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Pflegetipps für Schmetterlingsorchideen

Schmetterlingsorchideen sind sehr beliebte Dekorationen fürs Zimmer. Und doch ärgern sie ihre Besitzer, denn die zuverlässige und lange Blüte stockt schon mal. Experten verraten ihre Pflegetricks.



Phalaenopsis
Viele Phalaenopsis blühen über eine längere Zeit und produzieren viele Knospen.   Foto: Catherine Waibel/dpa-tmn » zu den Bildern

Die Orchidee Phalaenopsis und Schmetterlinge haben eine besondere Beziehung: Die Blüten der beliebten Zimmerpflanze sehen wie Falter aus, und die Tiere übernehmen auch die Bestäubung. Daher lautet der landläufige Name der Pflanze auch Schmetterlingsorchidee. Drei Pflegetricks von Experten.

Tipp 1: Die Blüte durch kühle Nachttemperaturen fördern

Erblüht die Orchidee, erhält sich die Einzelblüte je nach Sorte und bei guter Pflege zweieinhalb bis vier Monate, erklärt Jörg Frehsonke, Orchideengärtner aus Neukirchen-Vluyn (Nordrhein-Westfalen). In der Regel erblüht die Pflanze zweimal im Jahr, manche Sorte blüht durch.

Viele Hobbygärtner haben aber ein Problem: Die Neubildung von Blüten gerät leicht ins Stocken. «Gleichmäßig warme Temperaturen garantieren das gute Wachstum und die gesunde Blattbildung, aber die Blütenbildung bleibt aus», erläutert Frehsonke das Phänomen.

Den Orchideen fehlt dann eine etwas verringerte Nachttemperatur, die als Impuls für die Bildenbildung dient. Frehsonke rät: «Man stellt die Pflanzen für sechs bis acht Wochen nachts bei 15 bis 16 Grad auf - und wird sehen, dass bald ein neuer Blütentrieb erscheint.»

Ein zweiter Trick: Sind alle Blüten von einem Blütenstiel abgefallen, schneidet man ihn auf das zweite oder dritte Auge zurück, das man an der Verdickung und einem eng anliegenden Deckblättchen erkennt. Seitlich treibt dann innerhalb kurzer Zeit ein neuer Blütenstiel aus.

Tipp 2: Substrat aus grober Rinde verwenden

Die Phalaenopsis stammt ursprünglich aus Süd- und Südostasien mit Indien, Indonesien, Thailand, den Philippinen und Taiwan sowie aus Nordaustralien - und gedeiht dort im Freien. «Am Naturstandort wachsen die Phalaenopsis nicht im gewachsenen Boden, sondern besiedeln das Astgerüst großer Bäume», erklärt Thomas Koch, Gartenbau-Ingenieur aus Lennestadt (Nordrhein-Westfalen).

Deshalb sollte man die Zimmerpflanzen auch hierzulande in ein lockeres und luftiges Substrat aus grober Rinde setzen. Frehsonke verwendet eine Mischung aus Pinienrinde und Torfmoos. «Die Pinienrinde hält lange die Struktur, und durch das Moos trocknet die Erde nicht so schnell aus», erläutert der Orchideengärtner.

Koch rät, die Pflanze beim Umtopfen nicht allzu fest in den Topf zu drücken. «In den ersten sechs bis acht Wochen nach dem Umsetzen in frisches Substrat lässt man die Schmetterlingsorchideen eher trockenstehen.» Das verhindert, dass die Wurzeln faulen, und fördert die Bildung neuer Wurzeln. Wachsen die ersten neuen Wurzelspitzen, kann man den normalen Rhythmus der Bewässerung wieder aufnehmen.

Tipp 3: Die Luftwurzeln nicht stutzen

Aus dem natürlichen Umfeld erklärt sich auch die Bildung der langen Luftwurzeln, die aus dem Topf herauswachsen. «Es handelt sich dabei um Wurzeln, mit denen sich die Orchideen an den Bäumen festhalten», beschreibt Koch. Sie nehmen aber auch Wasser- und Nährstoffe auf.

Deshalb sollte man diese nicht einfach abschneiden, sondern sie beim Umtopfen mit in den Topf geben. «Man kann die Länge einkürzen, damit sie nicht abbrechen.» Grundsätzlich werden die Pflanzen etwa alle zwei Jahre nach der Blüte umgetopft. Ideal ist die Zeit von Frühling bis Sommer, weil dann die Bedingungen für das Wachstum gut sind.

Veröffentlicht am:
30. 01. 2020
05:02 Uhr

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Autor

dpa

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30. 01. 2020
05:02 Uhr



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