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Warum Schutz vor Zecken immer wichtig ist

Sie sind klein, leben im Grünen und saugen sich gerne mit Blut voll. Zecken können dem Menschen ganz schön gefährlich werden. Doch wer ein bisschen aufpasst, kann sich davor schützen.



Überträger von Krankheiten
Zecken sind schon bei einer Temperatur von sieben Grad aktiv. Foto: Patrick Pleul/dpa  

Zecken lauern in der Natur und können gefährliche Krankheiten übertragen. Sich zu schützen, ist daher wichtig. Wer denkt, dass er bis zu den ersten richtig warmen Frühlingstagen vor den kleinen Tierchen Ruhe hat, irrt.

Wann beginnt die Zeckensaison?

Viele glauben, Zecken gibt es nur im Frühjahr und im Sommer - also, wenn es ordentlich warm draußen ist. Das stimmt nicht. «Zecken sind dann aktiv, wenn die Temperatur einige Tage bei etwa sieben Grad liegt», erklärt Susanne Glasmacher vom Robert Koch-Institut (RKI). Das kann auch schon im Februar der Fall sein, oder wenn der Winter generell einfach besonders warm ist. Natürlich ist das Risiko zu dieser Zeit geringer, von einer Zecke gebissen zu werden, da man in der Regel nicht mit kurzen Sachen im Grünen unterwegs ist. Absuchen sollte man sich aber dennoch. Die Zecke könne schließlich auch unters Hosenbein kriechen, rät Glasmacher.

Welche Krankheiten können durch Zecken übertragen werden?

Zecken können eine Vielzahl von Infektionskrankheiten übertragen - zu den bedeutendsten zählen aber die Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Die Borreliose wird durch Bakterien verursacht und tritt in allen Teilen Deutschlands auf, wie Britta Reckendrees von Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erläutert. Unerkannt und unbehandelt kann die Borreliose zu chronischen Schädigungen unter anderem des Herzens, der Nerven und der Gelenke führen. Bei der FSME handelt es sich um eine fieberhafte Erkrankung unter Beteiligung der Hirnhäute. In besonders schweren Fällen kann es zur Gehirnentzündung und zur Schädigung des Rückenmarks kommen. Im Extremfall verläuft die Krankheit tödlich.

Für wen lohnt sich eine Impfung?

Gegen den Erreger der FSME gibt es eine Impfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt einen Impfschutz für Personen, die sich in FSME-Risikogebieten häufig im Freien aufhalten. Außerdem sollten sich Berufstätige, die durch ihren Job gefährdert sind, impfen lassen. Das sind etwa Forstarbeiter oder Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten. Auch für Urlauber, die in FSME-Risikogebiete im Ausland reisen, ist eine Impfung sinnvoll.

Wo sind die Risikogebiete?

Eine Übersicht über FSME-Risikogebiete hat das RKI auf seiner Internetseite. Die Gebiete befinden sich hauptsächlich in Bayern und Baden-Württemberg - aber auch stellenweise in Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz oder dem Saarland. Hinweise über ein FSME-Risiko im Ausland finden Reisende zum Beispiel unter den Reisesicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts im Netz.

Muss ich nach jedem Zeckenbiss zum Arzt?

«Nein», sagt Glasmacher vom RKI. Das Risiko, sich mit Borreliose oder FSME anzustecken, sei insgesamt gering. Wer von einer Zecke gebissen wurde, sollte danach allerdings aufmerksam seinen Körper beobachten. Tritt eine Hautrötung an der Einstichstelle auf, sollten Betroffene sofort zum Arzt. Sie ist ein Hinweis auf eine Borreliose. Eine Behandlung mit Antibiotika ist dann erforderlich. Bei der FSME kommt es in der Regel nach einigen Tagen zu grippeähnlichen Symptomen und Fieber. Anschließend machen sich neurologische Symptome wie Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen oder epileptische Anfälle bemerkbar.

Was muss man noch über Zecken wissen?

«Viele glauben, dass Zecken von den Bäumen fallen», erklärt Reckendrees von der BZgA. Das stimmt nicht. Zecken sitzen vor allem im Gras, Gebüsch oder Unterholz. Wichtig ist es daher, sich beim Aufenthalt in der Natur ausreichend zu schützen. Lange Kleidung kann helfen, Wanderer können auch die Hosenbeine in die Strümpfe stecken. zeckenabweisende Mittel können ebenfalls helfen. Wichtig ist aber immer, seinen Körper nach dem Aufenthalt in der Natur gründlich abzusuchen.

Veröffentlicht am:
24. 02. 2017
05:10 Uhr

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dpa

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24. 02. 2017
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