Lade Login-Box.
Fotowettbewerb 2020 zum Digital-Abo
Topthemen: Freies Wort hilftCoronavirus in ThüringenFolgen Sie uns auf Instagram

 

Kein Preisschock durch Homeoffice, aber hohe EEG-Umlage

Für viele Arbeitnehmer in Deutschland ist das Homeoffice der neue Arbeitsplatz. Auf ihrer Stromrechnung dürfte sich das aber nur wenig niederschlagen, schätzt der Energieversorger Eon. Allerdings könnte die EEG-Umlage ziemlich zu Buche schlagen.



Strompreis
Der höherere Stromverbrauch durchs Homeoffice dürfte sich auf die Stromrechnung weniger auswirken als die EEG-Umlage. Das prognostiziert der Energieversorger Eon.   Foto: Jens Wolf/ZB/dpa

Der Stromverbrauch der Privathaushalte ist durch die Arbeit im Homeoffice nach Einschätzung des größten deutschen Energieversorgers Eon nur leicht gestiegen. Einen großen Strompreisschock bei der nächsten Rechnung müssten die Verbraucher deshalb nicht befürchten.

«Das wäre völlig überraschend», sagte Eon-Vorstandschef Johannes Teyssen. Aktuelle Zahlen für den privaten Stromverbrauch gebe es wegen der geringen Zahl der in Deutschland bislang installierten intelligenten Stromzähler zwar nicht.

Die Werte in Großbritannien, wo es bereits Millionen solche Smart Meter in Privatwohnungen gebe, ließen auf einen Anstieg von 4 bis 5 Prozent schließen. Der Rückgang des Stromverbrauchs in Deutschland sei ganz überwiegend eine Folge der gesunkenen Abnahme von Industrie und Großgewerbe.

Ungemach drohe den Stromverbrauchern aber durch eine «Explosion der EEG-Umlagekosten». Die Umlage zur Finanzierung der erneuerbaren Energien könnte im kommenden Jahr als Folge der gesunkenen Stromnachfrage, niedrigerer Großhandelspreise und der Rekordeinspeisung aus Wind- und Solarparks auf möglicherweise bis zu 8 Cent je Kilowattstunde steigen, sagte Teyssen. Derzeit beträgt die Umlage knapp 6,8 Cent.

Ein solcher Anstieg werde einen Aufschwung nach dem Ende der Corona-Krise abwürgen, warnte der Eon-Chef. Er schlug vor, die EEG-Umlage dauerhaft bei höchstens 5 Cent zu deckeln und die Stromsteuer auf den EU-Mindestsatz von 0,05 Cent je Kilowattstunde zu senken. Dadurch könne eine Familie mit einem Jahresverbrauch von gut 3500 Kilowattstunden um mehr als 200 Euro brutto pro Jahr entlastet werden. Für kleine und mittlere Unternehmen wäre die Einsparungen entsprechend höher. Die mittelfristige Gegenfinanzierung sei durch die bereits entschiedene neue CO2-Bepreisung möglich.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
13. 05. 2020
10:57 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Alternative Energien Energiewirtschaftsunternehmen Eon AG Johannes Teyssen Stromsteuern Stromverbrauch
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Stromkosten

28.04.2020

Führt Corona zu höheren Stromkosten?

Homeoffice und kaum Außer-Haus-Aktivitäten - das dürfte die privaten Stromrechnungen klettern lassen. Luft könnte der Staat den Verbrauchern bei EEG-Umlage oder Stromsteuer verschaffen. » mehr

Payback

13.03.2020

Wenn der Einkauf belohnt wird: Payback wird 20

Rabattprogramme nutzen die menschliche Neigung zur Schnäppchenjagd mit großem Erfolg aus - Kundendaten gegen Preisnachlass. » mehr

Sally Peters

29.07.2020

Wo Verbraucher den Rotstift ansetzen können

Jobverlust, Kurzarbeit - in Krisenzeiten müssen Haushalte mit weniger Geld auskommen als bislang. Das gilt für einige auch in der Corona-Krise. Es gibt jedoch Möglichkeiten zu sparen. » mehr

Mitunter teuere Energie: Strom

08.09.2020

Energieanbieter wechseln ist einfach

Ohne Strom und Gas geht nichts. Die Kosten für den Energieverbrauch können ins Geld gehen. Wer vergleicht und rechnet, kann aber durchaus sparen. Der Anbieterwechsel ist nicht kompliziert. » mehr

Wirecard

01.07.2020

Was Anleger aus dem Fall Wirecard lernen können

Hochgelobt und tief gefallen: Für viele Anleger ist der Zahlungsdiensteabwickler Wirecard ein Fiasko. Nach dem Bilanzskandal müssen sie hohe Verluste hinnehmen. Was man aus dem Fall lernen kann. » mehr

Der Stromzähler zeigt den Verbrauch in Kilowattstunden an

25.06.2020

So wirkt sich die Steuersenkung auf Ihre Stromrechnung aus

Für ein halbes Jahr sinkt die Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte. Das hat auch für Stromrechnungen positive Auswirkungen. Mit einer sehr großen Ersparnis sollten Kunden aber lieber nicht rechnen. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
13. 05. 2020
10:57 Uhr



^