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Zimmerpflanzen durch den Winter bringen

Wintertage sind kürzer und dunkler. Das merkt der Mensch - und seine Pflanzen auch. Für sie bedeuten Lichtentzug und die Heizungswärme Stress - der sie schwächt und anfälliger für Schädlinge macht.



Kentiapalmen
Zu den Pflanzen, die mit weniger Licht auskommen, zählen die Kentiapalmen.   Foto: Wilfried Overwater/tollwaspflanzenmachen.de/dpa-tmn » zu den Bildern

Der Winter ist Stress für Zimmerpflanzen. Die trockene Heizungsluft, aber auch Zugluft und Kälte durch häufiges Lüften machen ihnen zu schaffen. Vom mangelnden Tageslicht im Winter ganz zu schweigen. Wie kann man ihnen helfen?

«Es macht einen Unterschied, ob die Pflanzen am Fenster auf der Südseite eines Hauses platziert werden oder in einem Zimmer auf der Nordseite», erklärt Jürgen Herrmannsdörfer vom Fachverband Raumbegrünung und Hydrokultur. «Da herrschen ganz unterschiedliche Lichtverhältnisse.»

Von der Raummitte ans Fenster

Damit das Grün in der dunklen Jahreszeit also nicht aufgrund der geringen Tageslichtdauer und -intensität verkümmert, muss es gegebenenfalls umziehen. Pflanzen, die im Sommer in der Raummitte stehen, sollten im Winter einen Fensterplatz bekommen. Ein Zeichen für zu wenig Licht kann ein verstärkter Blattabwurf sein, wie er beispielsweise bei Ficus öfter zu beobachten ist.

Aber das gilt nicht alle Pflanzen. «Es gibt durchaus Sorten, die mit unseren Winterbedingungen gut klarkommen», sagt Herrmannsdörfer. «Man kann sich daran orientieren, wo die ursprüngliche Heimat der Pflanze ist», erklärt Iris Vollmann von der Brancheninitiative Licht.de. Kommt sie aus mediterranen Ländern, brauche sie in der Regel mehr Licht als ein Schattengewächs. Zu den Pflanzen, die mit weniger auskommen, zählen Schusterpalme, Efeutute, Kentiapalme, Einblatt und Usambaraveilchen.

Ist eine Pflanze sehr empfindlich, kann es sinnvoll sein, sie mit künstlichem Licht zu unterstützen. Dabei muss man auf die spektrale Zusammensetzung des Lichts achten: Nur die Kombination der violett-blauen und orange-roten Spektralbereiche wirke sich positiv auf die Photosynthese aus, erläutert Licht.de. Vor allem LEDs und spezielle LED-Pflanzenleuchten bieten solche Spektren.

Pflanzen mögen keine warmen Wurzeln

Zimmerpflanzen sollten grundsätzlich nicht in der Nähe von Heizkörpern stehen und dem trockenen und heißen Luftstrom direkt ausgesetzt werden. «Pflanzen mögen keine warmen Wurzeln», erklärt Herrmannsdörfer. «Über 25 Grad Celsius sind für die Wurzeln Stress.»

Ein Tipp: Wer in einer kleinen Wohnung keine Alternative zum Fensterbrett über dem Heizkörper hat, kann eine isolierende Styroporplatte unterlegen oder etwas davon in den Übertopf geben.

In manchen Fällen sollte man ebenfalls über einen Umzug nachdenken. Gerade Pflanzen mit weichen Blättern wie Farne lieben feuchte Luft. Auch Tillandsien, Kletterficus oder Einblatt fühlen sich ganzjährig in Feuchträumen wie einem hellen Badezimmer besonders gut, erklärt das Blumenbüro.

Überschüssiges Wasser wegschütten

In Räumen, in denen ständig die Heizung läuft, fühlen sich dagegen Pflanzen mit dickfleischigen Blättern oder solchen, die mit einer wachsartigen Schicht überzogen sind, am wohlsten. Dazu gehören Sukkulenten und Kakteen. Trotzdem ist es laut dem Blumenbüro empfehlenswert, auch hier auf eine Luftfeuchtigkeit von 40 Prozent und ein eher kühleres Plätzchen zu achten.

Etwas Zurückhaltung ist im Winter beim Gießen angesagt. «Am besten mit dem Finger prüfen, wie feucht die Erde noch ist. Sie darf nie komplett austrocknen», rät Herrmannsdörfer. «Und alles Wasser, was nicht nach fünf Minuten versickert ist, sollte weggeschüttet werden.»

Veröffentlicht am:
13. 11. 2019
15:43 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
13. 11. 2019
15:43 Uhr



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