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DLRG warnt vor Leichtsinnigkeit beim Schwimmen in Seen

Unter den Badetoten ist fast jeder Zweite 50 Jahre oder älter. Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft warnt vor Leichtsinnigkeit an Seen - auch wenn das kühle Nass derzeit besonders lockt. Bestimmte Regeln gilt es zu beachten.



Badesee in Bensheim
Das Baden bei Hitze kann für den Körper zur Belastung werden. Schwimmer sollten sich daher nicht überfordern.   Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Die DLRG warnt gerade auch Erwachsene vor Leichtsinnigkeit beim Schwimmen etwa in Badeseen. «Schwimmer sollten sich nicht überschätzen, der Gefahren bewusst sein und mit ihren Kräften haushalten», sagte der Präsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft Hessen, Thorsten Reus.

Die Zahl der Badetoten sei 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent auf 36 gestiegen. Die meisten Opfer seien in Flüssen und Seen ums Leben gekommen. «Fast jeder Zweite war 50 Jahre und älter. Diesen Trend gibt es seit vielen Jahren.» Drei Viertel der Ertrunkenen seien Männer. Kinder seien kaum darunter.

Reus warnte davor, sich bei Hitze in die Sonne zu legen und anschließend gleich ins Wasser zu gehen. «Der Körper hat bei Ausnahmetemperaturen mit sich genug zu tun», sagte der 51-Jährige. Die körperliche Belastung sei im Wasser dann «enorm», es könne zum Beispiel zu Krämpfen in den Waden kommen.

Grundsätzlich sei es ratsam, im Winter keine Schwimmpause zu machen, sondern in Bädern schwimmen zu gehen, um sich fit zu halten. «Die Muskulatur sollte trainiert werden.» Das Schwimmen draußen sei im Sommer gefährlicher, «wenn ich da nichts gewohnt bin». Alkohol mache alles noch schlimmer. Grundsätzlich sollte man im Freien nur baden, wenn der Bereich überwacht wird. Die DLRG habe in Hessen 90 Wasserrettungsstationen. In einem Hallen- oder Freibad ertrinke kaum jemand.

Unter den Ertrunkenen sind Reus zufolge stets Wassersportler, beispielsweise Kanuten, die sich trotz Hochwassers der Abenteuerlust wegen in einen Fluss wagen. «Auch Angler, die etwa vom Boot ins Wasser fallen, haben mit vollgelaufenen Stiefeln keine Chance», sagte er. «Mit 50 Jahren fangen Leute an, zu tauchen und zu surfen.» Einige Flüchtlinge seien untergegangen, weil sie in ihrer Heimat womöglich keine Erfahrung mit dem Schwimmen gemacht hätten. Die DLRG gebe deshalb Tipps in 24 Sprachen.

Einmal mehr betonte Reus, dass Kinder Schwimmen lernen sollten. «Rund 60 Prozent der Kinder verlassen die Grundschule, ohne sicher schwimmen zu können», mahnte er.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
11. 07. 2017
10:45 Uhr

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11. 07. 2017
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