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Das eigene Vermögen klimafreundlich anlegen

Der Klimawandel ist ein Thema, das derzeit viele bewegt. So mancher stellt sein eigenes Verhalten infrage. Das kann durchaus helfen, den eigenen CO2-Abdruck zu verringern. Allerdings ist noch mehr möglich - etwa mit einer grünen Geldanlage.



Windräder
Klimasparbriefe oder Tages- und Festgeld von nachhaltigen Banken ermöglichen es, sein Geld umweltbewusst anzulegen. Die Beteiligung an Windanlagen könnte jedoch riskant sein.   Foto: Frank Rumpenhorst

Klimaschutz und Umwelt sind Ihnen wichtig? Dann können Sie für eine andere Klimapolitik auf die Straße gehen. Sie können auch aufhören, Fleisch zu essen und ihr Auto stehen lassen. Sie können aber auch Ihre Geldgeschäfte klimafreundlich ausrichten.

Passende Angebote für Girokonten, Tagesgeld und Fonds gibt es einige, hat die Zeitschrift «Finanztest» (8/2019) ermittelt. Dazu gehören Zinsanlagen wie Klimasparbriefe, Tages- und Festgeld von nachhaltigen Banken sowie Branchenfonds, die auf neue Energien und Umwelttechnologie setzen.

Wer einen radikalen Schnitt machen will, kann seine gesamten Bankgeschäfte zu einer klimafreundlichen Bank verlegen, die bei Geldanlage und Kreditvergabe ethische und ökologische Maßstäbe anlegt. Bekannte Nachhaltigkeitsbanken sind zum Beispiel die GLS-Bank, die Umweltbank und die niederländische Triodos Bank.

Kunden, die bei ihrer Bank oder Sparkasse bleiben wollen, können bei ihrem Institut nach Klima-, Umwelt- oder Öko-Sparbriefen fragen. Das Geld, das sie mit den Anlagen einsammeln, stecken die Banken in nachhaltige Projekte. Alternativ können Anleger Geld in Fonds mit grünen Staats- und Unternehmensanleihen stecken: Green Bond Fonds. Das Geld soll der Finanzierung klimafreundlicher Projekte dienen.

Bei börsengehandelten Indexfonds (ETFs) ist die Auswahl nicht ganz so groß. Der iShares DJ Global Sustainability Screened ETF und der UBS MSCI World Socially Responsible ETF zum Beispiel schließen Firmen aus, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes mit dem Abbau oder der Verwendung von Kohle verdienen. Aus Sicht der Experten nicht ausreichend, um als klimafreundlich zu gelten.

Eine alternative können Neue-Energien-Fonds sein. Mit solchen ETFs können Anleger auf Kursgewinne in der Branche zu spekulieren. Doch solche Branchenfonds sind riskanter als breit gestreute. Legen Anleger Wert auf nachhaltige Fonds, die auch klimafreundlich sind, müssen sie aktiv gemanagte nehmen. Gut ist den Angaben zufolge zum Beispiel der Triodos Global Equities Impact Fonds.

Wichtig zu beachten: Manche umweltfreundliche oder nachhaltige Anlagen sind riskant. Direktinvestments in Wald oder Beteiligungen an Wind- und Solaranlagen zum Beispiel bergen ein Totalverlustrisiko. Auch Anleihen können riskant sein, vor allem hoch verzinste.

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dpa

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Veröffentlicht am:
12. 07. 2019
11:34 Uhr

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12. 07. 2019
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