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Wo Verbraucher Rechtshilfe bekommen

Guter Rat ist teuer? Nicht in jedem Fall. Rechtliche Beratung gibt es etwa im Internet. Hier zahlt der Nutzer oft nur bei Erfolg. Welche Wege es noch gibt.



Verzeichnis der Bundesrechtsanwaltskammer
Ein Verzeichnis aller in Deutschland zugelassenen Rechtsanwälte stellt die Bundesrechtsanwaltskammer online bereit.   Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Streit mit dem Vermieter, der Arbeitsagentur oder der Krankenkasse - Bürger suchen aus vielen Gründen rechtliche Einschätzungen. Über Internetsuchmaschinen sind Antworten schnell zu finden.

Ob die Dienstleistung wirklich zum konkreten Fall passt, können Laien aber nicht immer erkennen. Eine Auswahl von Anlaufstellen für Verbraucher, die Rechtshilfe benötigen: 

- Beratung: Sozialverbände bieten Mitgliedern Rechtsberatung zu Themen wie Rentenversicherung, Sozialhilferecht und Arbeitslosengeld. Auch die Wohlfahrtsverbände beraten Mitglieder. Teilweise bieten sie auch Beratungen für bestimmte Gruppen an, etwa für Frauen oder Asylsuchende. Verbraucher können bei Problemen mit Unternehmen die Beratungsstellen der Verbraucherzentralen kontaktieren. Dafür wird eine Gebühr fällig.

- Anwalt: Anwälte können Fragen klären und ihre Mandanten vor Gericht vertreten. Im Amtlichen Anwaltsverzeichnis der Bundesrechtsanwaltskammer sind alle in Deutschland zugelassenen Rechtsanwälte aufgeführt. In der Online-Datenbank des Deutschen Anwaltvereins (DAV) können Verbraucher nach Fachanwälten suchen und die Einträge nach bestimmten Rechtsgebieten filtern.

Besonders bei speziellen Fragen können Ratsuchende über die Beratung bei einem Fachanwalt nachdenken, sagt DAV-Sprecher Swen Walentowski. In den gängigen Rechtsgebieten kennen sich ihm zufolge aber alle Anwälte aus. Außerhalb der Großstädte seien zudem nicht immer für alle Rechtsgebiete Fachanwälte zu finden.

- Internet-Rechtsdienstleister: Einige Unternehmen bieten im Internet an, Interessen ihrer Kunden durchzusetzen. Meist bekommen diese Legal Techs nur ein Honorar, wenn sie erfolgreich sind. Sie sind als Inkasso-Unternehmen registriert und haben keine Rechtsanwaltslizenz - wie etwa das Portal Wenigermiete.de zur Durchsetzung von Mieterrechten. Ein solches Angebot von Internet-Dienstleistern ist nach einem Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs zulässig.

- Gerichte: Wer wissen möchte, welche rechtlichen Schritte er in einem Verfahren einleiten kann, kann sich an die Rechtsantragstelle des Gerichts wenden. Dort können Rechtspfleger bei der Formulierung von Anträgen an das Gericht oder Klagen helfen. Rechtlich beraten dürfen sie aber nicht, und nicht an allen Gerichten ist eine solche Stelle vorgesehen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
27. 11. 2019
13:23 Uhr

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27. 11. 2019
13:23 Uhr



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