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Welche Corona-Regeln in welchem Bundesland gelten

Gastronomie, Tourismus, Schulen, Museen - in vielen Lebensbereichen bekommen die Bundebürger Tag für Tag wieder mehr Freiheiten. Doch nicht in allen Bundesländern gelten die selben Regeln. Ein Überblick.



Gastronomie öffnet wieder
Gaststätten dürfen in allen Bundesländern unter Hygiene-Vorgaben wieder öffnen.   Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Die Bundesländer können im Kampf gegen die

Corona-Pandemie über die schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens

weitgehend in eigener Verantwortung entscheiden. Hier der aktuelle

Stand der Lockerungen in den Ländern bei ausgewählten

Lebensbereichen.

Wichtig: Die Lockerungen erfolgen in aller Regel unter Auflagen wie

Abstands- und Hygienebestimmungen. Zudem gilt weiterhin die

bundesweite Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr.

1) Restaurants und Bars

BADEN-WÜRTTEMBERG: Speiselokale, Kneipen und Bars dürfen öffnen.

BAYERN: Restaurants dürfen sowohl die Außenbereiche als auch die

Innenräume öffnen. Für auf den Getränkeausschank ausgerichtete Lokale

wie Bars gibt es noch keine Perspektive.

BERLIN: Kneipen und Bars können wieder öffnen, Gäste müssen aber an

Tischen Platz nehmen. Restaurants und Gaststätten sind ebenfalls

geöffnet.

BRANDENBURG: Restaurants können öffnen, Bars bleiben geschlossen.

BREMEN: Restaurant- und Kneipenbesuche sind möglich. Es gelten ein

Thekenverbot, Sitzplatz- und Bedienpflicht. Bars bleiben weiterhin

geschlossen.

HAMBURG: Restaurants sind offen, eine Öffnung von Bars wird geprüft.

HESSEN: Gaststätten und Bars sind geöffnet, vorgeschrieben ist ein

Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Gästen.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Restaurants sind geöffnet. Bars müssen noch

geschlossen bleiben.

NIEDERSACHSEN: Restaurants sind geöffnet, Bars noch zu.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Restaurants sind geöffnet. Bars müssen meist

geschlossen bleiben, entschieden wird im Einzelfall vor Ort.

RHEINLAND-PFALZ: Gaststätten und Bars dürfen öffnen. Essen und

Trinken darf wieder an der Theke abgeholt werden.

SAARLAND: Restaurants und andere Gaststätten dürfen wieder öffnen.

Unter anderem muss das Personal Mundschutz tragen, die Gaststätten

müssen um 23.00 Uhr schließen.

SACHSEN: Restaurants und Bars dürfen öffnen.

SACHSEN-ANHALT: Alle Restaurants und Bars dürfen wieder öffnen.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Restaurants und Bars können öffnen.

THÜRINGEN: Restaurants und Bars können öffnen.

2) Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze

BADEN-WÜRTTEMBERG: Ferienwohnungen und Campingplätze können wieder

öffnen, genauso wie Hotels - allerdings noch ohne die

Wellnessbereiche.

BAYERN: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen wieder

öffnen.

BERLIN: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze können öffnen.

BRANDENBURG: Ferienwohnungen und Hotels dürfen Gäste aufnehmen. Auch

Campingplätze sind geöffnet.

BREMEN: Hotels und Ferienwohnungen dürfen öffnen, Campingplätze

ebenso.

HAMBURG: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen Gäste

beherbergen.

HESSEN: Hotels und Ferienwohnungen können aufsperren, Campingplätze

ihre Tore öffnen.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Hotels und Ferienwohnungen sind geöffnet.

Gleiches gilt für Campingplätze.

NIEDERSACHSEN: Ferienwohnungen und Campingplätze sind geöffnet.

Hotels dürfen mit maximal 60 Prozent Auslastung betrieben werden.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze können

aufmachen.

RHEINLAND-PFALZ: Hotels dürfen wieder für Touristen öffnen,

Ferienwohnungen wieder vermietet werden. Auch Campingplätze sind

wieder offen.

