Lade Login-Box.
Fotowettbewerb 2020 zum Digital-Abo
Topthemen: Freies Wort hilftCoronavirus in ThüringenFolgen Sie uns auf Instagram

 

Fünf Tipps zur Corona-Krise für die Psyche

Immer neue Schreckensnachrichten, immer dieselben vier Wände - und niemand zum Reden? Wer psychisch krank ist, muss in der Corona-Krise besonders auf sich achten.



Stark bleiben trotz Corona
Das Coronavirus macht vielen Angst - wichtig ist es daher, sich nicht von den vielen Schreckensnachrichten verrückt machen zu lassen.   Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn

Die Corona-Krise kann für viele Menschen zur persönlichen Krise werden - auch psychisch. Denn Ausgangsbeschränkungen und deren Folgen können Menschen mit psychischen Erkrankungen massiv belasten.

Iris Hauth ist Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Sie rät Betroffenen in dieser Situation:

- Richtig informieren: Ganz ohne Nachrichten geht es nicht, gerade heute. Die Flut von teils beängstigenden Neuigkeiten und immer neuen Zahlen kann die Anspannung aber noch vergrößern, warnt Hauth. Ihr Tipp: Nachrichten nicht ständig verfolgen, sondern zum Beispiel nur einmal am Tag.

- Den Alltag bewahren: Morgens aufstehen, duschen, anziehen - das muss im Homeoffice vielleich nicht sein, ist aber weiter sinnvoll. Dazu ist es sinnvoll, Alltagsrituale bewusst positiv zu erleben: das gemeinsame Essen mit der Familie oder die Gelegenheit, in Ruhe den Kleiderschrank aufzuräumen. So geht man abends mit dem guten Gefühl ins Bett, sich sinnvoll beschäftigt zu haben.

- Platz für Positives: Schöne Musik oder Lieblingsfilme können jetzt eine große Hilfe sein. Sport hilft beim Abbau von Anspannung, im Idealfall und bei entsprechendem Wetter vielleicht sogar am offenen Fenster oder auf dem Balkon. Und ein Spaziergang an der frischen Luft macht den Kopf frei.

- Im Kontakt bleiben: Besuche bei Freunden sind jetzt gerade nicht möglich, Kontakt kann man aber trotzdem halten - per Videochat oder ganz klassisch per Telefon. So vermittelt man sich gegenseitig: Du bist nicht allein.

- Nicht verdrängen: Die Krise ist ernst und betrifft alle. Das lässt sich nicht verdrängen, und das sollte man auch nicht tun. Gleichzeitig kann man aber versuchen, positive Gefühle zu stärken. Und wenn alles zu viel wird, sollte man sich auch nicht scheuen, professionelle Hilfe zu holen - zum Beispiel bei der Telefonseelsorge oder den regionalen Krisendiensten.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
31. 03. 2020
08:08 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Krisen Psychiatrie Psychische Erkrankungen Psychotherapie
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Iris Hauth

24.06.2020

Funktioniert Psychotherapie auch digital?

Der Markt für mentale Gesundheit im Netz wächst. Doch nicht alle Anwendungen sind ohne weiteres für jeden geeignet - wenn es schlecht läuft, machen sie es sogar schlimmer. » mehr

Psychotherapie

23.06.2020

Der mitunter steinige Weg zur Psychotherapie

Psychische Störungen brauchen eine gute Therapie. Doch das ist für gesetzlich Krankenversicherte leichter gesagt als getan. Denn die Plätze sind rar - und der Ablauf nicht leicht zu durchblicken. » mehr

Prof. Sabine Herpertz

20.05.2020

Wenn Narzissmus krankhaft ist

Kein Mitgefühl, Angst vor Kritik: Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung machen sich groß und andere klein. Experten erklären, was die Erkrankung kennzeichnet und wo Therapien ansetzen. » mehr

Soziale Phobie

15.07.2020

Die Furcht vor den Blicken der anderen

Es ist mehr als nur Schüchternheit oder Introvertiertheit. Wer Sozialphobiker ist, hat Angst vor alltäglichsten Situationen. Die Erkrankung sollte man ernstnehmen - wie wird sie behandelt? » mehr

Psychotherapie

14.08.2019

Psychotherapie: Welches Verfahren passt zu wem?

Die Ängste oder die Niedergeschlagenheit nehmen überhand, eine Psychotherapie scheint angebracht. Aber wie finden Interessierte einen passenden Therapeuten? Und welche Form der Therapie ist geeignet? » mehr

Raus aus dem Bett?

29.01.2020

Wann ist der Winter-Blues eine Depression?

Ewig grauer Himmel, Nässe, Kälte. Je länger der Winter, desto trüber die Stimmung - das ist ganz normal. Doch wer in der kalten Jahreszeit gar nicht mehr aus dem Bett kommt, braucht vielleicht Hilfe. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
31. 03. 2020
08:08 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.