Lade Login-Box.
Topthemen: Landtagswahl 2019Freies Wort hilftFolgen Sie uns auf InstagramSport-Tabellen

 

Preisportale Check24 und Verivox: Strompreis steigt weiter

Der Strompreis für Haushaltskunden hat sich seit dem Jahr 2000 verdoppelt. Das setzt die ganze Branche unter Druck. Unternehmen und Verbraucherzentralen sehen die Ursache in einer erhöhten Abgaben- und Steuerlast.



Strompreis
Seit 2000 hat sich der Strompreis für private Haushalte in etwa verdoppelt. Unternehmen und Verbraucherschützer kritisieren die staatliche Belastung.   Foto: Jens Wolf/dpa

Der Strompreis für Haushaltskunden hat sich laut Check24 und Verivox von Januar bis Juni um durchschnittlich 2,5 bis 3 Prozent erhöht. Umgerechnet auf 3500 Kilowattstunden Jahresverbrauch einer Durchschnittsfamilie stieg der Preis laut Verivox auf knapp 83 Euro im Monat.

Das Preisportal Check 24 kam auf 84 Euro für Sondervertragskunden und knapp 89 Euro für Kunden in der teureren Grundversorgung. Weitere Preiserhöhungen seien zum neuen Jahr wegen steigender Netzentgelte möglich, sagten die Preisportale voraus.

Angesichts weiter steigender Haushaltsstrompreise haben Verbraucherschützer und der Energie-Branchenverband BDEW ihre Forderungen nach Steuersenkungen verstärkt.

«Die staatliche Belastung des Strompreises ist auf Rekordhoch. Steuern und Abgaben auf Strom müssen deshalb gesenkt werden, das gilt vor allem für die Stromsteuer», sagte der Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, Stefan Kapferer.

Neben einer Abschaffung der Stromsteuer von sieben Prozent auf den Strompreis sollten künftig auch Steuerbefreiungen für energieintensive Industrieunternehmen aus dem Bundeshaushalt bezahlt werden, fordert Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale NRW. Sie dürften nicht weiter auf die Verbraucher abgewälzt werden.

Seit dem Jahr 2000 hat sich der Strompreis für den Endverbraucher in etwa verdoppelt. Kritiker sehen den Hauptgrund in der stark gewachsenen Abgabenlast zur Förderung der Energiewende und in den steigenden Netzentgelten für den Ausbau und Erhalt des Stromnetzes. Derzeit entfallen mehr als 55 Prozent des Strompreises auf Steuern und Abgaben. Das entspricht für das Gesamtjahr 2017 voraussichtlich mehr als 20 Milliarden Euro. Hinzu kommen die Netzentgelte. Nur etwa ein Fünftel des Strompreises entfallen auf die Beschaffung und den Stromverkauf.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
19. 06. 2017
16:05 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Stefan Kapferer Steuerbelastung Strompreise Stromsteuern Verbraucherzentralen
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


Mehr zum Thema
Rasenmäher

18.09.2019

Minijobber im Haushalt senkt Steuerlast

Nicht selten helfen erwachsene Kinder ihren Eltern im Haushalt. Was viele nicht wissen: Eltern können eine solche Haushaltshilfe als Minijob abrechnen und so die eigene Steuerlast senken. » mehr

Windrad neben einem Strommast

06.08.2018

EEG-Umlage treibt Strompreis 2019 laut Experten nicht hoch

Die Ökostrom-Förderung ist nicht der einzige Bestandteil des Strompreises, aber ein wichtiger. Kritik an Höhe und Verteilung der EEG-Umlage gibt es deswegen viel. Nun haben Experten eine gute Nachricht für Stromkunden. » mehr

Steigender Strompreis

15.10.2018

Stromkunden können bei Preiserhöhung fristlos kündigen

Die Umlage zur Förderung von Ökostrom in Deutschland soll im kommenden Jahr um 5,7 Prozent auf Jahr 6,405 Cent pro Kilowattstunde sinken. Dennoch rechnen Branchenkenner mit etwas höheren Strompreisen. Diese Rechte haben ... » mehr

Crowdinvesting

vor 18 Stunden

Kleinanleger finanzieren bei Crowdinvesting direkt

Crowdinvesting lockt Anleger in Zeiten von Mini-Zinsen mit satten Renditen. Doch Vorsicht: Die Anlageform ist äußerst risikoreich - im schlimmsten Fall droht der Totalverlust des angelegten Geldes. » mehr

Das Wort "Widerrufsrecht" ist hier im BGB zu lesen

16.10.2019

Verträge können 14 Tage lang widerrufen werden

Das Angebot ist einfach zu verlockend oder der Druck von außen zu hoch. Warum auch immer Verbraucher eine Fehlentscheidung treffen, meist besteht Hoffnung, diese geradezubiegen. » mehr

Geld und ein Sparschwein

02.10.2019

Bankkunden sollten Zinsanpassung prüfen

Schwankende Zinssätze, die Kunden nicht nachvollziehen können? Die Justiz gibt vor, was bei Sparverträgen erlaubt ist. Halten sich Banken nicht daran, bekommen Kunden eventuell viel Geld zurück. » mehr

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
19. 06. 2017
16:05 Uhr



^