Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

 

Anleger können bei Direktinvestments Geld komplett verlieren

Eine Beteiligung etwa an einem Windpark oder an Schiffscontainern kann für Anleger sehr teuer werden. Insbesondere, wenn der Ertrag ausbleibt und sie plötzlich mehr als das zunächst investierte Geld zahlen müssen. Verbraucherschützer warnen vor dem Investment.



Risiko Direktinvestments
Anleger gehen bei Direktinvestments hohe Risiken ein.   Foto: Monika Skolimowska

Bei einem Direktinvestment gehen Anleger sehr hohe Risiken ein. Zum Teil ist ihnen dies nicht einmal bewusst, warnt die Verbraucherzentrale Brandenburg.

Anleger werden dabei Miteigentümer beispielsweise eines Schiffcontainers, der dann vermietet wird. Oder sie erwerben Beteiligungen an Solaranlagen oder Windrädern. Unter Umständen können sie ihr investiertes Geld komplett verlieren.

Zwar müssen Anbieter grundsätzlich in Verkaufsprospekten auf Wertschwankungen, Haftungsrisiken und Verpflichtungen der Eigentümer hinweisen. Doch häufig passiert dies nicht ausreichend, kritisieren die Verbraucherschützer.

Ein weiteres Problem: Auch wenn der Ertrag ausfällt, müssen Anleger oft für die Pflege und Wartung des Anlageobjekts haften. Mehr noch: Es kann eine Nachschusspflicht bestehen - dann müssen Anleger für Kosten aufkommen, die über das investierte Geld hinaus gehen. Direktinvestments gehören zum Grauen Kapitalmarkt.

Sollte der Anbieter des Direktinvestments pleitegehen, schreibt der Insolvenzverwalter alle bekannten Gläubiger an. Um seine Forderungen anzumelden, müssen Anleger innerhalb einer vom Gericht bestimmten Frist das entsprechende Formular ausfüllen. Die Verbraucherschützer raten Anlegern, dann nicht vorschnell ihre Ansprüche an Forderungsaufkäufer abzutreten.

Betroffene sollten sich an einen Anwalt wenden, der sich auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert hat. Es kann sich lohnen zu prüfen, ob der Anleger von dem Vermittler beim Abschluss des Vertrages falsch beraten worden ist.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
18. 03. 2019
12:28 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Finanzinvestoren und Anleger Geld Verbraucherschützer
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
ETF

11.09.2019

Wie viel Risiko in ETFs steckt

Geht es um Anlageempfehlungen an der Börse, fallen schnell drei Buchstaben: ETF. Doch der Markt ist groß, und auch diese Anlage birgt Fallstricke. Was Verbraucher wissen sollten. » mehr

Durchblick für Anleger

05.07.2019

Riskante Geldanlagen dürfen nicht als sicher beworben werden

Die Investment-Welt ist voller Tücken: Anbieter versprechen mit unwahren Angebotsbeschreibungen das blaue vom Himmel, doch in Wahrheit steckt hinter der Mogelpackung viel Risiko. Wer sicher sein will, sollte Vermögensanl... » mehr

Das Wort "Widerrufsrecht" ist hier im BGB zu lesen

16.10.2019

Verträge können 14 Tage lang widerrufen werden

Das Angebot ist einfach zu verlockend oder der Druck von außen zu hoch. Warum auch immer Verbraucher eine Fehlentscheidung treffen, meist besteht Hoffnung, diese geradezubiegen. » mehr

Strommast

15.10.2019

Sonderkündigungsrecht bei Strompreiserhöhung

2020 erhöht sich die EEG-Umlage für Stromversorger. Haushalte müssen damit rechnen, bald Ankündigungen für steigende Stromkosten zu erhalten. Was können sie dann tun? » mehr

Geld und ein Sparschwein

02.10.2019

Bankkunden sollten Zinsanpassung prüfen

Schwankende Zinssätze, die Kunden nicht nachvollziehen können? Die Justiz gibt vor, was bei Sparverträgen erlaubt ist. Halten sich Banken nicht daran, bekommen Kunden eventuell viel Geld zurück. » mehr

Angebot ablehnen

26.09.2019

Vorsicht vor falschen Lotto-Verträgen

Mit Tricks versuchen unseriöse Anbieter immer wieder an das Geld anderer zu kommen. Oft wird dazu das Telefon eingesetzt. Wer einen Anruf von Unbekannten bekommt, sollte daher vorsichtig sein. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
18. 03. 2019
12:28 Uhr



^