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Renteneintritt kann zum Gesundheitsrisiko werden

Kein Stress, viel Zeit für Hobbys und Familie - so mancher freut sich auf den Ruhestand. Für einige Neurentner ist die Lebensumstellung aber eine Belastung. Oft leidet dann sogar die Gesundheit. Besonders betroffen sind Gutverdiener.



Rentner
Nicht jeder kann den Ruhestand genießen. Bei Gutverdienern steigt mit dem neuen Tagesablauf und dem veränderten Sozialleben sogar die Sterblichkeitsrate.   Foto: Stephan Scheuer

Für Gutverdiener ist der Renteneintritt nach einer aktuellen Studie oft ein Gesundheitsrisiko. Arbeitslose und Männern mit geringem Verdienst profitieren dagegen meist vom Wechsel in den Ruhestand. Das geht aus einer Studie des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung hervor.

Für die Untersuchung wurden die Daten der Deutschen Rentenversicherung zu knapp 800.000 Rentnerinnen und Rentner der Geburtsjahrgänge 1934 bis 1936 ausgewertet. Das Ergebnis: Der Renteneintritt und die damit verbundenen dramatischen Veränderungen im Tagesablauf und im Sozialleben, können die Sterblichkeit der Betroffenen sowohl positiv, als auch negativ beeinflussen.

Ruhestands-Gewinner sind demnach vor allem Arbeitslose und Arbeitnehmer mit geringem Einkommen. Wenn sie mit 63 Jahren in Rente gehen, sinkt die Sterblichkeitsrate spürbar. Wer von der Arbeitslosigkeit in die Rente wechsle profitiere wohl vor allem davon, nicht mehr dem Stigma der Arbeitslosigkeit ausgesetzt zu sein, heißt es in der Studie. Bei den Arbeitnehmern mit geringem Einkommen wirke sich nicht zuletzt aus, dass viele ihrer Jobs körperlich anstrengend oder mit Gefährdungen am Arbeitsplatz verbunden seien. Diese Risiken und Belastungen fielen mit der Rente weg.

Ganz anders ist die Situation der Studie zufolge bei Besserverdienenden, egal ob Mann oder Frau, die mit 65 in den Ruhestand gehen. Hier steigt mit der Verrentung erst einmal die Sterblichkeit messbar an. «Bei ihnen steht wahrscheinlich die soziale Isolation im Rentenalter im Vordergrund, weil sie mit der Berufstätigkeit auch Berufsprestige und soziale Netzwerke verlieren», erklärte Studienautor Matthias Giesecke den Trend.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
05. 08. 2019
16:38 Uhr

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