Lade Login-Box.
Topthemen: Gebietsreform: Das ändert sich in SüdthüringenMobilität und EnergieFußball-Tabellen

 

So machen Anleger das Depot urlaubsfest

Ab in den Urlaub - und dann gehen die Börsen in die Knie? Wer Angst vor Kursverlusten hat, während er am Strand liegt oder in den Bergen wandert, kann sein Aktiendepot vor der Abreise absichern.



Das Depot beobachten
Auch im Urlaub kann das Depot über das Smartphone beobachtet werden. Wer lieber abschalten möchte, kann vor der Abreise Stopp-Loss-Orders in Auftrag geben.   Foto: Franziska Gabbert

Wir hatten sehr lange eine ruhige Börsenzeit», sagt Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in Düsseldorf. Doch in letzter Zeit gab es immer wieder Schwankungen. Da kommt die Frage auf: Müssen sich Anleger nun Sorgen machen, wenn sie verreisen?

Erleben wir gerade unruhige Zeiten an der Börse?

Jürgen Kurz: Wenn man westliche Börsen beobachtet, sieht man, dass die weltweiten politischen Entwicklungen derzeit weitgehend ausgeblendet werden. Wenn Sie sich zum Beispiel einen Handelskrieg zwischen den USA und China vorstellen, könnte das für das ein oder andere Unternehmen durchaus schwierig werden. Auch was in Italien passiert, weiß niemand wirklich.

Für mich ist es überraschend, wie ruhig die Börsen darauf reagieren. Noch sind die Unternehmenszahlen aber gut. Das ändert sich vielleicht erst, wenn sich die Ausblicke eintrüben. Das könnte dann im dritten und vierten Quartal für Unruhe sorgen.

Muss ich also im Sommerurlaub Angst vor einem Kurssturz haben?

Kurz: Die Frage sollte man sich immer stellen, nicht nur wenn Urlaub ist. Außerdem: Man ist zwar eine Weile weg, aber man kann heute in der Regel ja selbst vom Handy auf das Depot zugreifen. Also ist man nicht mehr ganz so abgeschnitten wie früher. Aber bei einem ungesicherten WLAN im Hotel wäre ich auch vorsichtig, meine Passwörter zu nutzen. Insofern ist es schon sinnvoll, das Depot im Vorfeld des Urlaubs zu prüfen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Wie kann ich Verluste während meines Urlaubs eingrenzen?

Kurz: Sie können ihr Depot zum Beispiel mit Optionsgeschäften gegen Verluste absichern. Das setzt aber voraus, dass Sie eine klare Marktmeinung haben und sich in dem Markt auch gut auskennen. Anleger, die nicht ganz so tief in der Materie stecken, können Stopp-Loss-Orders nutzen. Dabei werden die Aktien oder ETFs verkauft, wenn ein vorher festgelgter Kurs unterschritten wird.

Ich muss mich aber vorher mit den Wertpapieren beschäftigen und unter anderem die Frage beantworten: Von welchem Wert würde ich mich im Zweifel trennen? Denn die Stopp-Loss-Order wird auch ausgeführt, wenn der Kursrutsch nur vorübergehend war. Und gibt es Werte, die ich auch bei größeren Schwankungen nicht verkaufen würde? Das muss ich vorher entscheiden. Grundsätzlich sollte man die Stopp-Loss-Marke nicht zu eng am Kurs setzen, denn sonst wird die Order möglicherweise zu schnell ausgeführt.

Veröffentlicht am:
06. 06. 2018
04:58 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Baisse Finanzinvestoren und Anleger Schäden und Verluste Wertpapierbörse
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Karin Baur

26.02.2019

Wie Anleger einen Bärenmarkt überstehen

Fallende Kurse an der Börse machen viele Anleger nervös. Doch wer in großer Hast verkauft, macht Verluste. In schlechten Börsenzeiten sind Ruhe und eine langfristige Anlagestrategie gefragt. » mehr

Depots absichern

22.05.2019

So lassen sich Depots absichern

Ob auf Wandertour in den Bergen oder im Urlaub am einsamen Strand - jeder braucht mal eine Pause. Was aber, wenn genau in der Ferienzeit die Börsenkurse in den Keller gehen? Die gute Nachricht: Anleger können sich vorber... » mehr

Börse Frankfurt

08.04.2019

Market-Timing kann Aktienrendite schmälern

Kursbewegungen an der Börse lassen sich nicht vorhersehen. Daher ist es für Anleger am besten, dabei zu bleiben. Denn wer versucht, den Markt zu schlagen, büßt unter Umständen Rendite ein. » mehr

Stier und Bär

08.03.2019

Drei Grundregeln für den Erfolg an der Börse

Aktien gelten vielen als zu riskant. Denn ob die Kurse steigen oder fallen, lässt sich nicht vorhersagen. Aus Angst vor Verlusten parken Sparer ihr Geld deshalb oft auf dem Sparbuch. Wer drei Grundregeln beachtet, brauch... » mehr

Aktienindex

04.12.2017

Volles Risiko? - Faustformel für Aktienanlage nutzen

In Zeiten der Niedrigzinspolitik sind Aktien eine attraktive Geldanlage. Doch Experten warnen, nicht das gesamte Vermögen dafür zu nutzen. Eine Faustformel zeigt, welcher Betrag vernünftig ist. » mehr

Kurschwankungen an der Börse

18.12.2018

Was Anleger im Jahr 2019 erwartet

Die Party scheint vorbei - zumindest an den Börsen. Weltweit schlugen die Kurse 2018 immer wieder aus, mal nach oben, dann wieder kräftig nach unten. Die Risiken scheinen größer geworden zu sein. Wie können Anleger damit... » mehr

Autor

dpa

Kontakt zur Redaktion

Veröffentlicht am:
06. 06. 2018
04:58 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".