Lade Login-Box.
Fotowettbewerb 2020 zum Digital-Abo
Topthemen: Freies Wort hilftCoronavirus in ThüringenFolgen Sie uns auf Instagram

 

Drei Grundregeln für den Erfolg an der Börse

Aktien gelten vielen als zu riskant. Denn ob die Kurse steigen oder fallen, lässt sich nicht vorhersagen. Aus Angst vor Verlusten parken Sparer ihr Geld deshalb oft auf dem Sparbuch. Wer drei Grundregeln beachtet, braucht aber keine Angst vor der Börse zu haben.



Stier und Bär
Wer einen langen Atem hat, kann an der Börse gute Renditen erzielen.   Foto: Monique Wüstenhagen

Sparer in Deutschland sind offenbar wieder mutiger geworden: Die Zahl der Aktionäre und Besitzer von Aktienfondsanteilen stieg 2018 um etwa 250.000, wie das Deutsche Aktieninstitu t (DAI) in Frankfurt mitteilte.

Insgesamt besaßen damit rund 10,3 Millionen Bürger, die älter sind als 14 Jahre, Wertpapiere - so viele wie seit 2007 nicht mehr. «Angesichts der Börsenturbulenzen im vergangenen Jahr ist das eigentlich überraschend», sagt Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DWS) in Düsseldorf. Denn aus Angst vor Kursverlusten meiden viele Anleger die Börse nach wie vor. Wer einige Grundregeln beachtet, muss aber keine großen Sorgen haben, Geld zu verlieren. Drei Tipps:

1. Finanzpolster

An den Börsen geht es auf und ab. «Man sollte deshalb nur Geld in Aktien investieren, das man im Alltag nicht braucht», sagt Kurz. Wer gezwungen ist, die Wertpapiere zu verkaufen, wenn die Kurse gerade nach unten rauschen, verliert tatsächlich Geld. Wer die Papiere hingegen in solchen Zeiten hält, muss nur mit Buchverlusten umgehen können. Wichtig: «Kaufen Sie keine Aktien auf Kredit», sagt Kurz. «Damit potenzieren Sie das Risiko nur noch.»

2. Diversifikation

Wer sein ganzes Geld in eine Aktie investiert, ist auf deren Erfolg angewiesen. Wer hingegen mehrere Werte im Depot hat, kann mögliche Kursverluste mit Kursgewinnen anderer Papiere ausgleichen. «Mindestens fünf Aktien aus vier verschiedenen Branchen und drei Ländern sollten schon im Depot liegen», rät Kurz. Das setzt allerdings voraus, dass sich Anleger mit ihrem Investment auch beschäftigen. Wem das zu viel ist, der kann zu Fonds greifen.

3. Anlagehorizont

Je länger, desto besser - so lässt sich die dritte Grundregel beschreiben. «Je mehr Zeit ich habe, desto geringer ist das Verlustrisiko», erklärt Kurz. «Fünf Jahre sollten Sie mindestens durchhalten», rät der Experte. Das zeigen auch Berechnungen des DAI. Danach lagen die jährlichen Renditen für einen Anlagezeitraum von 20 Jahren in der Vergangenheit allein beim Deutschen Aktienindex Dax im Schnitt bei rund 9 Prozent.

Verluste mussten die Anleger über solche Zeiträume nicht fürchten. Selbst im schlechtesten erfassten 20-Jahre-Zeitraum lag die jährliche Rendite bei fast 6 Prozent. Das heißt: Wer dabei blieb, konnte zum Beispiel das Platzen der Immobilienblase oder auch die Kurseinbrüche am sogenannte Neuen Markt zu Anfang der 2000er Jahre überstehen.

Veröffentlicht am:
08. 03. 2019
13:08 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Aktien Angst Erfolge Finanzinvestoren und Anleger Neuer Markt Sparer Termineinlagekonto Wertpapierbörse Wertpapiere
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Mit Disziplin Vermögen aufbauen

16.09.2020

Sparplan mit Disziplin Vermögen aufbauen

Geldanlage ist für die meisten ein lästiges Thema. Dabei ist Vermögensaufbau eigentlich ganz einfach - zum Beispiel mit einem Sparplan. Der Aufwand ist gering, das Ergebnis oft überzeugend. » mehr

Aktiendepot einrichten

19.08.2020

Wertpapiere: So kommen Anleger zum eigenen Depot

An den Kauf von Aktien, Fondsanteilen und Zertifikaten trauen sich viele Sparer nur zögerlich heran. Dabei lässt sich ein Depot leicht einrichten - wenn man die Anbieter gut vergleicht. » mehr

Geldscheine

07.10.2020

Börsenverlust bis Dezember bescheinigen lassen

Wer Wertpapiere an der Börse verkauft, muss daraus realisierte Gewinne versteuern. Anleger können unter bestimmten Voraussetzungen realisierte Verluste gegenrechnen lassen. Was Sie dazu wissen müssen. » mehr

Dax

09.09.2020

Anleger sollten an der Börse nicht zocken

Wer bei Bluechips ans Casino denkt, liegt zwar richtig. Doch Bluechips gibt es auch an der Börse. Was aber hat es damit auf sich? » mehr

Vermögen in Deutschland

15.07.2020

Corona-Krise nagt am Vermögen der Deutschen

Der Reichtum in Deutschland ist laut einer Studie ungleicher verteilt, als bislang angenommen. Zugleich hinterlässt die Corona-Krise deutliche Spuren. » mehr

Geldreserve sicher parken

09.09.2020

Wo können Aktionäre ihre Reserve sicher parken?

Eine wichtige Regel für Anleger: Lege niemals alle Eier in einen Korb. Wer an der Börse investiert, sollte daher auch eine finanzielle Reserve behalten. Doch wo parkt man das Geld? » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
08. 03. 2019
13:08 Uhr



^