SAARLAND: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen wieder für

den Tourismus öffnen.

SACHSEN: Hotels, Campingplätze und Ferienwohnungen können öffnen.

SACHSEN-ANHALT: Ferienwohnungen können öffnen, Hotels und

Campingplätze ebenfalls.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Besuche sind möglich - in Ferienwohnungen, Hotels

und auf dem Campingplatz.

THÜRINGEN: Hotels, Campingplätze und Ferienwohnungen dürfen

aufmachen.

3) Freibäder und Freizeitparks

BADEN-WÜRTTEMBERG: Freizeitparks dürfen öffnen, Freibäder unter

Auflagen vom 6. Juni an.

BAYERN: Freizeitparks dürfen öffnen, Freibäder und Schwimmbadanlagen

im Freien ab 8. Juni.

BERLIN: Freibäder können öffnen. Größere Freizeitparks gibt es nicht.

BRANDENBURG: Freizeitparks und Freibäder können wieder öffnen.

BREMEN: Die ersten Freibäder können öffnen, ab 15. Juni sollen

Freibäder bei Vorlage eines Hygienekonzeptes generell geöffnet

werden. Größere Freizeitparks gibt es nicht.

HAMBURG: Freibäder dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Hamburg hat

keine größeren Freizeitparks.

HESSEN: Für Freibäder ist der Zeitpunkt für eine Wiedereröffnung noch

unklar. Freizeitparks können wieder öffnen.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Freibäder dürfen wieder öffnen. Freizeitparks

sind geschlossen.

NIEDERSACHSEN: Freibäder dürfen wieder öffnen, das gleiche gilt für

Freizeitparks.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Freibäder dürfen öffnen, der Mindestabstand gilt

auch in den Schwimmbecken. Freizeitparks dürfen Besucher

hereinlassen.

RHEINLAND-PFALZ: Freibäder dürfen wieder öffnen, Freizeitparks erst

ab dem 10. Juni.

SAARLAND: Freibäder dürfen am 8. Juni wieder öffnen. Wann

Freizeitparks wieder Besucher empfangen dürfen, ist noch unklar.

SACHSEN: Freibäder und Freizeitparks dürfen öffnen, sofern sie ein

genehmigtes Hygienekonzept haben.

SACHSEN-ANHALT: Freibäder und Freizeitparks dürfen wieder öffnen.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Freibäder und Freizeitparks bleiben bis auf

weiteres geschlossen.

THÜRINGEN: Freibäder können öffnen, über Freizeitparks entscheiden

die Kreise in eigener Regie.

4) Kontaktbestimmungen

BADEN-WÜRTTEMBERG: In privaten Räumen dürfen bis zu zehn Menschen aus

mehreren Haushalten zusammenkommen. Bei Verwandten und Angehörigen

des gleichen Haushalts und deren Lebenspartnern dürfen es sogar mehr

Menschen sein. In der Öffentlichkeit darf man sich bis zum 15. Juni

nur alleine, mit Angehörigen des eigenen Haushalts sowie eines

weiteren Haushalts aufhalten.

BAYERN: Es können sich sowohl im privaten wie auch im öffentlichen

Raum mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen.

BERLIN: Künftig können sich neben Angehörigen zweier Haushalte auch

wieder bis zu fünf Menschen zu Hause oder im Freien treffen. Das gilt

unabhängig von der Frage, ob sie zusammen wohnen oder nicht.

BRANDENBURG: Zwei Haushalte oder bis zu zehn Menschen dürfen zusammen

sein. Private Feiern sind mit bis zu 50 Personen möglich. Die Regeln

gelten jeweils für drinnen und draußen.

BREMEN: Es können sich mehrere Angehörige aus zwei Haushalten im

öffentlichen Raum treffen. In geschlossenen Räumen sind

Veranstaltungen mit maximal 20 Personen möglich, wenn ein

Hygienekonzept vorliegt. Bei Veranstaltungen im Garten, auf der

Parzelle oder ähnlich umfriedeten Flächen im Freien liegt die Grenze

bei 50 Personen. Für beide Fälle wird die einschränkende

«Zwei-Haushalts-Regel» aufgehoben.

