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Corona-Schock überwinden: Anleger sollten ruhig bleiben

Für Anleger war die Corona-Krise ein Schock. Doch die Kursrückgänge dürften auch Schwachstellen im Depot offengelegt haben. Was Anleger jetzt tun können.



Die Aktienkurse stehen derzeit unter besonderer Beobachtung
Die Corona-Krise hat die Aktienmärkte kräftig durchgeschüttelt - Panikverkäufe sind aber die falsche Reaktion.   Foto: Arne Dedert/dpa/dpa-tmn

Der Anblick der Zahlen kann weh tun: Etwa 34 Prozent hat der MSCI World Index in der Corona-Krise eingebüßt. Das beweist: Alle paar Jahre bremst ein Crash den Aufschwung an den Börsen. Langfristig kennen die internationalen Aktienmärkte aber nur eine Richtung: aufwärts.

Anleger sollten deshalb lieber ruhig bleiben, raten die Experten der Stiftung Warentest in der Zeitschrift «Finanztest» (Heft 5/2020). Denn wer jetzt hektisch handelt, richtet möglicherweise größeren Schaden an als durch Abwarten. Wer breit streuende ETF im Depot hat, kann die Krise aussitzen.

Diese Fonds werden sich erholen, wenn es an den Märkten wieder aufwärts geht. Allerdings hat es in der Vergangenheit manchmal mehrere Jahre gedauert, ehe die Verluste vollständig aufgeholt waren.

Anlagestrategie überprüfen

Wer zum Beispiel auf bestimmte Länder oder Branchen gesetzt hat, sollte sich die Frage stellen, ob er dieses Investment jetzt auch wieder tätigen würde. Ein Beispiel: Unternehmen aus der Tourismusbranche stehen derzeit in einem anderen Licht als vor der Krise. Auch Dividendenstrategien dürften derzeit nicht so viel Rendite bringen wie prognostiziert.

Der Rat der Tester: «Halten Sie nicht an hinfällig gewordenen Anlageideen fest, nur weil die Fonds tief im Minus stehen.» Wer die Anteile verkauft und in einen breit streuenden ETF umschichtet, kann auf lange Sicht bessere Erfolge erzielen.

Gemanagte Fonds gut beobachten

Aktiv gemanagte Fonds sollten Anleger jetzt besonders beobachten. Der Grund: Ein Börsencrash gehört zu den Szenarien, in denen Fondsmanager ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen können, erklären die Experten.

In ruhigen, aufwärts gerichteten Marktphasen haben sie es schwer, den Vergleichsindex zu schlagen. ETF sind hier meist im Vorteil. Allerdings trifft jeder Crash Indexfonds mit voller Wucht, da sie ja auch in dieser Situation ihren Markt genau abbilden.

Während passive Indexfonds sich also analog zum Markt entwickeln, können Fondsmanager versuchen, die Aktienquote rechtzeitig herunterzufahren, um die Crashfolgen zu mildern. Vor allem flexible Mischfonds sollten sich jetzt nach Ansicht der Tester besser entwickeln als der Aktienmarkt.

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dpa

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Veröffentlicht am:
21. 04. 2020
09:18 Uhr

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