Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

 

Hämophilie kann Blutergüsse verursachen

Wenn schon kleine Wunden starke Blutungen hervorrufen oder ohne ersichtlichen Grund blaue Flecken auftreten, kann dahinter eine Hämophilie stecken. Was bedeutet die Krankheit - und wie wird sie behandelt?



Bluterguss
Wenn man öfter nach eher harmlosen Zusammenstößen blaue Flecken bekommt, kann das ein Anzeichen für eine Blutgerinnungsstörung sein.   Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Wenn das Blut nach einer Verletzung länger fließt, kann das an einer Blutgerinnungsstörung, der Hämophilie, liegen. Die sogenannte Bluterkrankheit zeigt sich in ihrer schweren Form oft bereits im Säuglings- und Kleinkindalter.

Babys bekommen sehr leicht blaue Flecken. Darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) auf seiner Webseite hin.

Bei einer schweren Hämophilie entstehen auch öfter Blutungen ohne erkennbaren Grund, insbesondere in verschiedenen Gelenken oder Arm- und Beinmuskeln. Zu ersten Blutungen kommt es häufig, wenn betroffene Kinder die ersten eigenen Schritte machen. Durch die Bewegung belasten sie ihre Gelenke und Muskeln stärker. Passiert dies wiederholt, kann sich ein Gelenk dadurch verformen und versteifen - bis hin zur langsamen Zerstörung. Besonders gefährlich sind Blutungen im Gehirn und im Bauch- oder Rachenraum.

Behandlungsmöglichkeiten bei Hämophilie

In den meisten Fällen wird die Blutgerinnungsstörung vererbt. Zur Behandlung kann der fehlende Gerinnungsfaktor durch Spritzen ersetzt werden. Wer unter Schmerzen leidet, kann entsprechende Arzneimittel wie Ibuprofen einnehmen. Wichtig dabei: Die Schmerzmittel sollten die Blutgerinnung nicht beeinflussen. Daher ist beispielsweise Acetylsalicylsäure (ASS) nicht geeignet.

Heutzutage schränkt die Krankheit das Leben der Betroffenen aber nicht mehr so stark ein wie einst. Erlaubt ist laut Experten alles, was die Gelenke nicht allzu stark belastet oder mit einem sehr hohen Verletzungsrisiko einhergeht. Der Grad der Belastbarkeit hängt von der Stärke der Blutungsneigung und dem Behandlungsverlauf ab. Wer sich nicht sicher ist, was er seinem Körper zumuten soll, sollte seinen Arzt dazu befragen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
09. 09. 2019
12:54 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Aspirin Blutungen Gefahren Gesundheitssystem Ibuprofen Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen Krankheiten Medikamente und Arzneien Schmerzen und Schmerzmedizin Schmerzmittel Verletzungsrisiken und -Gefahren
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Krampf lass' nach

26.08.2019

Helfen Pflanzenpräparate gegen Regelschmerzen?

Ein Ziehen und Stechen im Unterleib, krampfartige Bauchschmerzen und oft macht noch der Rücken Probleme. Viele Frauen kennen die Beschwerden von Regelschmerzen nur zu gut. Was dagegen hilft: » mehr

Wettkampfsituation

16.08.2019

Schmerzmittel vor Sport können Körper dauerhaft schädigen

Um körperliche Grenzen besser ignorieren zu können, nehmen immer mehr Sportler vor Wettkampfsituationen, aber auch beim Training Schmerzmittel ein. Ganz nach dem Motto, wer keine hat, der hält auch länger durch. Der Prei... » mehr

Roland Kaiser live in Coburg

16.08.2019

Auf Schmerzmittel vor dem Sport unbedingt verzichten

Wer seinen Körper zu stark beansprucht, bekommt schnell Probleme mit Bändern und Gelenken. Oft sind Schmerzen die Folge - gerade beim Sport. Den Beschwerden mit Tabletten vorzubeugen, ist jedoch keine gute Idee. » mehr

Mehr Schein, als sein

27.08.2019

Aphthen im Mund heilen meist von selbst

Beim Essen können kleine Entzündungen im Mund extrem unangenehm sein. Die gute Nachricht: In der Regel sind Aphthen harmlos. Dennoch ist in manchen Fällen ein Arztbesuch ratsam. » mehr

Epilepsie

16.09.2019

Auch Schlafmangel kann Epilepsie-Anfall auslösen

Eine unbehandelte Epilepsie kann schwere Folgen haben. Bei einem Anfall sollte der Auslöser deshalb schnellstmöglich ärztlich abgeklärt werden. » mehr

Auch ohne Rezept

12.09.2019

Rezeptfreie Arzneien können abhängig machen

Eine Tablette gegen Kopfschmerzen, eine zum Einschlafen: Freiverkäufliche Medikamente können abhängig machen, warnt der Berufsverband Deutscher Psychiater. Ein Anzeichen ist die vorbeugende Einnahme. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
09. 09. 2019
12:54 Uhr



^