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Mehr Raum für die Kübelpflanzen

Im Frühjahr kommen viele Garten- und Zimmerpflanzen idealerweise in einen neuen, größeren Topf. Was können Hobbygärtner tun, um den Pflanzen das Eingewöhnen nach dem Umtopfen zu erleichtern?



Umtopfen
Beim Umtopfen raten Experten dazu, Gefäße zu wählen, die zu allen Seiten hin zwei Finger mehr Platz bieten als der alte Topf.   Foto: Christin Klose

Das erste Grün guckt aus der Erde, an Stauden und Gehölzen sind schon vereinzelt erste Blüten und Blätter zu erkennen. Mit warmen Sonnenstrahlen weckt der Frühling die Natur wach. Und die dankt es mit eifrigem Wachstum. So eifrig, dass manche Pflanze bald einen größeren Topf braucht.

Eine gute Zeit für das Umtopfen ist der Beginn der Wachstumsperiode - meistens jedenfalls. Ein Überblick:

Welche Pflanzen sollten im Frühling umgetopft werden?

«Alle Zimmerpflanzen können jetzt umgetopft werden, wenn sie gerade nicht blühen. Bei den Topf- und Kübelpflanzen wartet man noch, bis sie ihren Platz im Freien wieder einnehmen können, also bis Ende April, Anfang Mai», sagt Thomas Wagner vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde.

Warum ist es überhaupt sinnvoll, Pflanzen umzutopfen?

«Je größer eine Pflanze wird, desto mehr Raum braucht sie für ihre Wurzeln», erklärt Sven Görlitz, Gartenberater beim Verband Wohneigentum Baden-Württemberg. Das Volumen des Topfes sollte also immer zur Größe der Pflanze passen. Schauen die Wurzeln schon unten aus dem Topf hervor, wird die Pflanze aus dem Gefäß gedrückt oder ist vor lauter Wurzelwerk kein Krümel Erde mehr zu sehen, ist auf jeden Fall Zeit zu handeln. «Können die Wurzeln nicht mehr weiterwachsen, gerät auch das Wachstum der Pflanze ins Stocken», sagt Olaf Beier vom Bundesverband Einzelhandelsgärtner. Ein weiterer Grund, eine Pflanze regelmäßig umzutopfen: Sie bekommt frische Erde.

Wie groß sollte der neue Topf sein?

Zu gut meinen sollte man es nicht. Auch bei zu großen Töpfen können Pflanzen das Wachstum einstellen. «Gerade bei Plastiktöpfen bekommen Wurzeln nicht mehr genug Sauerstoff», warnt Beier. Er empfiehlt daher, die Gefäße schrittweise zu vergrößern. «Als Faustregel gilt: Zu allen Seiten hin sollte zwei Finger breit Platz sein.» Bei Töpfen mit einem Durchmesser ab zwölf Zentimetern sollte der Nachfolger also maximal vier Zentimeter breiter sein. Bei einem Kübel mit einem Durchmesser von mehr als 25 Zentimetern kann das nächste Gefäß hingegen auch bis zu acht Zentimeter größer sein.

Was braucht die Pflanze im Topf?

Ein größeres Gefäß und frische, zur Pflanze passende Erde - mehr braucht es in der Regel nicht zum Umtopfen. Gelegentlich kann aber ein scharfes Messer hilfreich sein. Sind nämlich die Wurzeln zu hart, verdreht oder so lang, dass sie sich sogar schon um den Ballen gewickelt haben, sollte man sie ein Stück kappen. Ansonsten genügt es, den Wurzelballen auseinanderzuziehen sowie abgestorbene Teile und altes Substrat zu entfernen, meint Wagner. Dass die Wurzeln durch den Schnitt verletzt werden, macht den Pflanzen laut Beier nichts aus. Im Gegenteil: «Die Wurzeln können sich nun noch besser verzweigen.»

Bei Gehölzen empfiehlt Görlitz, die Äste zurückzuschneiden - und zwar entsprechend der eingekürzten Wurzelmasse. «Die Pflanze nimmt sonst eventuell zu wenig Wasser für ihre Blattmasse auf.» Staudenartige Gewächse wie Grünlilien, Zyperngras und Funkien kann man beim Umtopfen teilen, indem man den Wurzelballen entwirrt und die Pflanze an geeigneten Stellen auseinanderbricht oder -schneidet.

Was ist mit Dünger?

Da Pflanzerden in der Regel bereits Dünger enthalten, müssen die frisch umgetopften Gewächse nicht gedüngt werden. Beier warnt sogar davor, zu früh weitere Nährstoffe hinzuzugeben. «Zu viel Dünger stört das Wurzelwachstum», erklärt er. «Die Pflanzen müssen sich den Dünger in der Erde erst einmal suchen und bilden dabei neue Wurzeln aus. Haben die Pflanzen den Dünger gleich bei Fuß, tun sie das nicht. Das Substrat versalzt und die Pflanze stirbt im schlimmsten Fall.» Beiers Tipp: Frühestens sechs Wochen nach dem Umtopfen zum ersten Mal düngen,bei Substrat mit höherem Nährstoffgehalt sogar noch länger.

Veröffentlicht am:
28. 03. 2019
10:24 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
28. 03. 2019
10:24 Uhr



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