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Tipps rund um die aktuelle Grippewelle

Anders als die Erkältung ist die Grippe alles andere als harmlos. Wer sich noch nicht angesteckt hat, sollte sich also schützen - mit einer Impfung zum Beispiel. Und mit etwas Disziplin in der Bahn.



Überfallartige Beschwerden bei Grippe
Im Gegensatz zur Erkältung bricht eine Grippe ganz plötzlich aus.   Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Die Grippewelle hat begonnen - und wird noch einige Zeit anhalten. Wer sich den Influenza-Virus eingefangen hat, muss viel Geduld haben. Betroffene können die Beschwerden aber lindern.

Und wer sich noch nicht angesteckt hat, kann sich schützen. Das erklärt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) auf Gesundheitsinformation.de. Die wichtigsten Infos im Überblick:

Wie schütze ich mich vor Ansteckung?

Grippeviren verbreiten sich unter anderem über direkten Körperkontakt, beim Händeschütteln etwa, sowie über Dinge, die viele Menschen anfassen, den Haltegriff in der Bahn etwa. Wer sich schützen will, sollte auf beides möglichst verzichten, seine Hände vom Gesicht fernhalten - und sich dazu häufig und gründlich die Hände waschen. Das heißt: Mit Seife und mindestens 20 Sekunden lang.

Lohnt sich eine Impfung?

Ja, unbedingt - auch jetzt noch. Das gilt selbst für Schwangere und besonders für Ältere. Auch Kinder können ab einem Alter von sechs Monaten geimpft werden. Eile ist geboten: Bis der zusätzliche Schutz der Impfung wirkt, vergehen etwa zwei Wochen. Die Grippewelle wird aber voraussichtlich länger dauern. Hundertprozentigen Schutz bietet allerdings auch die Impfung nicht.

Woran erkenne ich, dass ich die Grippe habe?

Die Symptome der Grippe ähneln denen einer ganz normalen Erkältung, sind allerdings oft schwerer und langwieriger. Größtes Unterscheidungsmerkmal ist der Beginn der Krankheit: Während sich die Erkältung meistens anschleicht, bricht die Grippe fast überfallartig aus.

Muss ich zum Arzt?

Ärztlicher Rat ist bei einer Grippe unbedingt sinnvoll, rät das IQWIG - auch wenn gegen die Krankheit oft kein echtes Kraut gewachsen ist. Berufstätige brauchen den Arzt für die Krankschreibung, denn nach ein oder zwei Tagen ist die Grippe nicht vorbei. Nach einer Woche lassen die Beschwerden in der Regel zwar deutlich nach, Erschöpfung und Husten können aber deutlich länger bleiben.

Wie gefährlich ist die Grippe?

Die Grippe ist eine potenziell schwere Erkrankung, mit häufigen Begleiterkrankungen wie einer Entzündung der Nasennebenhölen. Bei Säuglingen und Kleinkindern kommt oft eine Mittelohrentzündung hinzu. Aufpassen müssen Menschen mit einem schwächeren Immunsystem: Ältere zum Beispiel und Menschen mit Lungen- oder Immunerkrankungen. Hier ist das Risiko besonders hoch, dass die Influenza einen schweren oder sehr schweren Verlauf nimmt. Letzterer kann lebensgefährlich sein.

Welche Medikamente helfen?

Antibiotika helfen auf keinen Fall - beziehungsweise nur dann, wenn zu der viral verursachten Grippe noch ein bakterieller Infekt hinzukommt. Es gibt jedoch spezielle Grippemedikamente, in Deutschland vor allem den Wirkstoff Oseltamivir. Diese sind aber verschreibungspflichtig, helfen nur unter bestimmten Umständen und haben teils heftige Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen.

Was kann ich sonst gegen Grippe tun?

Zu Hause bleiben, schonen, von anderen Menschen fernhalten und benutzte Taschentücher sofort entsorgen. Sonst geht erst einmal nicht viel. Hausmittel wie Kräutertee und Hühnersuppe sind eventuell gut fürs individuelle Wohlempfinden, ihre Wirkung ist aber nicht wissenschaftlich erwiesen. Rezeptfrei erhältliche Medikamente - wie Ibuprofen oder ASS (Acetylsalicylsäure) etwa - können helfen, die Beschwerden zu lindern und Fieber zu senken.

Veröffentlicht am:
23. 01. 2020
10:32 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
23. 01. 2020
10:32 Uhr



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