HAMBURG: Bis zu zehn Mitglieder zweier Haushalte dürfen sich wieder

treffen, ohne dabei einen Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten.

HESSEN: Im öffentlichen Raum dürfen wieder Angehörige von zwei

Haushalten gemeinsam unterwegs sein.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Im öffentlichen und privaten Raum können sich

mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen.

NIEDERSACHSEN: Es dürfen sich Angehörige von zwei Haushalten in der

Öffentlichkeit treffen.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Gruppen mit bis zu zehn Personen dürfen sich im

Freien treffen.

RHEINLAND-PFALZ: Im öffentlichen Raum können sich Angehörige aus bis

zu zwei Haushalten treffen.

SAARLAND: Zusammenkünfte von bis zu zehn Menschen sind zugelassen -

auch in Gaststätten.

SACHSEN: Es können sich zwei Hausstände treffen.

SACHSEN-ANHALT: Bis zu zehn Menschen dürfen sich treffen, zu privaten

Feiern dürfen bis zu 20 Gäste eingeladen werden.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Es können sich sowohl im privaten wie auch im

öffentlichen Raum mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen.

THÜRINGEN: Draußen und auch drinnen dürfen sich die Mitglieder von

zwei Haushalten treffen.

5) Fitnessstudios und Sporthallen

BADEN-WÜRTTEMBERG: Fitnessstudios dürfen wieder öffnen. Auch

Sportvereine dürfen nun wieder in Hallen trainieren.

BAYERN: Fitnessstudios und Indoor-Sportstätten dürfen am 8. Juni

wieder öffnen. Derzeit ist Sport in Gebäuden nur in wenigen Fällen

wie Reithallen erlaubt.

BERLIN: Fitnessstudios dürfen unter Auflagen wieder öffnen und

Gruppen von bis zu zwölf Personen in Sporthallen wieder trainieren.

BRANDENBURG: Fitnessstudios, Turn- und Sporthallen können unter

Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln wieder aufmachen.

BREMEN: Sporthallen und Fitnessstudios dürfen unter Auflagen wieder

öffnen.

HAMBURG: Sporthallen, Fitness- und Sportstudios, Yogastudios,

Tanzschulen und Indoor-Spielplätze dürfen unter Auflagen wieder

öffnen.

HESSEN: Vereine dürfen in Hallen trainieren, Fitnessstudios sind

geöffnet.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Fitnessstudios dürfen ihre Türen öffnen. Auch

Vereinssport darf wieder in geschlossenen Räumen betrieben werden.

NIEDERSACHSEN: Sport in Hallen ist unter Einhaltung der

Mindestabstände wieder erlaubt. Das gilt auch für Fitnessstudios.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Fitnessstudios sind geöffnet. Vereinssport in

Hallen ist nur bedingt möglich.

RHEINLAND-PFALZ: Fitnessstudios dürfen wieder aufmachen, auch

Vereinssport in Hallen ist wieder möglich.

SAARLAND: Sport treiben in Hallen ist erlaubt - im Fitnessstudio und

beim Vereinssport.

SACHSEN: Fitnessstudios sind geöffnet, Vereinssport ist auch in der

Halle erlaubt.

SACHSEN-ANHALT: Fitnessstudios dürfen wieder öffnen, auch Sport in

Hallen ist erlaubt. Verboten bleiben Wettkämpfe, Zuschauer und

generell Kontaktsportarten wie Ringen.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Fitnessstudios dürfen öffnen und Vereine auch in

Räumen trainieren.

THÜRINGEN: Fitnessstudios dürfen wieder öffnen, Vereine können in

Hallen zurückkehren.

