Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

 

Kindererziehung hat Auswirkungen auf Rentenhöhe

Gerade Mütter unterbrechen oft ihre Erwerbsbiografie und damit auch die Zahlung in die Rentenversicherung. Das mindert spätere Rentenleistungen. Jedoch können die Erziehungszeiten die Anwartschaft erheblich aufbessern.



Mutter und Kind
Mütter, die wegen der Kindeserziehung lange Zeit in Teilzeit beschäftigt sind, können ihr Entgelt bei der Rentenberechnung um 50 Prozent aufwerten lassen.   Foto: Patrick Pleul

Für die Erziehung eines Kindes bekommen Eltern bis zu drei Jahre Beitragszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung pro Kind gutgeschrieben. Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin hin.

Für die Berechnung der Rente spielt aber auch die Zeit bis zur Vollendung des zehnten Lebensjahres eines Kindes eine Rolle. Diese Berücksichtigungszeiten wirken sich indirekt positiv auf den Rentenanspruch aus. Eltern können damit Lücken in ihrer Versicherungsbiografie schließen und eine zeitgleiche versicherungspflichtige Beschäftigung im Rahmen der Rentenberechnung besser bewertet bekommen.

Die Anrechnung lohnt sich durchaus: Die Anwartschaft aus einer versicherungspflichtigen Beschäftigung kann bei einem geringen Verdienst, zum Beispiel wegen Teilzeitarbeit, um bis zu 50 Prozent wegen zeitgleicher Kinderberücksichtigungszeiten aufgewertet werden.

Der Verdienst wird höchstens bis zum Durchschnittsentgelt aufgestockt. Es beträgt 2019 rund 38.900 Euro. Damit das bei der späteren Rente berücksichtigt werden kann, müssen Versicherte insgesamt 25 Jahre lang versicherungspflichtig beschäftigt gewesen sein. Außerdem muss das Kind für die Berücksichtigung das dritte Lebensjahr vollendet haben.

Ein Beispiel: Emma ist drei Jahre alt. Ihre Mutter erzieht sie und arbeitet nebenbei. Sie verdient im Jahr 24.000 Euro. Bei der späteren Rentenberechnung wird ihr Entgelt um 50 Prozent aufgewertet, da sie bis dahin 25 Versicherungsjahre zurückgelegt hat. Dadurch wird die Mutter so gestellt, als hätte sie 36.000 Euro verdient. Durch diese Aufstockung wird sich ihre Rente nach derzeitigen Werten um rund 10 Euro pro Monat erhöhen.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
03. 04. 2019
04:27 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Abgaben Deutsche Rentenversicherung Gesetzliche Rentenversicherung Kindererziehung Mütter Rentenanspruch Teilzeitarbeit Versicherungsjahre
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Minijobber anmelden

16.07.2019

So wird die Haushaltshilfe als Minijobber angemeldet

Wer eine Haushaltshilfe beschäftigt, muss das anmelden - sonst ist es Schwarzarbeit. Das geht unkompliziert - sogar über das Internet. » mehr

Blick auf Miami in Florida

10.09.2019

Was im Ausland lebende Senioren beachten müssen

Den Lebensabend bei gutem Wetter genießen - wer träumt nicht davon? Damit die deutsche Rente an Auswanderer ausgezahlt wird, gibt es aber einige Voraussetzungen. » mehr

Freiwilligenarbeit

17.10.2018

Soziales Engagement erhöht die Rente

Der Staat belohnt soziales Engagement mit der Zahlung von Pflichtbeiträgen in die gesetzliche Rentenversicherung. Auf diese Weise kann man mit einem Freiwilligen Sozialen oder Ökologischen Jahr auch etwas für die eigene ... » mehr

Rentenbescheid

21.08.2019

Kein Anspruch auf Hinterbliebenenrente bei kurzer Ehedauer

Der Ehepartner oder Lebensgefährte stirbt. Wann hat man Anspruch auf eine Rente? Welche Eheform gilt und wie lange muss man verheiratet gewesen sein? » mehr

Renteninformation

18.09.2019

Berufsstarter sollten Sozialversicherungsausweis prüfen

Der Sozialversicherungsausweis wird zwar nicht jeden Tag gebraucht. Trotzdem ist er wichtig: Schließlich ist damit die spätere Rente verbunden. Worauf sollten Berufsstarter achten? » mehr

Deutsche Rentenversicherung

04.09.2019

Wann selbstständige Handwerker rentenversichert sind

Selbstständige Handwerker sind gesetzlich rentenversichert - allerdings nicht immer automatisch. Wer etwa nachträglich eine Meisterprüfung ablegt, muss dies der Rentenversicherung melden. Welche Ausnahmen gibt es noch? » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
03. 04. 2019
04:27 Uhr



^