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Warum haben Pflanzen zwei verschiedene Namen?

Warum heißt der Lavendel im Handel zum Beispiel Lavandula angustifolia 'Alba'? Der botanische Name hilft bei der eindeutigen Identifizierung - und ehrt manchmal auch große Persönlichkeiten.



Christrose
Die Christrose ist unter verschiedenen Namen bekannt: Sie heißt landläufig auch Schneerose oder Schwarze Nieswurz. Der botanische Name ist hingegen immer und überall gleich: Helleborus niger.   Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Viele Pflanzen haben mindestens einen üblichen deutschen Namen und zusätzlich einen botanischen Namen. Letzterer lautet weltweit gleich und hilft bei der genauen Bestimmung.

Viele Pflanzen haben sogar mehrere deutsche Bezeichnungen. Die Besenheide zum Beispiel heißt oft auch Sommerheide, die Schneerose wird auch Christrose genannt.

Zugleich kann es sein, dass ein einziger Name für eine ganze Gruppe verschiedener Pflanzen steht, wie bei der Butterblume. Zur genaueren Bestimmung gibt es daher botanische Pflanzennamen. Sie haben meist lateinische Bezeichnungen oder zumindest lateinische Bezüge und setzen sich aus bis zu drei Worten zusammen.

Der erste Begriff steht für die Gattung. Diese spaltet sich in diverse Arten auf - das zweite Wort. Der dritte Teil ist der Sortenname, der in der Regel zwischen zwei einfachen Anführungszeichen steht. Ein Beispiel: Der dreiteilige Name Lavandula angustifolia 'Alba' steht für Echter Lavendel der Sorte Alba.

Damit wird ersichtlich, dass viele der botanischen Namen in der Vergangenheit oft eingedeutscht wurden. Ein anderes gutes Beispiel dafür ist Narcissus und Narzisse.

Die weltweit standardisierte Benennung gibt es bereits seit dem 18. Jahrhundert, als Carl von Linné das System der binären Nomenklatur einführte, also der Doppelnamen. Seither erhalten manche Pflanzen auch Namen, die auf ihre Entdecker oder auf berühmte Naturforscher zurückgehen: Die Humboldtlilie (Lilium humboldtii) zum Beispiel wurde nach Alexander von Humboldt benannt.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
30. 01. 2020
05:08 Uhr

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