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Fast zwei Millionen von Schmerz- und Schlafmitteln abhängig

Ob Schmerz-, Schlaf- oder Beruhigungsmittel - für viele Menschen gehören Medikamente zum Alltag. Die Gefahr ist groß, durch die regelmäßige Einnahme eine Sucht zu entwickeln. Das zeigen Zahlen Bundesgesundheitsministeriums.



Medikamente
1,6 Millionen Menschen in Deutschland sind abhängig von Schmerzmitteln. Bei Schlaf- und Beruhigungsmitteln sind es 361.000 Konsumenten.   Foto: Friso Gentsch

Fast zwei Millionen Menschen in Deutschland sind nach

neuen Studiendaten abhängig von bestimmten Medikamenten. Bei

Schmerzmitteln seien 1,6 Millionen Menschen betroffen, heißt es in

einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine FDP-Anfrage.

Von Schlaf- und Beruhigungsmitteln sind demnach 361.000 Menschen

abhängig, wie aus hochgerechneten Zahlen des noch unveröffentlichten

Epidemiologischen Suchtsurveys (ESA) für 2018 hervorgeht.

Jüngere Frauen zwischen 18 und 20 Jahren sind demnach auffällig

häufiger von diesen beiden Medikamentengruppen abhängig als Männer.

Mit zunehmendem Alter wird eine Abhängigkeit bei Männern dann eher

häufiger, bei Frauen seltener. Präzise Auswertungen zu Geschlecht und

Alter seien wegen geringer Fallzahlen aber nicht möglich. Der ESA ist

eine seit 1980 wiederholte Befragung der Bevölkerung in Deutschland

zu Gebrauch und Missbrauch psychoaktiver Substanzen.

Im vergangenen Jahr war eine Neuregelung in Kraft getreten, mit der

ohne Rezept erhältliche Schmerzmittel wie Aspirin oder Ibuprofen neue

Warnhinweise bekommen müssen. Auf der Außenpackung muss aufgedruckt

werden: «Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger

anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!» Dadurch sollen

Nebenwirkungen wie Schlaganfälle, Magenblutungen oder Nierenschäden

vermieden werden. Für weitere Arzneimittelgruppen seien solche

Warnhinweise derzeit nicht vorgesehen, erklärte das Ministerium.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
05. 04. 2019
16:57 Uhr

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05. 04. 2019
16:57 Uhr



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