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Experten-Tipps: Sport und gesunder BMI schützen die Leber

Wer sein Herz gesund halten möchte, sollte auch die eigene Leber pfleglich behandeln. Das zentrale Organ wird oft vergessen. Verfettet die Leber, kann das unter anderem die Gefäße schädigen.



Christian Trautwein
Prof. Christian Trautwein vom Universitätsklinikum Aachen ist Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).   Foto: Uniklinik RWTH Aachen/dpa-tmn

Alkohol schädigt die Leber - das dürften die meisten wissen. Aber auch zu fettes oder zuckerhaltiges Essen kann diesem zentralen Organ zusetzen.

Ein gesunder Body-Mass-Index (zwischen 18,5 und 24,9) und mindestens eine halbe Stunde Bewegung pro Tag sind deshalb wichtig, um die Leber gesund zu halten. Das erklärt Prof. Christian Trautwein, Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) von der Uniklinik der RWTH Aachen.

Der Hepatologe empfiehlt vor allem: «Lassen Sie zuckerhaltige Getränke weg.» Ein halber Liter davon sei kalorientechnisch mit einer Mahlzeit vergleichbar. «Wer also eineinhalb Liter gesüßten Eistee am Tag trinkt, nimmt fast drei zusätzliche Mahlzeiten zu sich.» Schon auf Wasser, Kaffee und Tee ohne Zucker umzusteigen hilft deshalb meist, Gewicht zu reduzieren. «Am besten lässt man dann noch die Süßigkeiten am Abend weg.»

Wer dagegen dauerhaft zu viele Kalorien zu sich nimmt, riskiert, dass die Leber verfettet. Zunächst kommt es zu einer Insulinresistenz, erklärt Trautwein. Insulin ist dafür verantwortlich, dass die Energie aus der Nahrung in die Zellen eingebaut wird. Funktioniert das nicht mehr richtig, lagert sich Fett in der Leber ein. Die Zellen geraten unter Stress - der Körper reagiert mit einer chronischen Entzündung. Sie zerstört die Leber nach und nach.

«Neben der Gefahr einer solchen Leber-Zirrhose schädigt die dauerhafte Entzündung auch die DNA», erläutert Trautwein. «Dadurch können Leberkarzinome entstehen.» Und nicht nur das: Die Entzündungsstoffe aus der Leber können auch ins Blut gelangen und so die Gefäße schädigen. Betroffene Patienten entwickeln etwa doppelt so häufig Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
23. 11. 2017
09:10 Uhr

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23. 11. 2017
09:10 Uhr



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