees: Natürlich kann man auch mit Golfschläger in den Park gehen. Doch wenn der Schlag mal daneben geht, hat das eventuell unangenehme Folgen. Zerbrochene Fenster sind da noch ein eher kleines Übel. Deutlich praktikabler erscheint die Idee, mit Frisbees Golf zu spielen. Discmania aus Finnland ist eine der Marken, die das dafür nötige Equipment anbieten.

Statt eines Lochs ist hier ein Ständer mit großem Ring und Metallketten das Ziel. Der ist zusammenklappbar und lässt sich mit seinem Gewicht von weniger als zehn Kilo herumtragen. Geworfen wird nicht mit einer ordinären Frisbee, sondern etwas schwereren Modellen. Wie beim echten Golf gibt es diese in unterschiedlichen Ausführungen. Der Putter für kurze Würfe, eine Scheibe für mittlere Distanzen und die Driver-Frisbee, analog zum Golf, für weite Würfe.

Vorteil von Frisbee-Golf: Es ist schnell angelernt und mit rund 100 Euro für Scheiben und Ständer vergleichsweise erschwinglich.

Tischtennisbälle für Ältere: Aber nicht nur, möchte man anfügen. Allerdings hat die Ursprungsidee hinter dem Großball-Tischtennis etwas mit dem Altern zu tun. Denn in Japan, wo diese Idee der Firma Nittaku herstammt, wollten viele Menschen mit Beginn der Rente wieder mit dem Tischtennis anfangen, sagt ein Sprecher. Nur falle es ihnen mitunter schwer, den kleinen Ball zu sehen und mit dem Schläger zu treffen. Naheliegende Idee: die Bälle größer machen.

Sie messen 44 statt der üblichen 40 Millimeter, was wenig klingt, aber optisch einen Unterschied macht. Zudem sind die Bälle leichter als übliche Wettkampfmodelle: 2,2 bis 2,4 statt 2,7 Gramm. Dadurch bewegen sie sich langsamer. Eine etwas aufgeraute Oberfläche sorgt dafür, dass sie sich in der Luft weniger stark drehen, was ihre Flugbahn berechenbarer macht.

So sind die Bälle nicht nur eine Option für ältere Tischtennisspieler, sondern auch für Anfänger interessant.

Railstange fürs Wohnzimmer: Snowboarderinnen und Snowboarder, die Tricks üben wollen, benötigen dafür im Normalfall Schnee und einige Hindernisse, zum Beispiel eine Stange zum Entlangrutschen - auch Rail genannt. Die polnische Firma Switch Boards verkauft solche Rails für zu Hause. Sie sind auf Ständer montiert, damit sie nicht wegrollen, und aus ähnlichem Plastik wie die echten Obstacles im Funpark vom Skigebiet, erklärt der Hersteller.

Die passenden Miniboards liefert Switch ebenfalls - mit einem richtigen Snowboard kann man das Trainingsrail zwar auch nutzen, allerdings lieber nur an der frischen Luft. Denn die scharfen Kanten des Boards können unerwünschte Spuren im Raum hinterlassen, wenn es einen mal auf die Nase legt. Weil das Konzept ein bisschen an jenes von Balanceboards erinnert, finden vielleicht auch Menschen daran Gefallen, die mit Wintersport an sich nichts am Hut haben.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
14. 02. 2020
04:32 Uhr

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14. 02. 2020
04:32 Uhr



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