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Diabetiker haben höheres Risiko für Karies und Parodontitis

Menschen mit Diabetes sollten einen besonderen Fokus auf ihre Mundhygiene legen. Bestimmte Begleiterscheinungen ihrer Erkrankung machen ihre Zähne und ihr Zahnfleisch verwundbarer.



Zähne putzen ist wichtig
Zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta die Zähne putzen - diese Routine ist für Diabetiker besonders wichtig.   Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Diabetiker haben ein erhöhtes Kariesrisiko. Das liege am erhöhten Zuckergehalt in ihrem Speichel, erläutert der Zahnmediziner Stefan Zimmer. Bestimmte Kariesbakterien könnten sich dadurch leichter vermehren.

Dazu kommt noch, dass sich im Speichel von Diabetikern häufig zu wenig Kalzium finde, was die Remineralisierung der Zähne erschwere. Folge: Säuren könnten den Zahnschmelz leichter angreifen.

Ein erhöhter Blutzuckerspiegel kann außerdem zu Mundtrockenheit führen - was den Bakterien ebenfalls in die Karten spiele, so der Sprecher der Informationsstelle für Kariesprophylaxe in Frankfurt am Main. Speichelfluss trage dazu bei, Essenreste und bakterielle Zahnbeläge wegzuspülen. Wenig Speichel ist also schlecht.

Zu hohe Blutzucker-Langzeitwerte begünstigen laut Zimmer wiederum Entzündungen und somit die Entstehung einer Parodontitis. Diabetiker sollten darum nicht nur Wert auf eine gründliche tägliche Zahnpflege legen, sondern auch ihren Blutzucker optimal einstellen. Mundgeruch und Zahnfleischbluten als erste Anzeichen für eine Parodontitis sollten sie ernstnehmen und rasch ärztlich abklären lassen.

Denn es gibt auch eine Wechselwirkung, auf die Zimmer hinweist: Parodontitis wirke sich negativ auf den Blutzuckerspiegel und damit den Diabetes aus. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft hat Parodontitis und Diabetes einmal als «gefährliches Duo» bezeichnet.

© dpa-infocom, dpa:201013-99-925967/2

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dpa

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Veröffentlicht am:
13. 10. 2020
12:29 Uhr

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13. 10. 2020
12:29 Uhr



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