Lade Login-Box.
Fotowettbewerb 2020 zum Digital-Abo
Topthemen: Freies Wort hilftCoronavirus in ThüringenFolgen Sie uns auf Instagram

 

Brüssel genehmigt deutsche Garantie für Reise-Gutscheine

Mit dem Segen der EU-Kommission darf die deutsche Regierung staatliche Beihilfen bei Gutscheinen für stornierte Reisen zahlen. Aber bei welchen Reise-Annulierungen betrifft das?



Europaflagge
Die EU-Kommission hat die geplante Garantie des Bundes für Reisegutscheine bei Corona-bedingten Stornierungen genehmigt.   Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa

Die Garantie des Bundes für Reisegutscheine bei Stornierungen wegen Corona hat die Genehmigung aus Brüssel. Die EU-Kommission billigte die staatlichen Beihilfen in Höhe von 840 Millionen Euro am Freitag.

Die Regelung soll die Gutscheine als Alternative zur Erstattung der Reisekosten attraktiver machen und so der Reisebranche helfen. Trotzdem haben Kunden das Recht auf Entschädigung, wenn ihnen das lieber ist.

Die Bundesregierung hatte - wie andere EU-Staaten - zunächst erwogen, Gutscheine zur Pflicht zu machen. Denn die Reisebranche fürchtet milliardenschwere Rückerstattungen für Urlaube, die wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt werden mussten. Doch die EU-Kommission erhob Einwände. Deshalb entschloss sich die Bundesregierung zu der Garantie. So müssen die Kunden nicht fürchten, dass sie bei einer Pleite des Veranstalters auf wertlosen Gutscheinen sitzen bleiben.

Die jetzt von der EU-Kommission genehmigte deutsche Regelung bezieht sich auf Gutscheine für annullierte Pauschalreisen, die vor dem 8. März gebucht wurden. Nach Angaben der Brüsseler Behörde hatten diese - Stand Ende April - einen Wert von sechs Milliarden Euro. Da für einen Großteil der stornierten Buchungen bereits der Preis erstattet oder eine Ersatzbuchung angeboten worden sei, gehe es Schätzungen zufolge noch um abgesicherte Gutscheine im Wert von 1,5 Milliarden Euro.

Mit der Regelung werde der deutsche Staat dafür sorgen, dass Empfänger die Gutscheine entweder bis 31. Dezember 2021 nutzen oder dann den vollständigen für die Reise gezahlten Betrag zurückbekommen könnten. Das sei im Sinne der Empfehlung der Kommission von Mitte Mai, Gutscheinlösungen attraktiv zu machen. Die Regelung sei notwendig, angemessen und verhältnismäßig und somit genehmigt worden, betonte die Behörde weiter.

© dpa-infocom, dpa:200731-99-994169/4

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
31. 07. 2020
13:02 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Europäische Kommission Regierungen und Regierungseinrichtungen Regierungseinrichtungen der Bundesrepublik Deutschland Wirtschaftsbranche Reisen und Tourismus
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Konzert abgesagt

22.04.2020

Wie Veranstalter auf die Krise reagieren

Verreisen, im Abendkurs eine neue Sprache lernen, am Wochenende den Fußball-Club anfeuern - das kann man alles vergessen in der Corona-Krise. Doch was, wenn schon Geld geflossen ist? » mehr

Was bringt 2020 Anlegern?

04.12.2019

Was bringt 2020 Anlegern?

Das Hin und Her um den Brexit, Trumps Tweets zum Handelsstreit mit China, dazu die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank - 2019 war für Anleger nicht langweilig. Was kommt 2020? » mehr

Geld abheben

30.06.2020

BGH tadelt Banken beim Basiskonto

Das Basiskonto soll auch Obdachlosen oder Geflüchteten offenstehen. Bei der Deutschen Bank kostet es 8,99 Euro im Monat. Auch andere Geldhäuser verlangen hohe Gebühren. Ist das rechtens? » mehr

Inflation in Deutschland

16.06.2020

Inflation auf tiefstem Stand seit fast vier Jahren

Tanken und Heizen sind zuletzt spürbar günstiger geworden. Viele Volkswirte gehen davon aus, dass die rückläufige Entwicklung bei den Verbraucherpreisen vorerst anhalten wird. » mehr

Sammelklagen für Verbraucher in der EU

23.06.2020

Sammelklagen kommen in der EU

Dieselgate und Volkswagenskandal - das weckt bei vielen Kunden schlechte Erinnerungen. Auf sich alleine gestellt können Verbraucher ihre Rechte gegen große Firmen allerdings oft nicht durchsetzen. Künftig sind in der ges... » mehr

Sinkende Ökostromumlage

05.06.2020

Ökoumlage sinkt für Haushaltsstrom um 900 Millionen

Die Bundesregierung will die Ökoumlage und die Mehrwertsteuer senken. Damit dürfte auch die private Stromrechnung niedriger ausfallen. Welche Entlastung die Vergleichsportale erwarten. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
31. 07. 2020
13:02 Uhr



^
OK

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter » Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.