6) Schulen und Kitas

BADEN-WÜRTTEMBERG: Mitte Juni sollen alle Schüler zumindest zeitweise

wieder Präsenzunterricht erhalten. Die Kitas sollen spätestens Ende

Juni wieder vollständig öffnen. Bisher dürfen höchstens 50 Prozent

der Kinder, die normalerweise die Einrichtung besuchen, gleichzeitig

dort betreut werden.

BAYERN: Laut Kultusministerium war vor den Pfingstferien rund die

Hälfte aller Jahrgänge wieder an den Schulen, Mitte Juni sollen dann

alle Schüler wochenweise in die Schule gehen. Bis 1. Juli sollen auch

alle Kinder zurück in Kindergärten und Krippen dürfen.

BERLIN: Bis zum Sommer soll jedes Kita-Kind wieder ein

Betreuungsangebot erhalten. Alle Schüler haben Unterricht, jedoch nur

teilweise in der Schule.

BRANDENBURG: Allen Schülern wird vor den Sommerferien der Schulbesuch

und die Teilnahme am Präsenzunterricht mindestens tage- oder

wochenweise ermöglicht. Bei Kitas soll ein eingeschränkter

Regelbetrieb anlaufen.

BREMEN: Alle Schulklassen werden schrittweise zurückgeholt. Alle

Vorschulkinder können wieder in Kitas kommen.

HAMBURG: Alle Schüler sollen wenigstens einmal pro Woche Unterricht

in der Schule bekommen. Kitas gehen schrittweise in den Regelbetrieb.

HESSEN: Kitas gehen wieder in den eingeschränkten Normalbetrieb über.

Der Unterricht an den Schulen hat schrittweise wieder begonnen.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Die Schüler kehren bereits schrittweise in

die Schulen zurück. Kitas stehen wieder allen Kindern offen.

NIEDERSACHSEN: Die Notbetreuung in den Kitas wird schrittweise

ausgeweitet, von Mitte Juni an soll es für alle Kinder ein zeitlich

eingeschränktes Angebot für den Kita-Besuch geben. Auch die Schüler

kehren nach und nach zurück, vom 15. Juni an haben alle Jahrgänge

wieder Unterricht in den Schulen.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Kita-Kinder und Schüler kehren schrittweise

zurück. Alle Schüler erhalten tageweise Präsenzunterricht, ab 8. Juni

soll es einen «eingeschränkten Regelbetrieb» für alle Kita-Kinder

geben.

RHEINLAND-PFALZ: Der Unterricht hat stufenweise wieder begonnen, alle

Schüler sollen bis Mitte Juni zumindest zeitweise wieder zur Schule

gehen. Die Kitas öffnen wieder für alle, wenn auch mit

Einschränkungen.

SAARLAND: Im Laufe des Junis sollen alle Schüler zumindest zeitweise

wieder an die Schule zurückkehren. Kitas sollen ab dem 8. Juni wieder

eingeschränkten Regelbetrieb aufnehmen.

SACHSEN: Sachsens Kitas und Grundschulen können im eingeschränkten

Regelbetrieb für alle Kinder öffnen. Schüler an weiterführenden

Schulen sollen zumindest teilweise wieder an den Schulen unterrichtet

werden.

SACHSEN-ANHALT: Kitas und Schulen kehren zu einem regulären Betrieb

zurück. Bis zum 15. Juni sollen wieder alle Grundschüler täglich zur

Schule kommen.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Für einige Jahrgänge hat der Unterricht bereits

wieder begonnen. Vom 8. Juni an sollen alle Grundschüler wieder eine

tägliche Beschulung im Klassenverband erhalten. Der Regelbetrieb an

allen Schulen soll nach den Sommerferien mit dem neuen Schuljahr am

10. August wieder starten. In den Kitas gilt ein eingeschränkter

Regelbetrieb.

THÜRINGEN: In allen Kitas gilt eingeschränkter Regelbetrieb. Alle

Schüler können wieder an einem angepassten Präsenzunterricht

teilnehmen.

Autor
dpa

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Veröffentlicht am:
03. 06. 2020
11:23 Uhr

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